Bundesliga supererfolgreich im Liga-Vergleich

Die deutsche Bundesliga steht im direkten Wettbewerb und Vergleich mit den Toppligen der führenden europäischen Fußballnotationen wie England, Italien, Spanien und neuerdings auch Frankreich. Der aktuelle Weltmeister hat mit PSG und Thomas Tuchel mehr als nur ein Aushängeschild für den französischen Fußball. Auch nach dem zweiten Spieltag in der Gruppenphase der 2018/2019er beiden UEFA-Wettbewerbe Champions League und Europe League steht die Bundesliga buchstäblich erstklassig da. Doch nicht nur dem Laien, sondern auch dem Fachmann stellt sich die Frage: wie lange noch?

Die UEFA führt ein kompliziertes Punkteranking, nach dem sich die jährlichen Startplätze für die direkte Teilnahme an Champions und an Europa League richten. Damit im Jahresrhythmus alles so bleibt wie es bisher war und wie wir es alle gewohnt sind, müssen die deutschen Teilnehmer immer wieder aufs Neue erfolgreich sein, und zwar bestenfalls so wie im Vorjahr. In der aktuellen Fünfjahreswertung belegt Deutschland und somit die Bundesliga einen beruhigenden vierten Platz. Der Abstand zum Drittplatzierten Italien ist mit fünf Punkten eher marginal, und nach unten hin zum Fünftplatzierten Frankreich mit zehn Punkten überaus beruhigend. Doch Frankreich holt auf. Und obwohl England mit knapp 68 ebenfalls nur fünf Punkte vor Deutschland liegt, muss die Bundesliga dennoch darauf achten, dass der Abstand höchstens so bleibt, idealerweise aber noch verkürzt wird. Da sich das Punkteverhältnis von Spieltag zu Spieltag lediglich im Zehntelbereich verändert, ist das Punktepolster der Bundesliga alles in allem – noch – komfortabel.

In die Punktekonstanz der vergangenen Jahre war immer das Erreichen des FC Bayern von Viertel- oder Halbfinale in der Champions League fest eingepreist. In diesen Tagen ist die Situation kaum anders und nur um einen Punkt besser als vor einem Jahr. Ein kurzer Blick zurück: Damals waren es mit einem Sieg und einer Niederlage 3 Punkte, heute sind es mit einem Sieg und einem Unentschieden 4 Punkte als Zwischenstand. Damals musste der Bayerntrainer Ancelotti über Nacht seinen Platz räumen, heute sucht der Bayerntrainer Kovac nach Gründen und muss, wie Uli Hoeneß formuliert, seinen Kopf hinhalten. Platz 2 in der Gruppe wäre unschön, eine noch schlechtere Platzierung unvorstellbar. In dieser Saison machen es andere Vereine wie Dortmund sowie Schalke deutlich besser; und auch in der Europa League sind die Aussichten mit den drei Bundesligisten aus Frankfurt, Leverkusen und Leipzig sichtbar rosiger als im Vorjahr.

Naturgemäß ist sich jeder Verein selbst der nächste. Der DFB muss jedoch in einem übergeordneten Interesse die Bundesliga als solche sehen, wenn es darum geht, Deutschland in Europa zu repräsentieren. Das gilt ganz besonders mit Blick auf das Jahr 2024. Dann finden vom 2. bis 18. August die Olympischen Sommerspiele in Paris statt, und wenige Wochen vorher im Zeitraum Juni/Juli die Fußball-Europameisterschaften in Deutschland. Auch an den Wettmärkten sieht man aber die Entwicklung der Bundesliga positiv, denn die gute Performance der Liga führt quasi zu einem Sportwetten Bonus weil auch immer mehr internationale Spieler auf die Ergebnisse der Bundesliga spekulieren.

Bis dahin fließt noch viel Wasser den Rhein hinunter, wie es so schön heißt. Die UEFA ist dann eine komplette Fünfjahreswertung weiter, und damit auch die Bundesliga mit ihren Toppvertretern. Sind es dann immer noch die Bayern und die Dortmunder, oder doch der eine oder andere Shootingstar aus der heutigen zweiten Reihe? Wer heute als Trainer von sich reden macht, ob Tuchel bei PSG, ob Klopp in Liverpool, Kovac in München oder Lucien Favre in Dortmund; erfahrungsgemäß wird jeder von ihnen dann einen anderen Verein trainieren. Denn die Zeiten von Otto Rehagel oder von Thomas Schaaf als langjährige Bundesligatrainer beim selben Verein sind längst passee.

Unter den Top Five in Europa – in alphabetischer Reihenfolge Deutschland, England, Frankreich, Italien und Spanien – ist die Bundesliga die finanziell mit Abstand schwächste Liga. Sie ist zwar wirtschaftlich gesund weil nicht ver- oder überschuldet. Doch noch exzessiver als in den vergangenen werden in den kommenden fünf, sechs Jahren Aber- und Abermillionen Euro für Spieler und Trainer investiert. Der Champions League-Titel wird nicht nur erspielt, sondern indirekt auch erkauft. Da nützt die Bayern auch nicht ein einziger großer Wurf oder ein großer Spieler, wie es gern an der Säbener Straße formuliert wird. Ein Topspieler allein sprengt das Gehalts- und das Mannschaftsgefüge, mehrere von ihnen sind ohne Fremdfinanzierung sprich Schulden nicht bezahlbar.

Man darf auf die Entwicklung bei Juventus Turin mit dem frisch eingekauften Superstar Christiano Ronaldo gespannt sein. Von den dortigen Erfahrungen kann die Bundesliga mit ihren Managern Rummenigge, Watzke, Völler und anderen lernen, wenn in fünf Jahren kurz vor der EM24 erneut ein Fünfjahres-Resümee gezogen wird. Das heutige fällt – noch – absolut positiv und zuversichtlich aus!

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