Spire. Neuartiger Mindfulness Activity Tracker im Test

Als ich Spire entdeckt habe war es wieder einer dieser tollen Momente, weshalb ich meinen Job so liebe. Obwohl ich es besser wissen sollte, war ich der Meinung, daß ich zum Thema Actity Tracker eigentlich alles gesehen habe und man keine großen Innovationen mehr erwarten kann. Und dam kam Spire.

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Spire hat einen ganz neuen Ansatz für das Activity Tracking und fokussiert sich hauptsächlich auf das Thema „Mindfulness“, also die Achtsamkeit und das auf sich selbst höhren, daß uns als gestresste Größstädter und Sportler oftmals verloren geht. Für mich als gestressten, daueraktiven Wirbelwind passt das perfekt in meine Herbstphase, in der ich mich nach einer intensiven Ausdauersportsaison mit zwei Marathons, zwei Triathlons und über zweitausend Laufkilometern einmal mehr um die Regeneration, Fokussierung, Yoga und die Ernährung konzentrieren will. Also habe ich mir einen Spire Mindfulness Activity Tracker für einen Test besorgt und berichte Euch von meinen Erfahrungen mit dem Seelenheiler.

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Zunächst muss man ein riesiges Lob an die Designer von Spire richten. Von der Verpackung über den Tracker selbst bis zur Ladestation und App, wurde hier einfach richtig gute Arbeit geleistet. Der Spire Tracker greift natürliche Formen und Materialien auf und vermeidet ein allzu technisches Design. Der Spire Tracker selbst ist beispielsweise in Form und Optik eines Steins gestaltet, den man mit dem eleganten Edelstahlbügel im Hosenbund anklemmt. Die Ladeschale ist im Edelstahl-Look gestaltet und mit echtem Kork in Wurzelholzoptik veredelt. Zusammen sind die Ladeschale und der Spire Tracker einfach nur schön anzusehen und die Habtik überzeugt wegen der natürlichen Formgebung ebenso.

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Das Auspacken und erste Inbetriebnehmen ist also schon einmal ein großes Vergnügen. Um mit dem Spire loszulegen, lädt man sich die kostenlose Spire-App herunter und verbindet den Spire-Tracker mit der App. Nach der Eingabe einiger Daten zur Person, wie Gewicht, Größe und Geschlecht, beginnt Spire mit der Aufzeichnung von Daten. Dabei werden die Daten auch in Echtzeit an die App gesendet, was besonders im Büro schöne Anwendungsmöglichkeiten bietet.

Hauptsächlich werden von Spire die Atemmuster erfasst und analysiert, um daraus das Stresslevel zu errechnen und den Träger mit entsprechenden Hinweisen zu unterstützen. Dabei werden in Bezug auf die Atmung die Phasen der Ruhe, Konzentration und Anspannung erfasst und lösen Alarme über die App oder durch Vibrieren des Spire-Trackers aus. Gerade in Phasen der Konzentration und Ruhe sind diese Alarme standardmäßig etwas kurz eingestellt und so wird man durch den Hinweis, der nach 15min ausgelöst wird, aus der Konzentrationsphase gerissen, die man gerade erreicht hat. Zum Glück kann man diese Alarme individuell anpassen. Besonders gelungen finde ich die Echtzeitanzeige über die App. Gerade bei sitzenden Tätigkeiten, wie jetzt wo ich diesen Beitrag schreibe, kann man sich in einer ruhigen, gleichmäßigen Konzentrationsphase befinden, man kann aber auch gestresst und angespannt werden und eine stockende Pressatmung bekommen. Wenn man sein Telefon mit der angeschalteten App in Sichtweite stellt, reicht ein kleiner Blick, um den Kurvenverlauf des Atemzyklus in Echtzeit zu sehen, vergleichbar einem EKG. Wie schon beschrieben ist auch das Design der App sehr gelungen und die ruhige Atemanzeige mit inspirierenden Hintergrundmotiven trägt zur weiteren Entspannung bei.

