Binge-Eating: Störung häufiger als Magersucht

cc by flickr/ Suedehead

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Unsere heutige Überflussgesellschaft hat einige sogenannte Zivilisationskrankheiten mit sich gebracht, bei denen es um ein gestörtes Verhältnis im Umgang mit Essen geht. Die häufigsten Beispiele, die dabei in den Medien angeführt werden, sind sicherlich Magersucht oder Bulimie. Eine Form von Essstörung kommt jedoch häufiger vor, wird jedoch seltener thematisiert: das sogenannte Binge-Eating.

Dabei geht es darum, dass Menschen immer wieder unkontrolliert große Mengen an Essen in sich hineinschaufeln, dies meist bis es zu einem schmerzhaften Völlegefühl im Magen kommt. Dies steht in den meisten Fällen in direktem Zusammenhang mit einer Depression, wobei sich die Forscher noch nicht sicher sind, was was bedingt.

Schlafstörungen und Kontaktprobleme mit der Umwelt können weitere Anzeichen sein. Zudem führt das damit einhergehende starke Übergewicht zu neuen Problemen wie Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder Diabetes. Oft sind die Ursachen in Dingen wie Missbrauch in der Kindheit, starkem Übergewicht als Kind, einem negativen Selbstbild oder familiären Problemen zu suchen. Die Betroffenen essen oft um negative Gefühle wie Wut, Trauer, Angst oder Stress zu kompensieren. Ein Teufelskreis, aus dem man nur schwer ausbrechen kann, denn das Übergewicht und die Anfälle führen zu einem schlechten Gewissen und geben den Betroffenen meist noch mehr das Gefühl, es nicht wert zu sein, geliebt zu werden.

Wer meint an Binge-Eating zu leiden oder jemanden in seinem Bekanntenkreis hat, auf den das zutreffen könnte, der sollte sich unbedingt professionelle Hilfe suchen. Es gibt inzwischen Therapien und Selbsthilfegruppen, die auf das Thema spezialisiert sind. Laut Experten leiden übrigens Männer daran genauso wie Frauen.

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