Salming Race 3 im Test: Erfahrungen mit dem R21 Rennschuh

Yiehaa! Das war ein guter Morgen als die Mitteilung bei Facebook aufploppte, daß ich den neuen Salming R3 Rennschuh im Gewinnspiel gewonnen hatte. Denn bisher hatte ich noch keine Erfahrungen mit Salming gemacht und war mächtig gespannt, was die Schweden so können. Salming ist ja eine Marke, die nicht aus irgendwelchen Marketinghirnen und Marktforschung entstanden ist, sondern auf den Schweden und NHL-Star, Börje Salming zurückgeht, der sich nach dem Ende seiner Profikarriere dem Aufbau der Sportmarke widmete und hier das Motto „No Nonsense“ knallhart durchzieht. Mehr Sympathiepunkte kann man im Vorfeld also kaum einsammeln und so freute ich mich, daß ich in meiner Vorbereitung für den Berlin-Marathon beim Intervalltraining und den schnelleren Läufen die schwedischen Raketenschuhe ausprobieren konnte.

Beim Salming Race 3 handelt es sich um einen Rennschuh, der mit geringer Sprengung und Dämpfung, kombiniert mit einem geringen Gewicht, vor allem für erfahrene Läufer und schnelle kurze Distanzen konzipiert ist. Daher mag sich für Neulinge die geringe Dämpung und die Sprengung von nur 5mm ein wenig hart anfühlen, aber für mich ist es genau dieses leicht „brettige“ Gefühl, daß einen schnellen, direkten Rennschuh ausmacht.

Doch fangen wir beim Obermaterial an. Dieses ist aus atmungsaktivem Mesh-Gewebe gefertigt, wie eigentlich heute bei den meisten Laufschuhen üblich. Dazu sind beim Salming Race 3 aber noch Waben zur zuätzlichen Stabilisierung eingearbeitet und breitere Bänder, das Exo-Skeleton, daß sowohl die Seiten im Mittelfußbereich stabilisieren, aber auch im Vorderfuß die Bereiche des kleinen und großen Zehs. Die Fersenkappe ist zusätzlich mit einer Platikkonstruktion auf dem Obermaterial verstärkt und damit bietet der Race 3 einen sehr guten Halt für den Fuß und über die zusätzlichen Schnürsenkel-Löcher, kann der Schuh auch in der Marathonschnürung für maximalen Halt geschnürt werden. Das Design in Navy und Neongelb gefällt mir auch sehr gut. Übrigens steht auf dem Schuh nicht „Race 3“ wie man annehmen würde, sondern R21 als Anspielung auf die Halbmarathondistanz für die der Schuh maximal empfehlenswert ist, aber je nach Trainingszustand kann man einen Rennschuh auch längere Distanzen laufen. Ich habe jedenfalls schon mehrere Marathons problemlos mit Natural Running Schuhen absolviert.

Im Bereich der Sohle ist vor allem der Vorderfußbereich interessant, in dem die sogenannte TGS 62/75° Technologie verbaut ist. Dabei sind die hinteren 62% der Sohle, also der Ballen- und Mittelfußbereich deutlich vom Vorderfußbereich in einem Winkel von 75 Grad abgegrenzt. An dieser Trennlinie ist die Sohle dann flexibler und kann leichter gebeugt werden und damit werden besonders die schnellen Bewegungen bei Renntempo und beim Vorderfußlauf unterstützt. Besonders im Vorderfußbereich ist die Sohle auch auf optimalen Grip ausgerichtet. Was wirklich toll am Salming Race 3 ist, ist das geringe Gewicht. Mit nur 185Gramm, dem direkten Gefühl und cleveren Sohlenaufbau hat man sofort Lust, mit dem Schuh über den Asphalt zu fliegen. Bei diesem Schuhaufbau versteht es sich von selbst, daß der Schuh vor allem für Straßenrennen ausgelegt ist.

Meinen ersten Lauftest hatte ich bei einem als locker angesetzten Trainingslauf über 15km auf der „Krone“ in Berlin, einem langen Asphaltweg der parrallel zur Autobahn verläuft und bei Marathonläufern und Triathleten gleichermaßen beliebt ist. Losgelaufen bin ich wie geplant mit einer Zeit von knapp 5min/km um das Schuhgefühl erst einmal zu testen und die Beine freizulaufen. Doch der Grip und das direkte Straßengefühl des Schuhs zogen mich immer wieder auf schnellere Zeiten, so daß ich mich einbremsen musste. Ab Kilometer 9 konnte ich mich nicht mehr zusammenreißen und ging in ein schnelleres Tempo über und zog dann bis 4:22/min hoch, denn schneller durfte ich leider nicht. Der Salming Race 3 geht wirklich schön mit dem Fuß mit und gerade wenn man beim höheren Tempo auf größere Schritte und den Vorderfuß geht, kommen die Sohlenkonstruktion und der Grip gut unterstützend dazu und es macht großen Spaß damit zu heizen.

Ich werde den Salming Race 3 vor allem für 10km-Straßenrennen einsetzen und beim The great 10k damit meine Bestzeit angreifen. Der Salming Race 3 erfüllt für mich alle Erwartungen an einen schnellen, direkten Rennschuh, der meinen Vorstellungen von Natural Running und „No Nonsense“ damit auch gerecht wird.

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