Statt Doping für die Haare: Alpecin engagiert sich beim Radsport

Die Shampoo-Marke Alpecin hat angekündigt, ab der Saison 2015 als neuer Titelsponsor des Profiradsportteams Giant-Shimano in den Radsport einzusteigen. Grundsätzlich kann man sich darüber im Radsport sicherlich freuen, denn nach den Doping-Skandalen der letzten Jahre, hatte ja auch die ARD auf die Live-Übertragung der Tour de France verzichtet und so wurde es für die Teams sicherlich nicht leichter mit der Sponsorensuche.

Sorge bereitet vielen Radsportfans allerdings der bisherige Werbespruch des Unternehmens Alpecin. Denn wir alle kennen den Spruch „Alpecin – Doping für die Haare“. Das nun ausgerechnet ein Unternehmen, daß mit dem sündigen Wort Doping wirbt, in die von Dopingskandalen gebeutelte Radsportelite einsteigt, ist aus kommunikativer sicht zumindest für den Radsport bedenklich. Sprecher des Unternehmens Alpecin haben zwar angekündigt, den Slogan nicht im Rahmen der Radsportkommunikation einzusetzen, doch was bringt es, wenn auf den Nicht-Radsportkanälen der bekannte Alpecin-Spot läuft, während beim Radsport dann meinetwegen nur die Alpecin-Logos zu sehen sind.

So lammfromm wie man sich auch bei Alpecin gibt, so verlockend ist doch die zusätzliche mediale Aufmerksamkeit, die man durch dieses selbst errichtete, kommunikative Pulverfass zu nutze machen kann. Wie die Beispiele aus anderen Branchen zeigen, hat langfristig ein kleiner Shitstorm kaum einem Unternehmen geschadet, sondern eher zur Markenbekanntheit beigetragen. Allein dieser Beitrag bei uns wäre ja vielleicht nicht entstanden, wenn die Brisanz des Doping nicht wäre.

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