Die Diäten und Ernährungstrends des Jahres 2015

Einmal im Jahr wertet Google alle Suchanfragen des Jahres für bestimmte Themengebiete aus und ermittelt so die Trends des Jahres. In meinen letzten Beiträgen habe ich Euch die beliebtesten Sportler des Jahres aber auch die Fitnesstrends und Workouts des Jahres 2015 vorgestellt – nun sind also die Ernährungstrends und Diäten dran.

Also ran an den Speck, oder doch lieber nicht?

1. 20/20 Diät
2. Carb Cycle Diet
3. Paleo Diet
4. GM Diet Plan
5. Military Diet Plan
6. Atkins Induction Diet
7. 7 Day Soup Diet
8. 500 Calorie Diet
9. Zero Carb Diet
10. Yes You Can Diet Plan

Die 20/20 Diät ist eine weitgehend zuckerfreie Diät, die von Lola Berry erfunden wurde und die viel auf frische Zutaten und Superfoods setzt. Das Geheimnis der Diät sind 20 Zutaten, die besondere Effekte auf den Körper haben und zum Beispiel die Fettverbrennung aktivieren. Auf diesen 20 Zutaten entstammt auch der Name der 20/20 Diät. Viele Rezepte zeigt sie direkt bei Youtube, es gibt aber auch ein schönes Kochbuch zu 20/20.

Die Carb Cycle Diät oder auch Carb Cycling ist eine Diätform, bei der das Level an Kohlenhydraten in drei Stufen eingetaktet und auf die jeweiligen Trainingsziele des Tages angepasst werden. So gibt es Tage mit einer extrem reduzierten Kohlehydratmenge, die idealer Weise mit einem Kaloriendefizit kombiniert werden, um Fett abzubauen – meist für Regenerationstage. An Tagen an denen man bestimmte Schwachstellen im Training angreifen will, führt man bewusst ein hohes Niveau an Kohlenhydraten zu, um diese extra Energie für ein besonders intensives Training nutzen zu können. Für andere Situationen ist dann auch ein moderates bzw. mittleres Kohlenhydratlevel angebracht, beispielsweise für moderate Trainingseinheiten. Ich habe ja im Sommer 2014 mein Marathontraining weitgehend auf Paleo absolviert, also quasi kohlenhydtratfrei und bin im letzten Sommer mit einer bewussten Kohlenhydratsteuerung besser zurecht gekommen, da man einfach intensiver trainieren kann und einen besseren Trainingseffekt hat, wenn der Körper zumindest moderat mit Kohlenhydraten versorgt wird.

Paleo ist ja inzwischen schon eine bekannte Ernährungsweise und auch ich werde im Rahmen von Kickstart 2016 wieder eine 30-Tage Paleo-Challenge absolvieren, bei der ich versuche weitgehend auf Kohlenhydrate zu verzichten, und viel Gemüse und nur unverarbeitete Lebensmittel zu essen.

Bei der GM Diät handelt es sich tatsächlich um einen Ernährungsplan, den die Firma General Motors für ihre Mitarbeiter entwickelt hat, damit sich diese gesünder ernähren. Es handelt sich dabei um ein 7 Tage Programm bei dem phasenweise nur bestimmte Lebensmittel verzehrt werden. Am ersten Tag gibt es nur Früchte, am zweiten Tag Früchte und Gemüse usw. bis man sich dann zu Reis hocharbeitet. Einen recht übersichtlichen Plan für die GM Diät findet Ihr hier.

Die Military Diät ist ein Diätplan, der angeblich für Leute entwickelt wurde, die bevor sie zum Armeedienst antreten müssen, noch schnell ein paar Kilos abwerfen müssen und so soll man angeblich innerhalb von drei Tagen mehrere Kilo abnehmen kann (bis zu 5kg pro Woche), aber insgesamt sieht mir der Ernährungsplan doch sehr amerikanisch aus. Ein Ernährungsplan auf dem Wiener Würstchen und Vanilleeis stehen, ist doch etwas speziell. Grundsätzlich wird aber viel auf sättigende Proteine gesetzt wie mit Eiern, Thunfisch oder Hüttenkäse und versucht ein Kalorienlimit von 1500 Kilokalorien einzuhalten. Wer es ausprobieren will, findet hier einen schön bebilderten Ernährungsplan für die Military Diet.

