Muskeln verstehen lernen – Warum bekommt man Muskelkater?

Training lohnt sich - flickr/Mike Slichenmyer

Vorab – Was versteht man unter Muskelschmerzen?
Muskelkater ist eine schmerzhafte Nebenerscheinung, die nach körperlicher Anstrengung, häufig beim Sport, auftritt. Sie erscheint allerdings erst nach etwa 24 Stunden. Wer seine Muskeln definieren möchte und trainiert – ob im Fitnessstudio, zuhause oder draußen, kann laut dem Blog Fitness-und-Workout.de nach ungewohnten Bewegungen schnell am nächsten Tag von Muskelschmerzen geplagt sein. Aber auch durchtrainierte Menschen, die sonst keine diesbezüglichen Beschwerden haben, können oft gerade nach dem Ausprobieren neuer Trainingseinheiten, Muskelkater bekommen. Merkmale des betroffenen Muskels oder der Muskelgruppe sind: Schmerzen bei Bewegungen oder auf Druck, Erhärtung, eventuelle Verringerung der Kraft.

Nun zur Frage – Warum bekommt man Muskelkater?
Damit man weiß wie es zum Muskelkater kommt, muss man sich kurz mit der Definition des Muskels befassen. Ein Muskel besteht aus verschiedenen Fasertypen. Diese wiederum bestehen aus (Myo-)Fibrillen, welche vor allem für die Muskelbewegungen zuständig sind. Beim Muskelverkürzen verbindet sich das befestigte Eiweiß „Aktin“ mit einem synchron bestehenden Eiweiß „Myosin“. Beim Zusammenziehen des Muskels zerren dann die „Myosine“ an den „Aktinen“. Wird der Muskel überlastet, können zwischen den fadenförmigen Gefügen feine Sprünge entstehen, zu kompletten Faserrissen kommt es jedoch nicht. Diese Risse innerhalb des Muskels, also in den Fasertypen, führen dann zum Muskelkater. Im Volksmund gilt die „Milchsäure“ als Auslöser des Muskelkaters. Dies ist jedoch falsch. Bei Bewegungen die schnell und kraftraubend sind, wird durch die Sauerstoffunterversorgung des Muskels zwar viel Milchsäure produziert. Die Risse, die für den Muskelkater hauptsächlich von Bedeutung sind, entstehen aber erst bei größter Strapazierung und Anspannung.

Wie kann man Muskelkater am besten behandeln, oder sogar vorbeugen?
Wer seine Muskeln definieren möchte und sich vor dem gründlich Sport aufwärmt, kann den Muskelschmerzen leider nur in sehr geringer Weise entgegenwirken. Dehnübungen verbessern zwar die Gelenkigkeit, die Beweglichkeit und vermindern das Verletzungsrisiko, doch wirken sie nicht absichernd gegen Muskelkater. Einzig eine Wärmetherapie nach dem Training, wie bei einer heißen Dusche oder einem entspannenden Saunagang, kann zur schnelleren Genesung beitragen.

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