Templin Triathlon im Ahorn Seehotel in Brandenburg

Lange hatte ich ja gezögert bis ich mich dann Anfang diesen Jahres bei meiner Wettkampfplanung endlich daran gewagt habe, den ersten Triathlon auf meinen Laufkalender zu setzen. Am 6. Juni war es dann soweit und ich bin sehr zufrieden beim Berlin Triathlon gestartet und auch in einer ganz passablen Zeit angekommen. Schnell war klar, was einige von Euch dann auch kommentiert haben – Erfolgreich trifiziert – ja so kann man wohl sagen! Denn als Arthur Hein, den ich noch aus Zeiten meines Abiturs kenne, mich kurz danach dezent darauf hinwies, daß er mich noch nicht auf der Starterliste entdeckt des Templin Triathlon entdeckt hätte war klar – was einmal geht, geht auch nochmal und beim Brandenburger Triathlon war ja auch nur ein Volkstriathlon zu meistern und nicht die olympische Distanz.

Da beim Ahorn Seehotel Templin Triathlon erst um 15.00 Uhr gestartet wird, habe ich morgens noch pflichtbewusst mein Intervalltraining mit gotorun erledigt. Danach wurde die Tasche gepackt und das Rad in den Kombi gepackt und ab nach Templin. Von Potsdam ist es doch eine ganz schöne Reise, aber immerhin konnte sich mein ordentlich vorgeglühter Laufapparat beim Fahren etwas entspannen.

Die Parksituation beim Templin Triathlon war auch recht ordentlich, so daß ich zügig nach der Ankunft auch mein Rad und meine Sporttasche auf der Straße hatte und mich auf zur Startnummernausgabe machte, die auch superschnell erledigt war. Mit Startnummer und dem kleinen Startergeschenk von Stadler gewappnet ging es dann zum einchecken, wo die Helfer doch ein wenig uneins waren, wie man denn nun vorgehen sollte, so daß es doch mehr als 20 Minuten dauerte, bis ich dann ordentlich beklebt und beschriftet in die Wechselzone am Seeufer durfte.

ahorn-seehotel-templin-triathlon-wechselzone-strand

Die Wechselzone war auf einer Rasenfläche direkt am Seeufer des Lübbesees eingerichtet und ordentlich geräumig, so daß man sich wirklich gut einrichten konnte, ohne sich in die Quere zu kommen. Und gerade hier fallen zwei große Unterschiede zum Berlin-Triathlon auf. Natürlich ist es toll in Berlin um die Insel der Jugend zu schwimmen und näher am Publikum zu sein, aber man ist eben doch mitten in der Stadt und das Leben pulsiert um einen herum einfach weiter. In Templin ist man direkt in der Natur und startet schon zum schwimmen an einem breiten Sandstrand, in dem man einfach ins Wasser hineinsprintet und die Radstrecke führt durch alles was Brandenburgs Natur bieten hat – blühende Blumen am Straßenrand, üppige, saftige Felder, kühlenden Wald und perfekt asphaltierte Landstraßen. Auch der Lauf, der durch den Wald und direkt am Wasser zurück zum Ziel führt ist Natur total.

Das Teilnehmerfeld scheint mir in Templin auch noch familiärer und professioneller zu sein, als beim Berlin Triathlon. Natürlich ist der Templin Triathlon mit der dritten Ausgabe und knapp 300 Teilnehmern eine Nummer kleiner, als der in Berlin – aber es scheint jeder Jeden zu kennen und Neulinge wie ich werden auch herzlich aufgenommen und unterstützt. An dieser Stelle auch noch einmal einen großen Dank an Veiko Winkler und den Fahrradservice Winkler, der mir meine Sitzposition endlich einmal von “Ente” auf normal umgestellt hat. Vielleicht liegt das entspannte Gesamtambiente an der Natur oder daran, daß man in Brandenburg einfach eine Spur ruhiger tickt oder eben auch weil die ganze Familie Hein an der Organisation beteiligt ist und dieses familiäre Flair auf den Event überträgt.

Die Wechselzone machte mir dann aber doch ein wenig Sorgen, denn die Teilnehmer hatten dort eine Auswahl an Traumrädern zusammengetragen, wie ich sie bei einem solchen, kleineren Event nicht erwartet hatte. Carbon, Scheibenräder soweit das Auge reichte und viele der Radkandidaten die ich auch auf dem Schirm habe, falls ich mit dem Triathlon etwas ernsthafter durchstarte.

Mit einer leichten Verspätung und nach einer ordentlichen Einweisung ging es dann per Sprint über den Strand ins flache Wasser und über 750m im Dreieckskurz durch den Lübbesee. Wie schon in Berlin, liess ich es ruhig angehen da ich keine Lust auf menschliche SUVs habe, die alles plattwalzen was im Weg schwimmt. Und auch wie in Berlin holte ich mit meiner scheinbar ganz korrekten, gleichmäßigen Brusttechnik viele Krawallstarter im Laufe der Distanz ein oder zog daran vorbei und war nach 16:52min wieder im Trockenen.

Beim Wechsel auf das Rad habe ich leider ziemlich viel Zeit verloren, weil ich meinen linken Schuh nicht vernünftig geschlossen bekam. Auf der Radstrecke wurde ich dann konstant überholt – die Räder in der Wechselzone hatten das ja schon angekündigt und mein vom Morgentraining angeschossener Oberschenkel wollte auch nicht mehr so ganz mitgehen – Radtraining muss also in der nächsten Saison noch mehr in mein Programm. Ich war also ziemlich glücklich als ich die Radstrecke nach 43:51min geschafft hatte und endlich laufen durfte.

Obwohl ich das ja aus Berlin schon kannte, wollte mein Geschwindigkeitsgefühl mit in einer 4:30er Pace lostraben lassen, aber trotz festen Beinen konnte ich mich dann bei etwa 5er-Schnitt einpegeln und schrammte nach 29:04min Laufzeit mit insgesamt 1:29:47h noch gerade so an der 90min-Grenze vorbei und konnte diese Zeit gegen eine Urkunde als 21. in meiner Altersklasse eintauschen.

Finisher-Medaille-Templin-Triathlon

Das Schönste nach dem Zieleinlauf war aber der Strand und der Lübbesee. Nach der Schinderei einfach zur Abkühlung in den See zu steigen und sich zu erfrischen und ein wenig treiben zu lassen – wirklich ein tolles Gefühl. Durch den Strand und die ideale Infrastruktur des Ahorn Seehotels, eignet sich der Templin Triathlon übrigens wunderbar als Familienevent, da die Kids entweder auf den Kinderdistanzen starten können oder man als Familie einfach einen schönen Tag am Strand verbringen kann und Abends gemeinsam bei der Barbecue-Party den sportlich-erholsamen Tag abrunden kann.

Auch wenn die Anreise für mich ziemlich weit ist, bin ich Arthur für den Anstupser dankbar, der mich zum finishen meines zweiten Triathlons motiviert hat. Im nächsten Jahr packe ich dann meine Familie mit ein und übe noch ein wenig Radfahren.

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