Drohen Rennen und Drone Racing in Deutschland. Was braucht man zum Start in die FPV Serie?

Früher oder später musste es ja so kommen. Wenn es fahren, fliegen, springen oder sich sonst wie bewegen kann, werden Enthusiasten und Sportler anfangen, damit Rennen zu veranstalten. So auch mit den Drohnen, den kleinen, manchmal nervigen Quadcoptern. Aus einem Hobby ist mittlerweile ein professioneller Sport geworden.

Drone Racing, Drohnen Rennen und FPV-Racing – Was ist das?
Das Drohnen Racing wird auch als „FPV-Racing“ bezeichnet. „FPV“ steht für „First Person View“. Die Quadcopter sind mit kleinen Kameras bestückt, welche den Flug der Drohne aufzeichnen und dann direkt an die Videobrille des Piloten senden. Beim Drohnenrennen schauen die Piloten also nicht vom Boden aus zu, wie sich ihre Drohne in der Luft macht, sie steuern stattdessen das Fluggerät live und sehen genau das, was auch der Quadrocopter sieht. Die Drohnen müssen durch einen Parcour gesteuert werden und sind meist wendiger und schneller als gewöhnliche Modelle.

Das Phänomen begann zumeist in den Gärten, Parks und Wiesen und war eher regional begrenzt. Enthusiasten, Bastler und Nerds kamen hier zusammen, um ihre eigenen Drohnen gegeneinander antreten zu lassen. Die eigenen Kreationen der Drohnen-Fans machte einen gewissen Charme aus.

Das Drohnenrennen begann als Amateursport in Australien. Über Social Media teilten die Hobby-Sportler die Videos ihrer Flüge und so wurde das FPV-Racing immer bekannter. Später sammelte die in den USA beheimatete Drone Racing League (DRL) 8 Millionen Dollar für ihr Startup. Zu den Investoren gehörte unter anderem Stephen Ross, der Besitzer der Miami Dolphins und die Agentur CAA, welche namhafte Film- und Sportstars vertritt. Das Ziel war es, dem Drohnensport mehr Professionalität und weltweite Anerkennung zu verschaffen.

Dabei weiß die Drone Racing League ihren Sport in Szene zu setzen. Auf ihrem Youtube-Kanal präsentieren sie die Teams und Parcours mit gekonnt geschnittenen Videos. Die Rennen werden nicht live übertragen, sondern dramaturgisch aufgearbeitet und in geschnittener Form auf Youtube hochgeladen. Die DRL veranstaltet Rennen überall auf der Welt. Mittlerweile haben sich auch andere Wettkämpfe etabliert, bei denen Preisgelder von mehreren Hunderttausend Dollar bis sogar eine Million gewonnen werden konnte.

Auch bei uns erfreuen sich die Drohnenrennen immer größerer Beliebtheit. Dieses Jahr machte die DRL in Berlin halt, wo die Sportler ihre Flieger durch den Parcour in der BMW-Welt Fahrzeugausstellung flitzen ließen. Bei der DRL bekommt jeder die gleiche Drohne, um die Chancengleichheit zu erhöhen. Möchte man mit dem Drone Racing anfangen, muss man sich jedoch um ein eigenes Modell bemühen.

Was für Drohnen sind für Drone Racing und FPV-Racing geeignet?
Möchtest Du Dir selber eine Racing Drone anschaffen, musst Du zwischen einer professionellen, wesentlich teuren Racing Drone und den günstigeren FPV-Racing Quads unterscheiden. Im Grunde geht es darum, wie viel Geld Du bereit bist auszugeben. Die Bauweise an sich unterscheidet sich nicht von den normalen Quadrocoptern.

Als Einsteigermodelle eignen sich der 210er Racing Quadrocpter oder der EACHINE Wizard X220S FPV Racer F4. Möchtest Du Dir selber eine Renndrohne zusammenbauen, dann benötigst Du für ein Modell von vergleichbarer Qualität ein 210mm Carbon Fiber Gestell, 4 Brushless Motoren für 2S-3S, 4 Brushless Regler, 5045 Propeller, 3S Lip-Akkus, einen F3 Flight Controller und eine Kamera.

