Erfolg für Greenpeace und Verbraucher: adidas will Sportkleidung entgiften

Bereits vor gut drei Jahren hatte sich der Sportartikelhersteller adidas dazu verpflichtet, zahlreiche gefährliche Schadstoffe aus seiner Kleidung zu verbannen. Bisher wurden jedoch keine ernst zu nehmenden Maßnahmen ergriffen. Aus diesem Grund erhöhte Greenpeace in den letzten Wochen den Druck, startete Aktionen, Aufrufe und veröffentlichte einen erneuten Report über Gift in Kleidungsstücken von adidas, Nike, Puma und Co.

All dies hat nun zur Fußball-WM wohl Wirkung gezeigt, denn in dieser Woche hat sich adidas in einer offiziellen Erklärung zum Entgiften verpflichtet und sich dabei konkrete Ziele gesetzt. Man sichere zu, dass weltweit 90 Prozent aller Produkte frei von gefährlichen per- und polyfluorierten Chemikalien seien. Bis zum Jahr 2017 soll dieser PFC-freie Anteil auf 99 Prozent ansteigen und bis 2020 sollen die Gifte gänzlich aus der Produktion verbannt werden.

Desweiteren verpflichtet sich adidas zu mehr Transparenz: Bis Ende des Jahres sollen die Abwasserdaten von 99 Prozent aller chinesischen Lieferanten veröffentlicht werden und bis Mitte 2016 soll dies für 80 Prozent aller Abwasserdaten weltweit gelten. Vor allem in Ländern wie China leidet rund die Hälfte der Bevölkerung an den Folgen der Textilproduktion, indem sie keinen direkten Zugang zu sauberem Trinkwasser haben. Wir hierzulande werden unter anderem durch die erwähnten PFC in Mitleidenschaft gezogen, die Schuhe und Kleidung zwar schmutz- und wasserabweisend machen, aber auch unser Immunsystem und die Fortpflanzung schädigen können… Hoffen wir, dass adidas nun auch Taten folgen lässt und vor allem Nike und Co. nachziehen!

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