Das Gehirn steuert unser Essverhalten

Forscher in Wien und Lissabon haben nun bewiesen, dass unser Gehirn ganz genau das Essverhalten reguliert und ganz genau darüber Bescheid weiß, welche Nährstoffe dem Körper momentan fehlen.

Die Versuche wurden an Fliegen gemacht, denen bestimmte Nährstoffe entzogen wurden bzw. viele von ihnen gegeben wurden. Waren sie ausreichend mit Proteinen versorgt, mieden sie so lange proteinreiche Nahrung, bis ihr Gehirn ihnen sagte, dass sie wieder Proteine benötigten. Gewöhnt man die Insekten allerdings zu sehr an eine bestimmte Kost, essen sie am Ende nur noch diese. Weibchen ließen sich hierbei schneller von bestimmten Gelüsten leiten als Männchen, vor allem befruchtete Weibchen.

Die Forscher glauben nun dieses Verhalten auch auf den Menschen übertragen zu können. Was bedeutet dies nun also für unser Essverhalten? Eigentlich das, was Experten schon seit langem predigen. Auf seinen Körper hören und sich ausgewogen und vielseitig ernähren. Durch einseitige Ernährung wird anscheinend die Essenssteuerung unseres Gehirns durcheinander gebracht und dann kommt es eben zu Übergewicht und Co.

Die Forscher gehen nun natürlich noch einen Schritt weiter und erhoffen sich von ihren Erkenntnissen irgendwann in die Steuerung des Gehirns eingreifen zu können. Bei den Fliegen kennen sie immerhin schon die Moleküle und Neuronen, die für die Steuerung verantwortlich sind.

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