Heilung durch Osteopathie?

Osteopathie

Osteopathie - flickr/moba

Vor über 130 Jahre begründete der amerikanische Arzt Dr. Andrew Taylor Still die Osteopathie als manuelle Therapiemethode. Ausgehend von der individuellen Situation und Diagnose des Patienten, kann die Osteopathie eine eigene Therapieform darstellen, oder als Ergänzung zu anderen Maßnahmen und Therapien dienen.
Osteopathie ist als ein ganzheitliches Therapiekonzept zu verstehen, das den Menschen als Ganzes einbezieht. Dabei spielt nicht nur der Körper eine große Rolle, sondern auch Geist und Seele werden während der Behandlung beachtet.

Osteopathie basiert auf den folgenden 4 Grundprinzipien:
1. Der Körper ist eine Einheit: Teile des Körpers, der Geist und die Seele sind miteinander verbunden. An Gesundheit und Krankheit ist der Körper immer als Ganzes beteiligt.
2. Struktur und Funktion der einzelnen Körperteile (Knochen, Muskeln, Sehnen und Organe) beeinflussen sich gegenseitig. Fehlhaltungen, Verletzungen oder Narben können die Funktion von Gewebe einschränken.
3. Der Körper verfügt über ausreichend Selbstheilungskräfte.
4. Der Patient steht bei einer osteopathischen Behandlung im Mittelpunkt und nicht nur die Krankheit. Die Osteopathie versucht immer, den Menschen mit seinen körperlichen, geistigen und emotionalen Besonderheiten gerecht zu werden.

Der Osteopath behandelt mit seinen Händen (manuell) und nicht über Medikamente oder psychologische Gesprächsführung. Ziel einer osteopathischen Behandlung ist nicht die Bekämpfung der Krankheit an sich, sondern hauptsächlich die Lösung von Funktionsstörungen und Blockaden, die eine Krankheit herbeiführen oder aufrechterhalten. Die meisten Krankheiten definieren sich über ein gestörtes Zusammenspiel der verschiedenen Organe und Systeme des Körpers. Durch das manuelle Einwirken auf die Muskeln, Knochen, Gelenke, Organe und Gefäße werden Spannungen gelöst und die Selbstheilungskräfte aktiviert. Bei Verdauungsproblemen, Haltungsschäden und Wirbelsäulenverkrümmungen, Kopf- und Kreuzschmerzen, aber auch Menstruationsbeschwerden und Operationsfolgen wie Narben und Verwachsungen kann die osteopathische Therapie mit gutem Erfolg eingesetzt werden. Grundlage einer jeden Behandlung bildet die klinische Diagnose des behandelnden Arztes.

Vorteile der Osteopathie:
Die Osteopathie wirkt ganzheitlich und ursächlich. Ohne Medikamente und damit ohne Nebenwirkungen werden die Ursachen für Beschwerden aufgespürt, Blockaden und Verspannungen gelöst und es können sehr gute mittel- bis langfristige Erfolge erzielt werden. Nachweislich werden durch die Osteopathie zum Teil sehr gute Therapieerfolge bei Rückenbeschwerden erreicht. Dadurch entwickelt sich diese Behandlungsmethode immer mehr zur ergänzenden Therapie.

Nachteile der Osteopathie:
Gerade zu Beginn der Therapie können sich die Beschwerden verschlimmern.

Grenzen der Osteopathie:
Reichen die Selbstheilungskräfte nicht aus, um den Körper wieder gesund werden zu lassen, stößt die Osteopathie an ihre Grenzen. Verletzungsbedingte Schäden (Brüche, Wunden, Verbrennungen) müssen zuerst konventionell behandelt werden. Tumore, Zysten, seelische Erkrankungen, Entzündungen, Stoffwechselerkrankungen können nicht über eine osteopathische Therapie behandelt werden.

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