Studie: Radikale Diäten haben Selbstkannibalismus des Gehirns zur Folge

Das Wort Selbstkannibalismus klingt erst einmal ganz schön brutal, doch Experten bezeichnen damit den Vorgang, wenn Zellen beginnen Teile von sich selbst zu verdauen, beispielsweise in langen Hungerphasen Der Fachbegriff dafür lautet Autophagie und findet beispielsweise beim Muskelabbau bei einer radikalen Diät ohne Sport statt. Bisher nahm man an, dass Autophagie beim Gehirn nicht zutreffen kann. Doch eine aktuelle Studie widerlegt dies nun.

In der Versuchsreihe wurde Mäusen 12 Stunden lang nichts zu essen gegeben. Dabei zeigte sich, dass schon nach dieser Zeitspanne Hirnzellen im Hypothalamus anfangen sich selbst zu verdauen. So wird dem Körper zum einen signalisiert, dass er wieder etwas essen soll um zu überleben, zum anderen wird so die Energie geliefert, die bei langem Hunger der Körper benötigt.

Die Forscher gehen nun davon aus, dass das menschliche Gehirn ähnlich wie bei den Mäusen reagiert. Wurde die Autophagie bei den Mäusen durch einen Hemmstoff blockiert, hatten die Mäuse kaum Hunger und nahmen stark ab. Die Wissenschaftler erhoffen sich mit diesen Erkenntnissen nun die Entwicklung von neuen Methoden zur Bekämpfung von krankhaftem Übergewicht.

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