Die Erfinder: 3M und der Kreislauf der Innovationen

Die Geschichte von 3M als „Innovation Company“ wird wohl für immer mit einem Fehlschlag verbunden bleiben: Der passierte 1968 Dr. Spencer Silver, einem Chemiker bei 3M in den USA, der versucht hatte, einen besonders festen Klebstoff für Papier zu entwickeln. Nur, dass der so wenig klebte, dass man das Papier einfach wieder abziehen konnte.

Art Fry, einer seiner Kollegen, kam schließlich auf die Idee, des Sonntags mit den Testsamples dieses nicht klebrigen Klebstoffs die Lieder in seinem Gesangbuch zu markieren Eureka! Die Post Its waren geboren, jene Haftnotizen, die heute milliardenfach in Akten, Büchern und an Computermonitoren kleben. Aus einem ursprünglichen Projekt und dessen Ergebnis war etwas ganz Anderes, sehr Erfolgreiches geworden. Typisch für 3M. Wie man im youtube-Channel der Firma erfährt, versteht 3M den Prozess des Erfindes als Kettenreaktion, als einen Ablauf ohne Anfang und Ende, durch den ständig neue Ergebnisse entstehen.

Da wäre zum Beispiel ein neues Verfahren, mit dem Zahnärzte Kronen und Brücken fertigen, indem sie die Zähne des Patienten „scannen“ und mit einem speziellen Mischgerät den Kunststoff für die Prothese ansetzen und ausformen können. Ziemlich cool – aber 3M ist auch ganz groß in der Oberflächentechnologie für Automobile. Ein bisschen Kreativität, eine Prise Begeisterung – und schon findet sich das Pentamix-Mischgerät des Dentisten in der nächsten Karosserie-Werkstatt wieder, wo es Lackschäden und Beulen auszubessern gilt. Folien, die Verkehrsschilder besser sichtbar und unempfindlich gegen Schmutz machen, führen zu neuen Beschichtungen für Handydisplays, und von da ist es nur ein kleiner Schritt zu Blickschutzfolien, die zum Beispiel verhindert hätten, dass Bundesfinanzminister Schäuble während einer Krisensitzung der EU beim Sudoku-Spielen ertappt wurde.
Ein Kreislauf der Innovationen, der manchmal schon ein bisschen schwindelig machen kann, wenn man ihn auf der Website von 3M oder dem Erfinderportal der Firma verfolgt. Denn wenn man sich vor Augen führt, dass 3M bis heute rund 25 000 Patente angemeldet hat, dass 7000 Forscher für das Unternehmen, na klar, forschen und dass laut dem Unternehmensfilm der Company in jeder Minute eine neue Idee geboren wird, wirkt das schon ein bisschen überwältigend.

Schließlich investiert 3M jedes Jahr über eine Milliarde Dollar in die Suche nach neuen Ideen. Kommt hinzu dass es eigentlich keinen Bereich unseres Lebens gibt, in dem nicht irgendwie ein bisschen 3M steckt, vom Haushalt, über das Büro bis zu Straße, Luftfahrt, Medizin, Werkstatt… überall macht 3M unser Leben ein bisschen besser und ein bisschen leichter.

Einfach mal dran denken, wenn man das nächste Mal ein Post-It auf den Monitor klebt!

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