Nike Pegasus 35 TURBO Test. Was bringt ZoomX? Meine Erfahrungen damit!

Vielleicht habt Ihr ja im Juni meinen Testbericht über den Nike Air Zoom Pegasus 35 gelesen, wo ich mich wunderte, warum es für diesen tollen Schuh kaum Aktivitäten von Nike zum Launch gab. Nun gut, seit August wissen wir es. Denn der Pegasus hat in diesem Jahr einen schnellen Bruder bekommen. Den Nike Pegasus 35 TURBO!

Damit gibt Nike uns Läufern eine neue Option, das private Laufschuhportfolio noch individueller auf die jeweiligen Anwendungsgebiete anzupassen. Ich habe versucht, andere Metaphern zu finden, aber es geht einfach nicht ohne die Autos. Sorry, liebe Menschheit!
Während also der Pegasus 35, quasi der Golf der Nike Laufschuhe ist, mit dem man sehr solide und ordentlicher Performance seine Lauftrainings oder auch mal einen Wettkampf absolvieren kann – zudem noch zu einem fairen Preis, geht es nun in zwei weiteren Stufen weiter nach oben.
Speziell für Rennen ausgelegt sind Modelle wie der Zoom Vaporfly 4% oder der Vaporfly Elite, die aber mit der recht starren Carbon-Platte einfach nicht den Komfort für das alltägliche Training bieten.
Genau dazwischen wurde nun der Nike Pegasus 35 TURBO positioniert, als Golf GTI, um bei den Autovergleichen zu bleiben. Er bietet also vieles an Performance und Technologien aus dem Wettkampfbereich, aber angepasst um im ambitionierten Trainingsalltag regelmäßig damit zu laufen. So wie eine normale Sportvariante eines Autos auch im alltäglichen Straßenverkehr nutzbar ist – und wenn man mag auch auf der Rennstrecke.

Was im Nike Pegasus 35 TURBO steckt?
Wenn man das auffällige Turbo-Design mal beiseite lässt, unterscheiden sich der reguläre Pegasus und der Pegasus Turbo optisch garnicht so gigantisch. Aber die Details machen den Unterschied.
Denn für den Turbo-Effekt sorgt vor allem das Upgrade von Nike Zoom auf Nike ZoomX. Den die ZoomX Mittelsohle sorgt quasi für den Doppelturbo. Mit 85% Energierückgabe ist es das effizienteste Sohlenmaterial von Nike und zudem noch besonders leicht. Mit nur 238 Gramm Gewicht ist der Nike Pegasus 35 Turbo fast 40 Gramm leichter als der reguläre Pegasus, den ich im Test auch schon als sehr leicht im Tragegefühl empfand.

Zusätzlich zum ZoomX Schaum, kommt aber auch eine Lage Nike React Schaum zum Einsatz, um die Stabilität zu erhöhen. Mit 10mm Sprengung und 12mm Sohlenstärke im Vorderfußbereich, ist der Pegasus Turbo zwar schnell ausgelegt, aber immer noch angenehm gedämpft – um eben den Athleten vor Verletzungen und zu hohen Belastungen zu schützen.

Auch bei der Sohlenform zeigt sich der TURBO noch näher an die 4% Rennversion angelehnt und die aerodynamische, das Abrollverhalten optimierende Fersenform der Sohle – autometapherverwendende Menschen würden Heckspoiler sagen – ist nun noch agressiver und performanter ausgestaltet.
Damit kommt nun bei drei Modellen Nike ZoomX zum Einsatz – Beim Zoom Vaporfly Elite, die von den Athleten bei Breaking2 getragen wurden, beim Zoom Vaporfly 4% und jetzt eben auch beim Zoom Pegasus Turbo.

