Imrich Lichtenfeld: Begründer des Krav Maga

Quelle: wikimedia

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Es gibt natürlich einige Menschen, die das Selbstverteidigungssystem Krav Maga zu dem gemacht haben, was es heute ist. Einer der ohne Frage bedeutendsten von ihnen war jedoch Imrich Lichtenfeld, der als der Begründer des Krav Maga gilt.

Geboren wurde er 1910 im ungarischen Budapest und wuchs in Bratislava auf, das damals noch zu Ungarn gehörte. Bereits in jungen Jahren zeigte sich, dass er ein Talent fürs Boxen und Ringen hatte. Er gewann einige Wettkämpfe, errang gleichzeitig aber auch Erfolge als Turner und Tänzer. Sein Vater war Polizist und unterrichtete die Polizei Bratislavas in Selbstverteidigung. Von ihm lernte Imrich Lichtenfeld Jiu Jitsu.

Als es in der Slowakei in den 1930er Jahren zu antisemitischen Ausschreitungen kam, stellte er eine Schutztruppe aus jüdischen Boxern zusammen. Während der Kämpfe in den Straßen von Bratislava merkte er, dass kunstvolle Kampftechniken einem kaum etwas in realen Kampfsituationen bringen.

1940 floh er aus der Slowakei, landete in der britischen Armee und kam schließlich 1942 nach Palästina, wo er seinen Namen nach dem Hebräischen in Imi Sde-Or änderte. In der Untergrundorganisation Hagana unterrichtete er Nahkampf. Dabei bildeten sich die ersten Grundformen des Krav Maga heraus. Im späteren Staat Israel war Imi Chefausbilder für Krav Maga in der israelischen Armee und weitete die Techniken später so aus, dass die auch Polizisten und Zivilisten anwenden konnten. Bis zu seinem Tod im Jahr 1998 entwickelte er die Techniken des Krav Maga immer weiter.

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