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Für mich als jemanden, der zu Stress und Hyperaktivität und damit auch zu einer unruhigen, krampfigen Atmung neigen kann, sind vor allem die Alarme bei Anspannung extrem hilfreich. Denn dann kann man kurz aufstehen, vielleicht ein paar Schritte laufen und in der Küche etwas trinken oder eine von Spire vorgrschlagene Atemübung machen, um wieder ausbalanciert, entspannt und fokussiert zu werden. Diese Atemübungen werden per Video in Echtzeit angeleitet und lassen sich schnell und unauffällig am Arbeitsplatz durchführen ohne, daß alle Kollegen gleich Aufmerksam werden. Zusätzlich erfasst Spire die körperliche Aktivität und misst diese in Schritten und verbrauchten Kalorien. Auch hier kann man Alarme einrichten, die daran erinnern, sich zu bewegen, wenn man zu lange inaktiv war. Besonders in Verbindung mit der Überwachung des Anspannungslevels, hilft mir als Büromensch Spire wirklich sehr, meinen Alltag zu verbessern, weil man Anspannungsphasen in denen man immer weiter verkrampfen und in eine ungesunde Körperhaltung abrutschen würde sofort erkannt werden und man ganz praktische Anleitungen bekommt, diese Zustände sofort aufzulösen und wieder in den Relaxmodus zu kommen, bevor man die negativen Folgen der Anspannung beispielsweise durch Nackenschmerzen spürt.

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Was mich ebenfalls richtig begeistert, ist die Verknüpfung der Daten mit Orten und dem Kalender. Ich kann also Spire Zugriff auf meinen Kalender geben und Spire ist so in der Lage, mir zu zeigen an welchen Orten, zu welchen Zeiten und zu welchen Terminen ich besonders aktiv, ruhig und ausgeglichen oder auch gestresst und verkrampft bin. Auch mit diesen Informationen kann ich als Spire-Benutzer ganz konkret etwas anfangen und meinen Alltag entsprechend gestalten und stressende Momente bewusster entspannt angehen oder entspannende Zeiten und Orte ganz bewusst in meinen Tag einbauen, um mich zu balancieren und zu fokussieren.

Etwas schade ist, daß Spire das Konzept „Schlaf“ nicht versteht. Man kann Spire zwar Nachts überraschender Weise auch ganz bequem tragen, ohne das etwas drückt oder stört, aber die Daten werden ganz regulär erfasst und nicht zu einer Schlafphase oder Schlafanalyse zusammengefasst. Da Atmung und Bewegung erfasst werden, sollte das technisch eigentlich kein Problem sein.

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Natürlich bekommt man über die erfassten Daten zur Aktivität und Atmung dann auch schöne tägliche und wöchentliche Aufstellungen und kann damit sehen, ob man seine Aktivitätsziele erreicht hat und wie das Verhältnis aus angespannten, konzentrierten und ruhigen Phasen war.

Spire ist mit einem Preis von 139,95€ auch fair bepreist und hat mich auf jeden Fall begeistert, da ich damit meine Balance aus Beruf, Sport und Entspannung viel besser steuern kann und gerade im Beruf einen Helfer habe, der mich aus dem Tunnelblick, den man manchmal vor seinem Computer bekommt herausholt und zu mehr Bewegung, Entspannung und Konzentration anleitet. Auch wenn Spire den Schlaf nicht erfasst, würde ich Spire wegen der Atemüberwachung vielen anderen Activity Trackern vorziehen und hätte damit auch schon einen ersten Geschenketipp für sportlich aktive und mental interessierte Leute.

Weitere Infos zur wissenschaftlichen Grundlage von Spire, dem Team und zum Kauf gibt es direkt bei Spire.io. Spire ist übrigens auch im Apple Store und bei Amazon

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