ON Cloudflash im Test. Erfahrungen mit dem Wettkampfschuh. Running Fast!

Als Ende des letzten Jahres langsam durchsickerte, daß der ON Cloudflow noch einen neuen tiefergelegten Bruder bekommt, begann für mich eine kleine Geduldsprobe. Denn die bisherigen Laufschuhmodelle der Schweizer Wolkenschuhmanufaktur hatten in meinen Tests alle gut abgeschnitten und die Vorfreude auf den neuen Wettkampfschuh waren entsprechend hoch.

Auf der ISPO konnte ich den schnellen Cloudflash-Rennschuh dann auch schon einmal genauer ansehen, denn der rasante Laufschuh schnappte sich den Titel „Product of the Year“ beim ISPO Award 2017 für den besten Performance-Laufschuh 2017/18. Nun halte ich den neonfarbenen Flitzer endlich in den Händen und habe den ON Cloudflash für meinen Laufschuhtest über die Halbmarathondistanz auf der Startbahn des Berliner Flughafens gejagt. Doch bevor es mit meinen Erfahrungen vom Halbmarathon losgeht, schauen wir doch erst einmal kurz in die technischen Spezifikationen und einige Details.

Die Entwickler von ON haben einige schöne Rafinessen in den Schuh eingebaut, die sich auf der Strecke auch angenehm bemerkbar machen. Beim neuen Cloudflash wird ein neues Nanogewebe eingesetzt, daß extrem dünn ist aber aufrund der speziellen Skelettstruktur sehr robust ist und trotz des geringen Gewichts und des luftigen Gefühls, keine Verformungen ermöglicht und einen sehr guten Halt bietet. Zusätzlich sind ist noch im Seitenbereich eine Gummiwabenstruktur aufgebracht, die zusammen mit der ebenfalls neonfarbenen Zehenkappe aber hauptsächlich die die schnelle Optik des Schuhs verbessert.

Die Fersenkappe ist eher traditionell gearbeitet und bietet mit dem hochgezogenen Hackenbereich und der extra weit ausgeschnittenen Zone am Knöchel einen sehr guten und sehr stabilen Sitz. Die Zunge ist butterweich und dünn und hält beim Schnüren und Laufen gut die optimale Position. Generell ist zu Passform wieder einmal ein riesiges Lob auszusprechen, denn der Cloudflash ist wieder einer dieser Schuhe, bei denen man schon beim ersten anprobieren das Gefühl hat, als wären sie genau für mich gemacht. Für denn Wettkampf fand ich den Sitz am besten, wenn man die beiden zusätzlichen oberen Schnürsenkellöcher in der klassischen Schnürung verwendet, aber auch die Marathonschnürung sollte problemlos funktionieren.

Das große Zaubern findet beim ON Cloudflash aber in der Sohle statt, die ja wie bei allen Modellen wegen der Clouds für Aufmerksamkeit sorgt und auch ich wurde im Startbereich des Airport Night Run auf die Schuhe angesprochen. Der Cloudflash hat 14 dieser CloudTech-Elemente auf seiner Unterseite und die Elemente sind dabei speziell für einen schnellen Laufstil geformt. Während im Fersenbereich die CloudTech-Elemente etwas größer geformt sind, nehmen sie im Vorderfußbereich kontinuierlich ab und gewährleisten dadurch einerseits eine bessere Dämpfung für Fersenläufer und andererseits ein gutes Abrollverhalten.

Im Mittelfußbereich befinden sich beim Cloudflash keine Clouds und auch auf die klassische Mittelsohle konnte verzichtet werden, da die Außensohle direkt mit dem ultradünnen Speedboard verbunden ist. Und im Speedboard versteckt sich auch der Zauber des Cloudflash, denn es wurde hier das reaktive Material Pebax eingesetzt, daß nach der Verformung nach der Landung des Fußes wie eine Art Feder zurückdrückt und damit einen zusätzlichen Energieschub beim Abstoß gibt. Solltet Ihr den Schuh mal im Laden in der Hand haben, probiert das unbedingt aus, in dem Ihr den Vorderfußbereich nach oben biegt und dann wieder loslasst. Der Schuh schnippst regelrecht zurück in die Ausgangsposition und das ist dann genau die Kraft, die der Schuh auch auf der Strecke für den nächsten Schritt mitgibt. Im Video kann man das auch ziemlich gut sehen. Durch die Reduktionen beim Obermaterial und in der Sohlenkonstruktion kommt der Cloudflash gerade einmal auf ein Gewicht von 220g und sorgt zusammen mit der perfekten Passform für ein wunderbares Gefühl am Fuß.

Erfahrungen aus dem Cloudflash Test von der Halbmarathonstrecke.
Wie ich ja schon geschrieben habe, fühlt man sich schon im Startblock mit den leichten, ultraluftigen und perfekt sitzenden Cloudflash pudelwohl. Den optimalen Sitz konnte ich bei mir feststellen, wenn ich die Schnürsenkel zusätzlich noch durch die beiden obersten Ösen fädele. Der Laufschuh hat einen sehr guten Grip und besonders auf Asphaltboden läuft sich der Schuh wie auf Wolken und gibt keinen Ton von sich (wenn die Lauftechnik stimmt). Mit einer Sprengung von 5mm steht man schnell im Schuh und der Cloudflash ist besonders für Vorderfußläufer ein Genuss, denn so kommen sowohl der Effekt des Pebax-Speedboards und der absteigenden CloudTech-Elemente am besten zur Geltung. Auch über den Mittelfuß macht der Cloudflash noch einen guten Eindruck, aber das Gefühl beim Lauf über den Hacken und Abrollen über den gesamten Fuß kommt einfach nicht an den Eindruck beim Vorderfußlauf heran. Aber es ist sowieso davon auszugehen, daß Kunden eines so schnellen und leichten Wettkampfschuhs schon über eine ausgereiftere Lauftechnik verfügen.
Ich bin mit dem ON Cloudflash auf volles Risko gegangen und habe mich nach dem tollen Ersteindruck gleich auf einen Wettkampftest eingelassen und wurde dafür mit einer neuen, persönlichen Bestzeit belohnt. Zusammen mit dem Cloudflash habe ich nun eine 1:33:50 als neue Bestzeit für den Halbmarathon etabliert und mal abgesehen von den technischen Rafinessen und dem tollen Laufgesfühl für schnelle Vorderfußläufer, sieht der Cloudflash einfach auch mal wieder richtig gut aus. Beim Airport Night Run handelt es sich ja um ein Abendrennen und ich bin schon gespannt auf weitere offizielle Fotos, bei denen ich mit dem neonfarbenen Cloudflash über die Rollbahn sprinte. Ich bin jedenfalls vom Cloudflash und seinem ersten Wettkampfauftritt super begeistert! Mehr zum Cloudflash gibts wie immer direkt bei ON.

GD Star Rating
loading...
Hinterlasse einen Kommentar

Close
Follow me!
Häng Dich an die Fersen vom Sports-Insider!
Instagram
Social PopUP by SumoMe