Laktoseintoleranz bedeutet nicht zwangsläufig komplett auf Milch zu verzichten

cc by charlieh0tel/flickr

Ein Mensch, der unter einer Laktoseintoleranz leidet, der muss nicht zwangsläufig komplett auf alle Lebensmittel verzichten, die laktosehaltig sind. Aus diesem Grund empfiehlt die Deutsche Gesellschaft für Ernährung eine Umstellung der Ernährung in drei Phasen. Der DGE teilt mit, dass das Laktose spaltende Enzym Laktase trotz einer Laktoseintoleranz oftmals noch ein wenig aktiv sei, sodass ein Erkrankter die Milch und die Milchprodukte zusammen mit anderen Lebensmitteln, also in einer Mahlzeit, durchaus vertragen könnte. Hier ist es trotzdem sehr sinnvoll ermitteln zu lassen, wie viel Laktose ein Betroffener verträgt.

Wer seine persönliche Grenze ausloten möchte, für den ist es sinnvoll eine Ernährungsumstellung in drei Phasen zu vollziehen. In der Broschüre „Essen und Trinken bei Laktoseintoleranz“ rät die DGE dazu, dass die Betroffenen innerhalb der ersten zwei Wochen die laktosehaltigen Nahrungsmittel weitestgehend meiden. Unproblematisch seien grundsätzlich die laktosefreie Milch und Milchprodukte wie zum Beispiel der Hart- und der Schnittkäse, wie zum Beispiel Gouda, Edamer und Tilsiter. Da der Milchzucker durch die Käsereifung abgebaut wird, sind sie nahezu laktosefrei. Sobald die für die Laktoseintoleranz typischen Beschwerden wie zum Beispiel Durchfall, Magenkrämpfe, Blähungen und Bauchschmerzen, abgeklungen sind, so kommen Milch und Milchprodukte langsam wieder auf den Speiseplan zurück. Die Empfehlung der DGE ist, dass dieses auf mehrere Portionen am Tag aufgeteilt werden und möglichst mit einer Mahlzeit verzehrt werden sollte. Oftmals seien die nicht wärmebehandelten Sauermilchprodukte wie zum Beispiel Kefir, Joghurt und probiotische Produkte gut verträglich. Der hohe Laktosegehalt der Speisen wird weitgehend durch die vorhandenen Milchsäurebakterien abgebaut.

Die Betroffenen entwickeln aus dieser Testphase heraus dann ihre dauerhafte Ernährung. Diese sollte so zusammengesetzt sein, dass sie nie zu Beschwerden führt. Wenn beispielsweise bei einer Essenseinladung laktosehaltige Gerichte nicht zu vermeiden sind, so können in Absprache mit dem Arzt oder einer Ernährungsberatung laktasehaltige Enzympräparate verwendet werden.

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