Von Venice Beach nach Flensburg. Das lief im August 2018

Schon Ende Juli war ich ja wieder einmal unterwegs nach Los Angeles, um dort im Headquarter unserer Firma über globale Projekte zu sprechen und den persönlichen Kontakt zu den Kollegen zu pflegen. Und als netten Nebeneffekt kann man dann natürlich auch sein Lauftraining unter der kalifornischen Sonne durchziehen.

Auf knackige 258 Laufkilometer kam ich insgesamt im August, denn Longruns, Longruns und nochmal Longruns standen auf dem Programm, um die Beine fit zu machen für den TransalpineRun2 und den Berlin-Marathon. Aber zurück nach Los Angeles. Gleich in den ersten Tagen ging es wieder zu meiner klassischen Tour von Manhattan Beach in Richtung Palos Verdes und die Rolling Hills. Dabei geht es lange flach am Strand entlang und dann aber bei zunehmender Sommerhitze hinauf in die Berge. Für die Anstrengung wird man dann aber mit einem tollen Blick über die Küste belohnt.

Ein weiteres sportliches Highlight war auch mein Intervalltraining am Santa Monica College, zu dem mich einer meiner Läuferkollegen mitgenommen hatte. Unter der kalifornischen Sonne an diesem legendären Ort mit dem Track Club Los Angeles über die Bahn zu feuern, war richtig genial. Auf der Bahn wird übrigens auch die Cahn Mile ausgetragen, also ein Wettbewerb über die schnellste Meile, angelehnt an Miles Cahn, den Gründer der Handtaschenmarke COACH. Der aktuelle Bahnrekord wurde im letzten Jahr mit 4:18min auf die Meile von Matt Crowe aufgestellt und immerhin 14% der Mitglieder vom TCLA laufen die Meile unter 5 Minuten – also ein ziemlich krasses Niveau.

Das Wochenende ein Los Angeles nutzte ich dann für einen trainingsmäßigen Doppelschlag aus Radtour und Longrun. Gerade die Radtour an der Küste entlang hatte ich mir schon länger vorgenommen, eigentlich ja zusammen mit dem RCC (Rapha Cycling Club) der auch in L.A. ein Clubhouse hat, aber aus Zeitmangel war ich dann doch mit einem Cannondale von Helens Cycles unterwegs.

Insgesamt 50 Kilometer ging es dann auf dem Rad von Manhattan Beach bis nach Santa Monica und wieder zurück. Eine absolute Empfehlung und im nächsten Jahr probiere ich dann noch weiter zu kommen, wenn vielleicht kein Longrun für den nächsten Tag geplant ist. Als Krönung gab es nach der Tour dann erstmal eine Abkühlung mit einem Sprung in den Ozean!

Leider bin ich dann am nächsten Tag erst um 9 Uhr aus den Federn gekommen, meinen Jetlag hatte ich wohl entgültig besiegt, und so bekam ich bei meinem Lauf von Manhattan Beach nach Venice Beach und zurück eine ordentliche Dröhnung an kalifornischer Sonne ab. Zum Glück gibt es an den Stränden in Los Angeles überall Toilettenhäuschen mit Duschen und Trinkwasserbrunnen, so daß man sich bestens erfrischen und auch ohne Getränke laufen kann.

Für die restlichen Tage meines US-Trips ging es dann zu einem Firmenevent in Richtung Santa Barbara, genauer gesagt nach Goleta, wo mich die einmaligen, naturbelassenen Strände immer wieder aufs Neue begeistern. Also versuchte ich trotz des straffen Zeitplans morgens etwas Zeit abzuzwacken um am Strand von Isla Vista laufen zu gehen. Diese drei Tage waren wirklich extrem inspirierend, weil auch Kate Hudson an unserem Event teilhahm und wir gemeinsam mit Ihr an Mindfullness-Übungen für den Berufsalltag arbeiteten und auch viel Zeit mit Ihr als eine der Firmengründerinnen verbringen konnten.

