Wehenfördernde Mittel aus dem Erfahrungsschatz der Natur

Es gibt wohl kaum etwas Schöneres im Leben einer Frau als ihr Neugeborenes im Arm zu halten. Entsprechend sehnsuchtsvoll wird dieser Augenblick darum auch von der werdenden Mutter erwartet. Doch was kann man tun, wenn der Geburtstermin überschritten ist und die Wehen einfach nicht einsetzen wollen?

Zum Glück haben engagierte Hebammen sowie unsere Mütter und Großmütter im Laufe der Zeit hierzu wertvolle Erfahrungen über wehenfördernde Hausmittel gesammelt, von denen wir heute profitieren können.

Hilfreich ist es in jedem Fall, über den Tag hinweg regelmäßig beide Brustwarzen eine Minute lang zu massieren. Ergänzen lässt sich diese einfache Maßnahme durch ein tägliches Heublumensitzbad. Dazu wird eine spezielle Plastikwanne in die Toilettenschüssel eingehängt und mit heißem Wasser und den besagten Heublumen gefüllt. Wer es verträgt, kann auch ein warmes Vollbad nehmen. Da dies jedoch nicht jeder Kreislauf in diesem Spätstadium der Schwangerschaft so einfach wegsteckt, sollte man nur dann baden, wenn eine weitere Person in der Nähe ist.

In einem alten Heilkräuterbuch wird Wermuttee als besonders wehenfördernd beschrieben, da er die Durchblutung des Gewebes anregt. Bekannter ist heute aber wohl ein Tee aus Zimt, Ingwer, Nelken und Verbene, denen allesamt wehenförderne Eigenschaften zugeschrieben werden. Man nimmt einen Esslöffel Verbenentee aus der Apotheke, eine Zimtstange, eine kleine Ingwerwurzel und zehn Nelken und kocht alles zusammen auf. Den Tee lässt man einige Minuten ziehen und trinkt ihn dann schluckweise über den Tag verteilt. Hierdurch wird die Muskulatur der Gebärmutter stimuliert.

Zimtliebhaberinnen können aber auch einfach mit Zimt gewürzten Naturjoghurt oder Milchreis essen um sich die wehenförderne Eigenschaft dieses Gewürzes zunutze zu machen.

Viele Hebammen empfehlen auch das Einsetzen eines mit Nelkenöl getränkten Tampons. Es ist jedoch davon abzuraten, diese Maßnahme in eigener Regie durchzuführen. Hierzu sollten immer der Arzt oder die Hebamme zur Rate gezogen werden. Das Nelkenöl macht den Beckenboden weich und nachgiebig. Interessant ist in diesem Zusammenhang, dass es nach dieser Behandlung nur halb so oft zu Kaiserschnittgeburten kommen soll wie nach Wehentropf und Prostaglandin-Zäpfchen.

Ein Schlussgedanke: Jedes Ungeborene weiß, wann der richtige Zeitpunkt für seinen Eintritt ins Leben gekommen ist und wir sollten nicht zu sehr in die natürlichen Abläufe eingreifen. In diesem Sinne kommt hier eine der ältesten aller Weisheiten zu Wort: Abwarten – und Tee trinken.

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