Warum rasieren sich Sportler die Beine oder den Körper?

Eine Frage, die sich immer mal wieder stellt: Warum rasieren sich Sportler eigentlich? Können sie dadurch besser werden? Welche Vorteile haben zum Beispiel rasierte Beine eines Radfahrers? Und stimmt es wirklich, dass Fußballer schneller rennen, wenn sie ihren Flaum entfernen?

Wir haben rasierklingenscharf recherchiert und beantworten diese Fragen bis auf die Haarwurzel.

Rasur im Radsport
Die meisten Radsportler schwingen die Klinge und sich danach auf das Rad. Gleich vorab: Wirklich schneller fahren sie mit rasierten Beinen nicht. Der Luftwiderstand wird durch glatte Beine zwar verringert – aber nur minimal und fällt dadurch kaum ins Gewicht.

Haare verkleben Wunden
An der Schnelligkeit kann es also nicht liegen. Der wohl wichtigste Grund, weshalb sich Radfahrer rasieren, ist die Unfallgefahr. Wer schon mal mit dem Rad gestürzt ist, der weiß, dass es zu ziemlich üblen Schürfwunden kommen kann. Damit sich die Haare nicht in der Wunde verfangen, dort verkleben und im Endeffekt zu möglichen Infektionen führen, beugen die Radfahrer mit der Beinrasur vor.

Vorteile bei der Reinigung und bei Massagen
Natürlich haben glatte Beine auch einen ästhetischen Grund. Die gestählten Muskeln kommen einfach besser zur Geltung, wenn sie nicht durch einen dichten Pelz verdeckt werden. Als weiteren Grund rasieren sich Radfahrer, damit die Haare bei einer Massage nicht unangenehm ziepen oder herausgerissen werden. Außerdem kommen die Beine bei einem Rennen beispielsweise in Kontakt mit Kettenöl und Insekten, die verfangen sich gerne in den Härchen. Rasierte Beine lassen sich also auch noch leichter reinigen.

Auch Fußballer rasieren sich, um weniger Schmerzen bei Massagen zu haben und wegen der Verletzungsgefahr. Vermutlich auch, weil muskulöse und rasierte Männerbeine als sexy gelten.

Schwimmer sind schneller ohne Haare
Bei den Schwimmsportlern sieht die ganze Sache mit der Körperbehaarung etwas anders aus. Sicherlich gibt es auch hier ästhetische Gründe. Trotzdem sind Schwimmer ohne Haare tatsächlich schneller.
Das hat die Ruhr-Universität Bochum in ihrer Studie „Der Einfluss von Ganzkörperrasur auf Leistung und Laktatverhalten im Schwimmsport“ belegt. 29 Sportler schwammen zunächst unrasiert und dann rasiert. Das Ergebnis: etwa 1,7 Sekunden schneller mit glattem Körper.

Die Studie hat allerdings auch gezeigt, dass diese Zeitersparnis nicht nur auf weniger Widerstand durch die Haare zurückzuführen ist. Die Haut, die durch die Rasur hypersensibel ist, sorgt bei den Schwimmern für ein besseres „Wassergefühl“. Deswegen rasieren sich die Schwimmsportler meist am Tag des Wettkampfes und am ganzen Körper. Durch die frische Rasur spüren sie das Wasser besser. Für ein vernünftiges Ergebnis sollte man aber auch hier in ordentliches Equipment investieren. Was zum Beispiel wenige wissen, ist daß es von Carrera eine super sportliche Rasurserie gibt, wobei man mit dem CARRERA №623 die Haare zunächst super herunterkürzen und dann Nass komplett entfernen kann – eine komplette Trockenrasur geht natürlich auch, aber das ist bekanntlich Geschmackssache.

Rasierte Sportler haben also auf jeden Fall einige Vorteile im jeweiligen Sport. Die Intimrasur hat jedoch eher ästhetische Gründe und wirkt sich, zumindest für sportliche Leistungen, nicht positiv aus.

Natürlich ist es auch im Triathlon-Sport durchaus üblich sich komplett zu rasieren, da auch beim Schwimmen in Neoprenanzügen das An- und Ausziehen leichter ist und die Gefahr reduziert wird, daß man sich schmerzhaft kleine Häärchen im Reißverschluss einklemmt oder beim Ausziehen ausreisst. Und beim Radfahren und Laufen kommt wieder das Thema der Stürze und Massagen ins Spiel.

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Kommentare
4 Antworten zu “Warum rasieren sich Sportler die Beine oder den Körper?”
  1. Luki sagt:

    Okay das mit dem Schwimmer wusste ich noch nicht:-D

    Aber wo sind denn die Quellen zu den Angaben, ich kann mir nicht vorstellen das es wirklich irgendeinen erweisbaren Vorteil in irgendeiner Sportart hat wenn man sich die Körperhaare wegrasiert.

    Liebe Grüße

  2. Daniel sagt:

    Hi Luki,

    eine Studie gibt es zum Beispiel hier von der Indiana University: http://www.indiana.edu/~ccss/research/shaving-down.php

    Beste Grüße,
    Daniel

  3. Mexx sagt:

    Hallihallo,

    das mit dem Schwimmer ist schon interessant 1,7 sec (wow)!
    Ich schwimme auch sehr oft und werde es demnächst ausprobieren. Danke für die interessanten Infos

    LG
    Mexx

  4. Daniel sagt:

    Hi Mexx, viel Erfolg für den Test!

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