Erfahrungen mit dem New Balance Minimus Road 10

Der Runningschuh New Balance Minimus Road 10 ist ein waschechter Lightwight-Trainer und Wettkampfschuh und neben dem noch krasseren New Balance RC5000 einer meiner absoluten Lieblinge für den Wettkampf. Wie sein Name schon sagt, ist er sehr minimalistisch gearbeitet. Das Fliegengewicht dieses Road-Runners von sage und schreibe 184 Gramm führt fast dazu, zu vergessen, dass Du überhaupt einen Schuh trägst. Beim RC5000, den ich oft auf Rennen bis zu 10km auf Asphalt laufe, ist es bei 90 Gramm dann übrigens endgültig soweit mit der Schuh-Amnesie.

Eine sehr geringe Sprengung von nur 4 Millimetern und eine minimalistische Stabilisierung im Mittelfuß- und Fersenbereich ermöglicht das Leichtgewicht des Minimus Road, was aber auch bedeutet, dass Du dadurch einen besseren Bodenkontakt hast, mit einem wahren Barfußfeeling. Die geringe Sprengung wird außerdem durch die Leisten umgesetzt, die im Vorderfußbereich etwas breiter gearbeitet wurden, um dem Fuß mehr Komfort und Bewegungsraum zu bieten. Dadurch kann der Minimus Road auch der Kategorie Natural Running zugeordnet werden.

Off for a #run with the new #newbalance #minimus – just 10+2km today so perfect for minimal natural running shoe

Ein von Sports Insider (@sports_insider_magazin) gepostetes Foto am

Auffällig ist auch, dass die Einlegesohle weggelassen wurde, was zusätzlich zu dem geringen Gewicht beiträgt. Um dem Fuß einen besseren Halt zu ermöglichen und eine bessere Dämpfung zu gewährleisten, fügte New Balance eine dickere Zwischensohle ein, wodurch sich dieser Schuh für eine breitere Zielgruppe eignet. Diese neue Zwischensohle soll laut der Angabe des Herstellers mehr als 30 % weniger wiegen als sein Vorgänger.

Genial ist auch die Konstruktion des Obermaterials, die um einiges intelligenter ist, als bei den meisten anderen Laufschuhen. Während herkömmliche Schuhe ja normaler Weise auf dem Spann eine Lücke haben, deren zwei Seiten mit den Schnürsenkeln zusammengeschnürt werden und unter denen die Zunge liegt, ist beim Minimus die eine Seite des Schuhs so verlängert, daß sie gleichzeitig die Zunge bildet und unter die andere Seite rutscht. Kann man schwer erklären – muss man mal im Laden anprobieren.

Fakten des New Balance Minimus

  • sehr gutes, natürliches Laufverhalten
  • stabile alltagstaugliche Laufsohle
  • sehr gut gefühlter Trainingsreiz auf den Fuß
  • ermöglicht einen guten Triathlon Einstieg
  • hervorragendes Abroll- und Abdruckverhalten
  • ausreichende Dämpfung im Vorfußbereich
  • ausreichende Dämpfung im Rückfußbereich
  • hervorragendes Barfuß-Feeling
  • Vibram-Laufsohle mit perfektem Grip

 

Eignung des Minimus Road
Der New Balance Minimus Road eignet sich nicht für den typischen Freizeit- oder Hobbyläufer. Durch das Fehlen der stützenden Elemente nimmt der Laufschuh wenig Einfluss auf die Abrollbewegung. Zwar ist diese Leichbauweise mit dem Naturaleffekt sehr gut, um die Fußmuskeln zu trainieren, was sicherlich sehr zu empfehlen ist, jedoch eignet sich dieses nicht für tägliche, längere Läufe. Erfahrene Freizeitläufer, die schon mal gerne im Urlaub weitere Strecken barfuß am Strand absolvieren, können diesen Schuh sehr gut nutzen, um den Füßen etwas mehr Halt zu bieten.

Hervorragend geeignet ist das Minimus Modell von New Balance für ein Lauftechniktraining, für wettkampfnahe Intervall-Läufe und für kurze Wettkämpfe. Wenn du dich mit der entsprechenden Lauftechnik zu den professionellen Athleten zählst, Schnelligkeit deine Motivation ist und du deine Geschwindigkeit aufbauen möchtest, um einen erfolreichen Marathon oder gar Triathlon zu absolvieren, ist dieser Schuh richtig für dich. Eins ist sicher, mit dem New Balance Minimus Road 10 kannst du ordentlich Gas geben und deine persönliche Bestzeit unterbieten.

Ich bin den New Balance Minimus unter anderem beim Airport Run in Berlin über die Halbmarathondistanz gelaufen und habe das direkte Gefühl, den genialen Grip und das niedrige Gewicht einfach geliebt, aber der Asphalt der Startbahn auf dem Flughafen ist auch der ideale Partner für diesen Schuh. Aber auch über die Marathon-Distanz habe ich den Minimus schon geschickt und hatte auch dort keine Probleme, wobei ich mittlerweile auch wirklich einen gut trainierten Fuß habe. Gerade bei längeren Distanzen zählt am Ende jedes Gramm das unten am Bein hängt und wenn man sich überlegt, daß man über die Marathondistanz je nach Schrittfrequenz gerne mal so 15.000-20.000 Schritte macht, dann kann man sich vorstellen das es wirklich ein riesiger Unterschied ist, ob man 20.000 mal 300 Gramm hochhebt und wieder absenkt oder 200 Gramm.

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