Atkins oder die Atkins Induction Diät ist ein absoluter Klassiker der Low-Carb und High-Protein Diäten, die aber wegen des häufigen und unlimitierten Konsums von auch verarbeiteten Produkten, Fleisch und Wurst in die Kritik geraten ist. Ich habe das auch vor Jahren einmal ausprobiert, zwar mit Erfolg, aber es muss eigentlich jedem klar sein, daß die „Iss soviel Kochschinken wie Du willst“- Mahlzeit nicht wirklich gesund ist. Für mich ist Atkins der ungesunde Vorläufer von Paleo. Wer eine Low-Carb Ernährung ausprobieren will, sollte daher lieber gleich mit der 30-Tage Paleo-Challenge starten und Atkins überspringen.

Zur sieben Tage Suppen Diät gibt es nicht viel zu sagen, denn solche Diätpläne findet Ihr im Januar und zur Bikini-Saison in allen Frauenzeitschriften. Die Zero Carb Diät, auch als No Carb Diät oder No-carbohydrate Diät bekannte Ernährungsweise, ist eine Mischung aus Atkins und Paleo und setz komplett auf die Vermeidung von Kohlenhydraten. Hilfreich für diese Diätform sind auch die Lebensmittellisten, die ihr im Netz findet.

Die 500 Kalorien Diät ist eine Diät, die eigentlich schon als Fasten bezeichnet werden kann und meiner Meinung nach genau deswegen Blödsinn ist. Wenn man seine tägliche Kalorienzufuhr auf nur 500 Kilokalorien reduziert, wird der Körper nach kurzer Zeit den Kalorienverbrauch anpassen und demzufolge weniger Kalorien verbrauchen. Der gewünschte Diäteffekt wird also nicht eintreten, außerdem ist mit einem fiesen Hungergefühl und Fressattacken zu rechnen. Daher würde ich dann lieber gleich ein komplettes Wasser- oder Saftfasten ansetzen, da dabei der Körper nach wenigen Tagen die Magensäureproduktion deutlich reduziert und damit auch das Hungergefühl verschwindet.

Die Yes You Can Diät ist eine speziell auf die Latino-Zielgruppe zugeschnittene Diät, die von Alejandro Chabán entwickelt wurde. Die Yes You Can Diät ist eine der Oldschool Diätvarianten, bei der man aus verschiedenen Sets mit Pulverchen zum Anrühren und Tabletten wählen kann, die dann Abrakadrabra alle Ernährungssünden verschwinden lassen. Sorry, aber wer immer noch glaubt, man muss nur ein paar Pillen schlucken und seine Fehlernährung zu korrigieren hat kein Mitleid verdient.

Was mich ein wenig wundert ist, daß im Ranking die Themen Veganismus und Vegetarismus komplett fehlen. Zumindest in meinem Freundes- und Bekanntenkreis ernähren sich extrem viele Leute vegan oder zumindest vegetarisch und angesichts des Erfolgs veganer Supermärkte wie dem Veganz, ist das wahrscheinlich darauf zurückzuführen, daß die Charts doch sehr von amerikanischen Suchabfragen dominiert werden.

Die einfachste Diätregel ist zwar nicht sexy und deshalb wollen es viele nicht wahrhaben, aber: Wenn man mehr Kalorien zu sich nimmt, als man verbrennt, nimmt man zu. Führt man weniger Kalorien zu als man verbrennt, nimmt man ab. Und dabei ist dem Körper grundsätzlich erstmal egal, ob man diese Kalorien mit 5 Esslöffeln Zucker oder 30 Reiskeksen zu sich nimmt – wenn man rein auf die Gewichtsveränderung schaut.

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