Krankenkassen unterstützen bei Diät: Ernährungsberatung mit Zuschüssen

Die Auswirkungen von Übergewicht und ungesunder Ernährung führen in den letzten Jahren zu immer höheren Ausgaben der Krankenkassen. Ein Umstand, der viele Krankenversicherer immer mehr zum Umdenken hinsichtlich der Förderung entsprechender präventiver Maßnahmen, wie Diät- und Ernährungsberatungen führt. Denn gesunde Versicherte kosten die Krankenkassen deutlich weniger als kranke Versicherungsnehmer.

Gemäß dem Fünften Sozialgesetzbuch haben Krankenkassen die Möglichkeit gesundheitsfördernde und primärpräventive Maßnahmen für ihre Versicherten finanziell zu unterstützen und zu fördern. Die Höhe und Form der Unterstützung variiert unter den verschiedenen Krankenversicherungen. Gefördert werden Maßnahmen in den Bereichen:
– Sport, Bewegung, körperliche Fitness
– Entspannung präventive und therapeutische Maßnahmen gegen Suchtmittelkonsum (z.B. Nichtraucher-Kurse)
– Diät- und Ernährungsberatung mit dem Ziel der Gewichtsreduktion

Nachfragen bei den Krankenkassen kann sich lohnen
Ob Volkshochschulkurs, Fitness-Studio-Angebote oder Ernährungsberatung – zahlreiche gesundheitsfördernde Maßnahmen können von den Krankenkassen gefördert werden. Um die Höhe einer möglichen Kostenbeteiligung seitens der Krankenkassen in Erfahrung zu bringen, ist es notwendig, dass sich die Versicherten selbst individuell bei ihrer Krankenversicherung beraten lassen.

Kostenübernahmen bis zu 80 Prozent in der Diät- und Ernährungsberatung, teilweise kostenfreie mitgliedsbezogene Kurse und Veranstaltungen werden sowohl von den privaten als auch den gesetzlichen Krankenkassen je nach Tarifen und finanzieller Lage der Versicherer angeboten. Weitere Informationen zu den Leistungen und Tarife der gesetzlichen und privaten Krankenversicherungen finden man unter www.krankenversicherung-vergleich.de

Diät- und Ernährungsberatung mit Förderung
Für die Inanspruchnahme einer Diät- und Ernährungsberatung können Zuschüsse für folgende Bereiche bei den Krankenkassen erfragt werden:

Diät- und Ernährungsberatungskurse (förderbar laut § 20 Absatz 1, Fünftes Sozialgesetzbuch: präventive und gesundheitsfördernde Maßnahmen)
Einzelberatungen und -therapien im Bereich Diät- und Ernährungsberatung (förderbar laut § 43 Absatz 2, Fünftes Sozialgesetzbuch: Ernährungstherapien).

Die Kostenbeteiligung für eine Diät- und Ernährungsberatung seitens privater Krankenkassen gestaltet sich im Gegensatz zu den gesetzlichen Krankenversicherungen oft schwierig, sofern diese nicht im Service- und Tarifangebot eingeschlossen ist. Die gesetzlichen Krankenkassen übernehmen bis zu 80 Prozent der Kurs- und Einzelberatungskosten. Dafür wird teilweise eine sogenannte Notwendigkeitsbescheinigung von einem Arzt verlangt. Diese verdeutlicht den Krankenkassen, dass die Notwendigkeit einer Diät- und Ernährungsberatung beim jeweiligen Antragsteller gegeben ist.

Es ist jedoch zu beachten, dass die Kostenbeteiligung der Krankenkassen an Kursen und Einzelterminen für eine Diät- und Ernährungsberatung zumeist nachträglich in einem sogenannten Erstattungsverfahren erfolgt. Das heißt, dass die Bezahlung der entsprechenden Leistungen erst einmal über den Versicherten in kompletter Höhe erfolgt. Nach Einreichung der entsprechenden Rechnung bei der Krankenkasse wird die Höhe der Förderung je nach Bewilligung zurückerstattet.

Bonus-Systeme nutzen
Über die Förderung gemäß dem Sozialgesetzbuch hinaus bieten viele Krankenkassen in „Bonus-Systemen“ (z.B. Das Angebot vom DTB ) ebenfalls kostenfreie oder -günstige Diät- und Ernährungsberatung sowie andere gesundheitspräventive Maßnahmen an. Ebenfalls übernehmen viele Krankenkassen bei krankheitsbedingten Übergewicht auch zusätzliche Diät-Kosten. Eine umfassende Information und persönliche Beratung bei der eigenen Krankenkasse ist demnach bei dem Vorhaben einer nachhaltigen und gesunden Gewichtsreduktion unbedingt zu empfehlen.

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