Aber dann husch, husch zurück in den Flieger nach Berlin, wo schon das nächste Highlight wartete. Ich hatte nämlich das Glück, als Streckenposten hautnah bei den European Athletics Championships dabei sein zu können, also direkt an der Marathonstrecke bei den Leichtathletik-Europameisterschaften. Unglaublich, mit welcher Pace Philipp Pflieger und die anderen Eliteläufer über die Strecke pflügen.

Mit diesen Eindrücken im Gepäck ging es dann direkt zum Zug nach Flensburg, wo ich für eine Woche aus der Psychohitze dieses Sommers floh. Auch hier gab es beim Lauftraining wieder wunderschöne Naturstrände zu entdecken, wo hunderte von Vögeln campten und in riesigen Schwärmen aufgescheucht wurden, als ich dort an den Stränden von Holnis entlang rannte.

Wenn Ihr mal in der Gegend seit, lasst Euch das Strandcafe im Strandhaus Holnis nicht entgehen, wo ein nettes Team in bezaubernd dekorierter Atmosphäre mit leckersten Kleinigkeiten die Gäste umsorgt und uns super entspannte Strandtage bescherte.

Aber auch nach Dänemark ist es nicht weit, der Heimat von Lego. Also gab es für uns die volle Packung an Lego. Besonders für die Kids war das Legoland Billund ein riesiges Vergnügen, wobei man aber sagen muss, daß es sich insgesamt auch nicht groß von anderen Freizeitparks unterscheidet. Es gibt nahezu die gleichen Attraktionen und Fahrgeschäfte, nur das eben alles in Lego Themenwelten gestaltet ist, also Chima, Ninjago, Arktis Explorer und so weiter. Wenn man in der Nähe ist, wollte man das mal gemacht haben, aber der wirkliche Geheimtipp ist das Lego House. Lego hat nämlich schon vor Jahren seine Legoland Parks verkauft und so muss man sich auch nicht wundern, daß der Käufer, der auch Sealife und Madame Tussauds betreibt, dort das bekannte Programm abfährt.

Also hat Lego vor einigen Jahren das Lego House eröffnet und damit eine wahre Kultstätte für Lego-Fans. Absolut interaktiv gestaltet und mit vielen cleveren Ideen ausgestattet, kann man dort den perfekten Lego-Tag verbringen. Im Kellergeschoss gibt es eine große Ausstellung über die Firmenhistorie und legendäre Lego-Sets, die man vielleicht selbst als Kind hatte sind dort ausgestellt. Auf den restlichen Etagen gibt es unzählige Spielewelten zu entdecken, vom Stop-Motion-Filmdreh, über Lego-Fische die man aus Lego-Steinen baut und dann an speziellen Stationen einscannen kann, wonach sie dann in einem digitalen Aquarium auftauchen und hin zu Rettungsmissionen mit Robotern in der Arktis. Das Essen im Restaurant bestellt man übrigens auch, in dem man sich sein Gericht mit Legosteinen zusammensteckt, bevor es dann von Robotern ausgeliefert wird. Überall im Haus stehen auch Fotoautomaten, wo man Erinnerungsbilder schießen kann und dann alle Eindrücke über die Lego House App für Zuhause herunterladen kann. Und auf den verschiedenen Dächern des Lego House gibt es viele, nach unterschiedlichen Themen gestaltete, Spielplätze zu entdecken. Unbedingte Empfehlung!

Auf dem Rückweg stoppten wir dann noch kurz am Alpincenter Hamburg-Wittenberge, denn schon lange wollte ich mir mal anschauen, wie es ist, im Sommer in einer Halle Ski zu fahren. Und tatsächlich trainierten gerade die Kids vom Skiverein, während draußen bei mehr als 30 Grad die Sonne brannte. Vielleicht probieren wir das im Herbst ja einmal selbst aus.

