Placebo-Effekt beim Essen

cc by wikimedia/ Fredrik

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Die meisten Menschen haben bereits bewusst oder unbewusst festgestellt, dass unserer Gehirn bzw. unsere Wahrnehmung auch beim Essen eine große Rolle spielen kann. Hat man großen Hunger, so fühlt man sich bereits nach dem ersten Bissen besser, obwohl die Nahrung, die Nährstoffe etc. noch gar nicht richtig angekommen sein können. Zudem kann man sich leicht durch optische oder olfaktorische Eindrücke selbst austricksen.

Forscher der englischen Universität Bristol haben nun bewiesen, dass der sogenannte Placebo-Effekt beim Essen wirkt. Hungrigen Freiwilligen wurden Suppen-Portionen gezeigt. Die einen bekamen 300 ml zu sehen, die anderen 500 ml. Nun wurden diese beiden Gruppen ohne ihr Wissen, noch einmal aufgeteilt: Die ersten beiden Gruppen bekamen die Menge an Suppe zu essen, die sie wirklich gesehen hatten, bei den anderen beiden wurde durch eine Apparatur heimlich der Teller auf 500 ml aufgefüllt oder auf 300 ml verkleinert.

Direkt nach dem Essen war alles normal. Diejenigen, die weniger gegessen hatten, fühlten sich auch weniger satt als die, die mehr Suppe verputzt hatten. Der erstaunliche Effekt setzte erst nach gut zwei Stunden ein: Das Hungergefühl richtete sich nun nach der Menge, die sie gesehen und nicht verspeist hatten! Das bedeutet, dass diejenigen, die dachten, sie hätten 500 ml Suppe gegessen, aber in Wirklichkeit nur 300 ml zu sich genommen hatten, sich weniger hungrig fühlten. Unser Gedächtnis und unsere Wahrnehmung beeinflusst also deutlich unser Essverhalten.

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