Als Flightcontroller für Anfänger empfiehlt sich das CC3D Board, da es mit der Open Pilot Software recht einfach eingestellt und eingeflogen werden kann. Sehr beliebt ist auch die Betaflight Firmware. Hier ist das Einstellen sehr schwierig, sollte es jedoch gelingen, dann wirst Du mit einem großartigen Flugverhalten belohnt. Eine andere Möglichkeit stellt das Naze32 Board dar, wobei das Naze32 Acro über weniger Funktionen verfügt als das Naze32 Full Version.

Für einen professionellen Racing Quadrocopter braucht es hingegen hochwertige und wesentlich leistungsstärkere Materialien. Dabei werden oftmals auf ähnliche Gestelle wie ein 210mm Carbon Fiber zurückgegriffen. Die Profis investieren eher in Motoren und Regler.
Der Lisam 210 Rahmen sowie der ImmersionRC Vortex sind bei den Profis genauso beliebt wie die Möglichkeit, sich mit 3D-Druckern selber ein Gestell herzustellen. Was die Technik angeht, greifen die Profis zu Cobra oder EMAX Motoren und verwenden die 20a Regler von DYS. Lip Akkus mit 4 Zellen sorgen für ordentlich Leistung.
Bist Du handwerklich und technisch nicht ungeschickt, ist der Zusammenbau einer solchen Racing Drohne gar nicht mal so kompliziert. Die Einstellung des Flightcontrollers oder das Löten erfordern dennoch ein gewisses Können. Im Internet gibt es dazu kostenlose wie auch käufliche Bauanleitung, die einem weiterhelfen können, wobei die kostenlosen Anleitungen nicht immer vollständig sind.

Dann wäre da noch das FPV-System, die Technik, mit der sich aus der „First Person“ das Fluggeschehen mitverfolgen lässt. Hier sollte man lieber von Anfang an auf hochwertige Bauteile setzen, denn sie lassen sich gut für spätere Modelle verwenden und tragen maßgeblich zum eigentlichen Spaß des FPV-Racings bei.

Die Videobrille ist dabei das wichtigste, dürfte jedoch auch das teuerste Element einer Racing Drohne darstellen. Gute Brillen wären etwa die Fatshark Dominantor HD, Attitude V2 oder die EACHINE EV800 FPV Brille. Als Alternativen bieten sich auch Bildschirme an, vor allem, wenn dem Piloten beim Fliegen mit der Brille schlecht wird.

Dann brauchst Du noch eine Kamera. Im Grunde funktioniert jede kleinere Kamera, jedoch sind FPV-Racing Kameras aufgrund der besseren Bildqualität und des geringeren Gewichts meist besser geeignet, zum Beispiel die Fatshark 700TVL WDR CMOS. Auch lassen sich GoPro oder andere Action Kameras nutzen.
Beim Sender kommt es darauf an, wie viele Kanalbelegungen dieser zulässt und somit, wie viele Drohnen gleichzeitig fliegen können. Die Bildübertragungsrate ist ebenfalls wichtig. Eine gute Bildübertragungsrate kann über einen Crash entscheiden.

Am besten gehst Du für Dein Drone Racing Equipment nicht in einen beliebigen Elektronikmarkt, sondern wendest Dich an einen der Spezialisten, wie RCTech Drone Racing Equipment. Dort findest Du nämlich neben professionellem Equipment auch viele Tipps und Hilfe um Blog und einen Veranstaltungskalender für Drohnenrennen.

Was für Drohen Rennen und Drone Racing Events gibt es?
Veranstaltungen werden regelmäßig auf dem FPV Air Race in Bexbach durchgeführt. Hier kannst Du auch mit deinem Quadcopter gegen andere Drohnen antreten. Andere Veranstaltungen finden in Hannover, in Erfurt (Aircrasher Saison Opening), in Dortmund (Intercopter Racing Cip) oder Süsel (Copter Airrace) statt. Qualifikationswettbewerbe für die Deutsche Meisterschaft werden in verschiedenen Städten durchgeführt. Möchte man bei einem solchen Rennen teilnehmen, muss man die Angaben de Veranstalter im Auge behalten.

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