Pilze von tödlich bis heilend

Pilze nehmen eine besondere Stellung in der Pflanzenwelt ein. Sie sind die größten lebenden Organismen, ihr Myzel kann sich über viele Quadratkilometer ausbreiten. Was umgangssprachlich als „Pilz“ bezeichnet wird, sind lediglich die Fruchtkörper, die gesammelt und zu schmackhaften Speisen verarbeitet werden können. Dabei ist Pilz nicht gleich Pilz! Abgesehen von den essbaren Pilzen gibt es unscheinbare, krank machende Pilze (Schimmelpilze), giftige bis tödlich giftige Pilze(Knollenblätterpilze) sowie Halluzinationen hervorrufende Pilze (Fliegenpilz). Daneben gibt es jedoch auch Pilze, die auf Grund ihrer besonders guten Auswirkungen auf Körper und Seele zur Heilung physischer und psychischer Leiden und Erkrankungen eingesetzt werden. Zudem gibt es viele Pilze, die sowohl giftig sind und dennoch heilende Wirkung haben; hier macht es die Dosis.

Schon lange vor der Entdeckung des Penicillins in einem Schimmelpilz durch Alexander Flemming im Jahre 1928, vertrauten die Menschen auf die Wirkung von Heilpilzen. Neben dem weniger als Heilpilz bekannten Schopftintling, der auf jeder Schutthalde wächst und bei Diabetes und zur Vorbeugung von Arteriosklerose Verwendung findet, sind Pilze aus dem asiatischen Raum und deren Verwendung als Heilpilze schon lange belegt. Man kennt das Judasohr, als Blutverdünner, der die Fließeigenschaften des Blutes verbessert aber auch durch die Regulierung des Milchsäurehaushalts Muskelkater verhindert oder den Shiitake-Pilz, der für ein festes Bindegewebe und die Senkung des Cholesterinspiegels sorgt sowie bei Migräne eingesetzt wird. Allen diesen Pilzen ist eine stabilisierende Wirkung auf das Immunsystem nachgewiesen.

Ein weiterer hochwirksamer Heilpilz ist im brasilianischen Regenwald beheimatet und wird „Pilz des Gottes“ genannt. Hierbei handelt es sich um den Mandelpilz, den Agaricus blazei murrill oder kurz ABM. Dieser Pilz ist auf Grund seiner Inhaltsstoffe in der Lage das Immunsystem zu stärken und die Blutbildung in Knochenmark und Milz zu unterstützen, sowie körpereigene Substanzen zu bilden, die Viren und Bakterien unschädlich machen sowie das Krebszellenwachstum aktiv hemmen. Weiterhin wirkt sich der ABM positiv auf die Leberfunktionen, Blutzucker- und Cholesterinspiegel aus. Verschiedene Darreichungsformen ermöglichen eine vielseitige therapeutische Verwendung. So wird er als Extrakt bei schwerwiegenden Erkrankungen in der Krebstherapie, sowie zur Verminderung von Nebenwirkungen bei Strahlen- und Chemotherapien eingesetzt und als Pulver zur präventiven Maßnahme bei Stoffwechsel- und Zivilisationskrankheiten.

Neben den aufgeführten Pilzen gibt es viele andere Pilze, die mit großem Erfolg zu therapeutischen Zwecken in der Mykotherapie (Lehre von der Heilung mit Pilzen) eingesetzt werden.

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