adidas PureBOOST DPR für Männer im Test. Was kann der neue Herren Laufschuh?

Ein wenig überraschend hat heute adidas den heute den neuen PureBOOST DPR Laufschuh für Männer vorgestellt, der ab dem 18. Mai auch in Deutschland zu haben sein wird und der nach dem PureBOOST X für die Damen das erste neue, exlusive Männerlaufmodell ist – also eigentlich der PureBOOST Y (wegen den Chromosomen und so…)

Wie immer werde ich mir schnellstmöglich ein Exemplar des neuen Herren-Laufschuhs besorgen und Euch dann mit meinen Erfahrungen und einem Testbericht zum neuen Schuh versorgen.

Was jetzt schon bekannt ist, ist daß es sich um einen relativ gut gedämpften, aber trotzdem noch leichten und schnellen Laufschuh für den urbanen Einsatz handelt. Der Neutralschuh mit 8mmm Sprengung hat im Fersenbereich eine 18mm Boost-Dämpfung und im Vorderfußbereich von 10mm und ist mit 244g rund 20% leichter als der Ultraboost. Die Sprengung ist damit nahezu identisch zum Ultraboost, aber die Boostsohle ist beim neuen PureBOOST DPR gegenüber dem Ultraboost deutlich reduziert und damit ist ein schnelleres und direkteres Laufgefühl zu erwarten.

Die Sohle ist in aus einer Stretchweb-Außensohle und darunter liegendem Boost zusammengestellt, so wie wir es auch schon von anderen Laufschuhen, wie dem Ultraboost oder dem regulären PureBoost kennen. Nur das es sich beim PureBOOST DPR um den schnelleren, frechen Bruder aus der Großstadt handelt.

Das nahtlos gestrickte Obermaterial des Laufschuhs wurde aus einem einzigen Stück gefertigt und basiert auf der ARAMIS-Technologie, bei der die Fußbewegung detailliert in allen Phasen der Laufbewegung vermessen wird und in der Form darauf angepasst wird. Durch die FITCOUNTER Fersenkappe soll auch ein reduzierter Achillessehnen-Druck erreicht werden, so wie wir es schon vom Supernova kennen. Der Schuh dürfte damit eine optimale Passform für jeden Fuß bieten. Ob das stimmt und vor allem wie er sich läuft, werde ich dann in Kürze nach meinem Test hier berichten.

UPDATE: Meine Erfahrungen nach dem Test des adidas PureBoost DPR
Wie ich schon im Vorfeld vermutet habe, handelt es sich beim neuen PureBoost DPR um ein schnelles, flexibel einsetzbares Laufschuhmodell für den urbanen Raum. Das Obermaterial ist nur geingfügig dehnbar und im Mittelfußbereich zusätzlich von innen mit mehreren Textilbahnen verklebt, wodurch trotz des relativ geringen Gewichts und der hohen Durchlüftung immernoch eine exzellente Stabilität erreicht wird. Gerade im Bereich der Ferse wird der Fuß extrem gut durch die stabile Bauweise mit den Fitcounter-Elementen gehalten. Während der Mittelfuß und der Hacken eher schmal geschnitten sind, um einen guten Halt zu erreichen, ist der Vorderfußbereich etwas breiter und geräumiger gehalten, wodurch Ballen und Zehen ungehindert arbeiten können. Die Schnürung ist ganz klassisch gehalten und lässt auch die Marathonschnürung zu. Nicht ganz so glücklich bin ich mit der Zunge. Da diese sehr breit und nicht mit dem Obermaterial verbunden ist, neigt sie dazu sich an den Seiten einzuklappen, so daß sie nicht eben, sondern gefaltet auf dem Spann liegt. Dieser Effekt tritt zwar nur beim Anziehen auf, aber man muss eben darauf achten die Zunge dann vor dem Schnüren noch einmal zu richten.

Beim adidas PureBoost DPR steht man insgesamt ziemlich tief im Schuh und hat dadurch einen zusätzlichen den Seitenhalt unterstützenden Effekt. Die Sohle ist quasi wie ein sehr flaches „u“ geformt und die erhöhten Seitenbereiche der Sohle stabilisieren die seitlichen Kanten der Fußsohle, vergleichbar mit Sportsitzen beim Auto, die seitlich auch erhöht sind, damit man in der Kurve fest im Sitz bleibt.

Gerade die Abstimmung der Boost-Sohle ist adidas beim PureBoost DPR sehr gut gelungen, da man hier einen ziemlich optimalen Zwischenweg aus Performance, Natural Running und Dämpfung gefunden hat. Besonders im Vorderfußbereich hat man ein sehr schönes Straßengefühl und bekommt noch mit, welche Beschaffenheit der Untergrund hat. Gleichzeitig ist der Schuh aber so gedämpft, daß die Belastung nicht so hoch ist wie bei einem Wettkampfschuh und auch weniger trainierte Läufer den Schuh problemlos tragen können. Beim Abrollen über den ganzen Fuß macht sich der PureBoost DPR gut, aber richtig Freude bringt er bei schnellen Asphaltläufen auf dem Vorderfuß, da hier die Stabilität, Leichtigkeit und das Natural Running Laufgefühl perfekt ineinander greifen.

Für mich ist der adidas PureBoost DPR ein toller Laufschuh, der nicht zuletzt wegen des Gewichts und der flachen Silhouette, schon fast an das Laufgefühl eines Rennschuhs heranreicht und wegen der exzellenten Seitenstabilität wirklich perfekt für schnelle Trainings-Stadtläufe ausgelegt ist, bei denen man mit schnellen, spontanen Bewegungen an Ampeln stoppen, beschleunigen oder Fußgängern ausweichen, schnell und agil Hinternisse überwinden muss, ohne das man dabei jedesmal komplett das Tempo herausnehmen will. Für Straßenrennen würde ich weiter zu einem noch leichteren, direkteren Schuh, wie dem adios Boost greifen, aber wenn ich mich im Training oder für Crew-Runs würde ich den PureBoost DPR sowohl dem Ultraboost als auch dem Supernova vorziehen.

Der PureBoost DPR hat wegen der sehr bequemen Passform und dem flachen Shape mit dem cleanen Design auch das Potential als Sneaker ordentlich durchzustarten. Bisher gibt es ja nur drei offizielle Color-Ways und wir konnten beim Launch-Event schon ein paar weitere Prototypen aufspüren, die später im Jahr launchen und einige Sneaker-Heads richtig begeistern werden.

Für den globalen Launch-Event hatte adidas übrigens standesgemäß aufgefahren. Olympioniken und Pro-Athleten wie Torie Bowie, Shaunae Miller, Noah Lyles, Sally Pearson, Wayde Van Niekerk und Akani Simbine waren am Start, aber auch der Kopf hinter dem neuen PureBoost DPR Konzept, Stephan Schneider, waren vor Ort und da habe ich noch einige Interviews hier beim Sports-Insider in den nächsten Wochen vorbereitet. Mit dabei waren aber auch die adidas Runners Crews aus aller Welt und es ist wirklich beindruckend, was adidas nicht nur in Berlin, London und Paris auf die Beine gestellt hat, sondern sogar in Moskau, Mumbai und anderen Mega-Metropolen. Bevor in der Runbase gefeiert wurde, gab es noch ein Training am neuen adidas Playground, eine Kunstausstellung und ein Zwischenstop am adidas Running Store wurde auch eingelegt. Ein paar Impressionen davon gibt es hier für Euch!

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