Das InterLock – Ein Fahrradschloss im Sattel

Ich habe auf der ISPO ja einige Neuheiten entdeckt, die ich Euch nun scheibchenweise vorstellen möchte. Eine ziemlich coole Erfindung ist das InterLock. Das InterLock ist eine völlig neuartige Variante eines Fahrradschlosses, es ist nämlich fest mit Fahrrad verbaut und versteckt sich im Rahmen unterhalb des Sattels. Deshalb bewirbt es der Hersteller auch mit dem Slogan „The InterLock™ is the biggest bike lock innovation since hiding your bike in a bush.“ – Das InterLock ist die größte Fahrradschlossinnovation seitdem Du Dein Fahrrad im Gebüsch versteckt hast.

Das Prinzip von InterLock
Wie bei allen genialen Ideen ist das Prinzip des InterLock genauso einleuchtend wie einfach. Man entfernt den Sattel mit der beweglichen Sattelstange und schraubt den eigenen Sattel ab. Dann befestigt man den Fahrradsattel am InterLock, welches die alte Sattelstange ersetzt. Nun wird das InterLock samt Sattel wieder in den Rahmen geschoben und befestigt. Fertig. Und schon hat man sein sicheres Fahrradschloss immer und überall dabei.

Für Gegenden mit besonders hohem Risiko des Fahrraddiebstahls kann das InterLock auch mit anderen Schlössern kombiniert werden. So kann mit dem InterLock beispielsweise der Hinterreifen gesichert werden, während am Vorderreifen ein Bügelschloss für zusätzliche Sicherheit sorgt.

Die technischen Daten des InterLock
Die in der Sattelstange verborgenen Kabel haben eine Länge von 90 cm. Das Produkt selbst wiegt 620 Gramm (InterLock und Ersatzsattelstange). Die Sattelstange besteht aus Aluminium (3D Forged, 6061). Das Produkt ist in drei Durchmessern erhältlich: 25,4 mm, 27,2 mm und 31,6 mm.

Die Geschichte zu InterLock
Die Idee für dieses Konzept kam, wie so oft bei innovativen Produkten, aus der Praxis. Dem Erfinder, dem Designer Adrian Solgaard, wurde während eines Friseurbesuchs in Vancouver im Jahr 2012 das Fahrrad gestohlen. Da er kurz darauf einen Langstreckenflug nach Europa antrat, hatte er genügend Zeit, um über sein verlorenes Zweirad zu trauern und später zum Nachdenken, wie er es möglich machen konnte, immer und überall ein Fahrradschloss bei sich zu haben. Nach einer Weile – und mit viel Versuch und Irrtum – fand er die Lösung. Die Sattelstange ist ein Teil, das jedes Fahrrad gemein hat. Und sie ist groß genug, dass darin ein Schloss untergebracht werden kann.

Anfang 2013 wurde das Projekt auf der Crowdfundingplattform Kickstarter ausgeschrieben und die benötigten 1.112 Erstbesteller fanden sich. Seitdem ist das InterLock erhältlich.

Auszeichnungen
Das InterLock wurde auf der Taipei Cycle Show 2014 mit der Goldmedaille ausgezeichnet. Die von der iF Design initiierte Auszeichnung wird nur maximal fünf Mal unter allen Teilnehmern vergeben und auch auf der ISPO war InterLock unter den Finalisten für den ISPO Brand New Award.

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Kommentare
5 Antworten zu “Das InterLock – Ein Fahrradschloss im Sattel”
  1. Martin Feigenwinter sagt:

    Coole Idee! Das weisst du endlich wohin mit dem Schloss. Schön wäre noch etwas verchromtes, eloxiertes oder so

  2. Leon sagt:

    Diese art von Schloss gab es in den 70s/80s bereits. Eine Freundin hat ein altes Rad damit, also nicht ganz so ‚völlig neuartige Variante eines Fahrradschlosses‘ ;)

  3. Daniel sagt:

    Danke für das Feedback, Leon. Ich hatte das auf der ISPO zum ersten mal gesehen. Komisch, daß sich das dann in den 70ern nicht weiter verbreitet hat. Weisst Du, was für ein Hersteller das war?

  4. Leon sagt:

    Der Hersteller vom Schloss ist Trelock und das Rad ist ein Fongers Sprint aus den Niederlanden (1972 wurde Fongers dann von Batavus aufgekauft). Online kann ich leider das Schloss nicht einzeln finden nur an dem gleichen Rad:

    https://i0.wp.com/defytsdokter.nl/wp-content/uploads/2018/05/IMG_6924.jpg?zoom=1.25&fit=642%2C482&ssl=1

    Der Sattel scheint neu zu sein, die Sattelstütze ist aber die Originale und genauso wie bei der Freundin. Keine Ahnung wieso die aufgehört haben das herzustellen, vielleicht war der Draht vom schloss dann doch etwas zu dünn, um wirklich jemanden vom klauen abzuhalten.

  5. Daniel sagt:

    Hey, Danke für das neue Feedback. Das die Sicherheitsklasse nicht hoch genug war, kann natürlich sein. Andererseits finde ich es so nervig, wenn man beim Radfahren das Schloss immer lose dabei haben muss. Und die Halterungen am Rahmen finde ich auch nicht so praktisch. Wenn es im Rahmen versteckt ist, ist einfach smart. Mal sehen, wie sich die Technik weiterenwickelt. LG, Daniel

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