Zurück in Berlin, war ich dann auch wieder einige Male mit den adidas Runners am Tauentzien laufen. Und da ich jetzt entlich mal dran denke, die Läufe mit Runtastic zu tracken und vorher die Gruppenevents bei Runtastic zuzusagen, habe ich jetzt auch entlich mal den Status als offzieller adidas Runner geschafft. Denn je öfter man mit den adidas Runners läuft, und entsprechend trackt, um so höher wird das Level in der Gruppe und man bekommt Goodies, wie ein adidas Runners T-Shirt und andere Ausrüstungsteile.

Ein schönes, finales Highlight war für mich dann im August noch der SportScheck Stadtlauf, der auf den 32km Longrun vom Samstag folgte. Aber entgegen meiner Befürchtungen, waren die Beine auch am Sonntag recht fit und so optimierte ich die 5:30 Pace-Empfehlung meines Trainers ein wenig und blieb in Sichtweite des 1:45h Pacemakers von der Under Armour Running Society und kam nach einem kleinen Schlussspurt noch immer mit lockeren Beinen bei 1:43:19 ins Ziel.
Das war besonders mental wichtig, da ich mir nun wieder vorstellen kann, doch eine halbwegs gute Zeit beim Berlin-Marathon zu laufen und noch wichtiger – ich kann mir vorstellen, wie es beim TransalpineRun2 funktionieren soll, daß ich zwei Tage hintereinander über lange Distanzen und viele Höhenmeter laufe.

Kein Wunder also, daß sich auch im Blog Vieles um das Thema Marathon gedreht hat. Ich beginne nämlich gedanklich auch schon mit der Saisonplanung 2019 und habe daher einerseits mal die 5 größten Marathons in den USA vorgestellt, von denen mir ja auch noch ein paar fehlen für die Six Majors. Und auch die weltweit größten Marathons habe ich thematisiert, denn so ein Urlaub mit Marathon in Kombination geht doch immer!

Passend zur Herbst-Marathonsaison werde ich mich im September auch noch einmal an meinen Beitrag zu den wichtigsten Marathon-Wettkampfregeln setzten und auch die Geschenkideen für Marathonläufer aktualisieren. Denn wer sich schindet, darf sich auch belohnen.

Ansonsten habe ich im August auch wieder ein paar Erweiterungen auf meiner Trailrunningschuh-Testliste, da ich in Vorbereitung für den TransalpineRun noch die passenden Kandidaten sondiere. Der ON Cloudventure Peak war ja schon mit mir beim TrailbloggerCamp in Mayrhofen.

Mein liebster Ausgleich zum Lauftraining war auch im August wieder das SUP-Fahren, also nerve ich Euch auch noch ein wenig mit Ratgebern – hier beispielsweise zum SUP Neoprenanzug und anderem Equipment, mit dem man die Saison verlängern kann.

Und auch wenn es noch weit weg scheint, kommt die Herbstsaison bald, also decke ich mich wohl besser schonmal mit langen Hosen und Laufjacken für den Herbst ein und lege mir einen Vorrat an Knochenbrühe an, um die Erkältungswellen zu überstehen, die bald losrollen werden.

Im September wird es dann auch wieder einen neuen Bericht über das Turnschuhpendeln geben. Dieses mal hat sich der rbb gemeldet und möchte mich gern mit einem Kamerateam auf meinem Weg nach Hause von Berlin nach Potsdam begleiten. Ich bin gespannt, wie das wohl wird!

Wir sehen uns dann hoffentlich alle fit und gesund im Ziel des Berlin-Marathon und wenn das geschafft ist, gibt es als Belohnung einen Ausflug zum Tegernseelauf und aufs Oktoberfest!
Wer ist noch alles dabei?

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Hier findet Ihr übrigens auch die Beiträge zu den Monatsrückblicken vom Januar, Februar, März, April, Mai, Juni und Juli.

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