Bei der Außensohle wird beim Turbo eine durchgehende Wabenstruktur verwendet, die an der Schuhkante von einer doppelreihigen Sohlenlinie eingefasst wird. Im Mittelfußbereich wurde die Wabenstruktur aber etwas eingeebnet – der Grip wird also hauptsächlich über Ferse und Vorderfuß aufgebaut.
Beim auffälligen Rennstreifen als Designmerkmal beim Turbo werden sich sicher die Meinungen spalten – mir gefällt es gut, weil es zusammen mit dem Namen ein stimmiges Konzept ergibt und auch stark heraussticht aus der Flut an Laufschuhen. Turbo-Läufer erkennt man eben schon von weitem. Schön finde ich auch das halbtransparente Obermaterial, daß einen schönen 3D-Effekt aus dem aufgedruckten Swoosh und dem darunterliegenden Flywire-System ergibt.

Nike Pegasus 35 TURBO im Test – meine Erfahrungen mit ZoomX
Sowohl der Pegasus als auch der Pegasus Turbo haben eine ausgezeichnete Passform und sind sehr komfortabel zu tragen. Der Turbo scheint mir aber im Zehenbereich noch ein wenig geräumiger zu sein und auch das Material des Innenschuhs fühlt sich etwas weicher und geschmeidiger an. Hier handelt es sich aber lediglich um geringfügige Unterschiede.

Ziemlich beeindruckt hat mich besonders im Vergleichstest der Unterschied von Nike Zoom zu ZoomX. Gerade im Vorderfußbereich wirkt der Pegasus ziemlich direkt und fast schon ein wenig „brettig“, während der Pegasus Turbo angenehm dämpft, ohne unstrukturiert oder schwimmend zu wirken. Auch beim Lauf über die Ferse ist der Unterschied zu spüren, allerdings nicht so deutlich.
Nicht ganz so überzeugend ist der Turbo für Mittelfußläufer, denn bei meinen Testläufen in London hatte ich auf den glatten, feuchten Granitplatten ein etwas rutschiges Gefühl. Jetzt muss man das natürlich relativieren, da dieses Material wahrscheinlich nur in wenigen mit Museen gespickten Bereichen vorkommt und nicht der normale Trainingsboden der meisten Läufer sein wird – ebenso wie eine astreine Mittelfußtechnik eher die Ausnahme ist.

Absolut toll ist hingegen das Laufgefühl für Vorderfußläufer und besonders solche, die noch in der Umstellung sind. Denn der Grip ist ideal und das Dämpfungsniveau und die Energierückgabe entlasten spürbar, eben besonders wenn man das dauerhafte Vorderfußlaufen noch nicht gewohnt ist. Mich hat es daher bei meinen Testläufen immer wieder zu höheren Geschwindigkeiten und auf den Vorderfuß getrieben.
Aber auch wer über die Ferse und den ganzen Schuh abrollt, wird viel Spaß mit dem Nike Pegasus 35 Turbo haben. Auch hier greift die Sohle gut in den Untergrund und die hinausgezogene Sohlenform leitet den Fuß in einer optimalen Bahn schnell zum Abdruck in den nächsten Schritt.

Fazit zum Nike Pegasus 35 TURBO
Mit dem Turbo bringt Nike erstmals die Spitzendämpfung ZoomX in die bezahlbare Nähe für Hobbyathleten und bringt damit einen Laufschuh auf den Markt, der für ambitionierte Läufer sowohl im alltäglichen Training auf der Bahn oder bei Longruns, Performance und Komfort gut verbindet. Auch als Wettkampfschuh ist der Nike Pegasus 35 TURBO eine tolle Option – wahrscheinlich am besten über längere Distanzen wie Halbmarathon oder Marathon.
Besonders für Vorderfußläufer lohnt es sich, die zusätzlichen 60€ zu investieren und statt des Pegasus mit Nike Zoom auf den Pegasus Turbo mit ZoomX zu wechseln.
Mit einem Preis von 180€ ist der Pegasus Turbo zwar kein Schnäppchen, aber deutlich unterhalb der 250€ des Vaporfly 4% angesiedelt. Und trotzdem bekommt man dafür die wahrscheinlich beste Technologie von Nike für Läufer – ZoomX.

Falls Ihr mit dem Gedanken spielt einen Nike Pegasus 35 TURBO zu kaufen, habe ich hier auch wieder einen Überblick über die Angebote verschiedener Händler für Euch, mit dem Ihr die besten Deals im Preisvergleich sehen könnt.

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