Getestet: Erfahrungen mit RaidLight Wintertrail Shirt, Tight und Trail Raider Jacke

Als Läufer kann man mit dem Wetter in dieser Saison eigentlich gar nicht zufriedener sein. Es ist extrem trocken für die Jahreszeit und regnet also kaum und auch die Temperaturen sind überaus mild. Doch seit der letzten Woche haben wir morgens doch schon recht niedrige Temperaturen, so daß der innere Schweinehund lauter wird und verhindern will. Montag morgen, Dunkelheit, 4 Grad Außentemperatur, da ringt man schon mit sich, aber auch an die Kleidung werden besondere Anforderungen gestellt.

Ich habe mir daher zum Saisonwechsel verschiedene Winteroutfits besorgt, die ich Euch genauer vorstellen will. Auf der Outdoormesse in Friedrichshafen bin ich über den französischen Hersteller RaidLight gestolpert, der vor allem mit den Trail Dual Finger Laufschuhen meine Aufmerksamkeit erregt hatte und der im Übrigen auch viele andere erstklassige Läuferprodukte, wie ultraleichte Regenjacken oder Trinkrucksäcke im Programm hat.

Für das Thema Laufen im Winter und Winterlaufbekleidung habe ich mir gleich eine komplette Ausstattung von RaidLight besorgt und war wie gesagt am Montag morgen dem Sonnenaufgang entgegen damit unterwegs. Besonders wegen des tollen Designs hatte ich mich für die Kombination aus dem RaidLight Wintertrail Shirt und der Wintertrail Tight entschieden. Dazu gibt es dann noch eine passende Wintertrail Mütze und wenn es richtig kalt wird, kann ich mit der Trail Raider Jacke noch eine extra Lage addieren.

Für die jetzigen Temperaturen (von 4 Grad) habe ich aber nur die Tight mit ein paar Smartwool Laufsocken kombiniert und oben ein kurzärmeliges Laufshirt und darüber das Wintertrail Shirt – denn so ganz hatte ich noch nicht das Vertrauen, oben nur mit einer Lage bekleidet loszulaufen. Mütze auf den Kopf, Schuhe ran und auf ging es.

Sowohl das Shirt als auch die Hose sind aus bemerkbar dickerem Material als andere Laufhosen und Laufshirts. Ich schätze sogar doppelt so dick wie normale Lauftights und im Vergleich zu einem Under Armour Cold Gear Winterlaufshirt ist das RaidLight Shirt bestimmt auch noch einmal 30% dicker. Die Lauftight hat eine Fleece-Innenseite und ist auch extra verstärkt an den Schienbeinen. Die Sachen haben einen angenehm körperbetonten Schnitt, so daß alles perfekt sitzt und keine Luft eindringen kann, aber der Schnitt ist auch nicht auf Kompression ausgelegt.

Beim vor die Tür gehen hatte ich schon ein mulmiges Gefühl, am Oberkörper mit nur einem dünnen Sommerlaufshirt und dem Raidlight Wintertrail Shirt bekleidet rauszugehen. An den Beinen ist es ja meist nicht so kritisch und ich sehe auch immer noch viele Läufer, die mit kurzen Hosen unterwegs sind. Aber die Tight fühlte sich auch sofort warm an und so hatte ich keine Bedenken. Wie vermutet, dauerte es etwa die ersten zwei Kilometer, bis ich auf Betriebstemperatur gekommen war und die Sachen mich angenehm wärmten. Bei der Halbzeit meiner 10 Kilometer-Runde war mir dann wirklich wohlig warm, so daß es weder wärmer hätte sein sollen und ich aber auch nicht das Gefühl hatte, ich müsste jetzt etwas ausziehen oder einen Reißverschluss öffnen.

Nach 5 Kilometern mache ich immer ein paar Übungen, zur Mobilisierung, Dehnung und Entspannung und merkte während den Übungen merklich, wie es dann auch wieder kühler wurde. Das Wintertrail Shirt ist also sehr atmungsaktiv, so daß man während des Laufens nicht überhitzt und auch nicht merkbar schwitzt und die Sachen trocken bleiben. Sobald man aber stehen bleibt, wird die Wärme nur bedingt gespeichert und man kühlt langsam aus. Für mich ist das ziemlich ideal, da man die ganze Zeit mit einem Bekleidungssystem unterwegs sein kann, daß optimal unterstützt. Anziehen, ausziehen, umziehen, aufmmachen, zumachen, überziehen, unterziehen, wegpacken, rausholen etc. – alles nicht nötig und alles Dinge, die mich nerven, wenn ich einfach nur Laufen will. Wer allerdings vorhat, eine längere Pause von 15 Minuten aufwärts zu machen, könnte doch ein wenig auskühlen oder muss darauf achten, die Pause aktiv zu gestalten, damit es weiter wärmt.

Neben den Eigenschaften während des Laufens, bin ich ziemlich begeistert vom Design und den Details des RaidLight Wintertrail Laufoutfits. Einerseits mag ich die Silikonaufdrucke sehr und diese steigern auch die Sichtbarkeit bei schlechten Lichtverhältnissen, zum anderen sind die es die vielen extra Features, an denen man sieht, daß es sich um echtes Profimaterial handelt. Das Shirt hat das Glove Inside System, also bereits eingearbeitete, fingerlose Handschuhe mit Daumenschlaufen, die oben mit Fleece so abgesetzt sind, daß sich auf dem Handrücken eine kleine Tasche befindet, in die man dann bei Frost diese Wärmekissen stecken könnte oder Gels bei längeren Läufen oder bei mir war es praktisch für das Taschentuch, daß man so super bequem jederzeit zur Hand hat, wenn die Nase mal wieder läuft.

Die zwei Seitentaschen, die sowohl in der Hose als auch im Shirt eingearbeitet sind, sind ebenfalls genial einfach und viel komfortabler als die Taschensysteme am Rücken der Hosen oder Seitentaschen an den Shirts. Das Shirt und die Jacke verfügen außerdem über das TubeClip-System, also einen Clip, in den man den Trinkschlauch einklemmen kann und so jederzeit bequem trinken kann.

Wegen der warmen Temperaturen habe ich die RaidLight Trail Raider Jacke noch nicht ausprobiert, bin aber nach den extrem positiven Erfahrungen mit dem Wintertrail Shirt und der Wintertrail Tight schon sehr gespannt. Auch wenn das Set aus Wintertrail Shirt, Tight und Mütze knapp 185€ kostet, kann ich dafür nur beide Daumen nach oben geben. Es handelt sich um extrem hochwertiges Material mit perfekter Verarbeitung, vielen intelligenten, nützlichen Details und ist daher jeden Cent wert.

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