Mizuno Wave Rider 17

Getestet: Mizuno Wave Rider 17

Es war mal wieder Zeit, meine bisherigen Laufschuherfahrungen zu erweitern und die bisherigen Modelle und Hersteller herauszufordern. Ich bin ja immer auf der Suche nach Neuheiten, besserem Material und einer Performance-Verbesserung durch Technik. Und so fiel die Wahl diese Mal auf den Mizuno Wave Rider 17, der die Konkurrenz von Brooks, Saucony, Nike Free und Merrell, die ich zur Zeit auch noch laufe herausfordern sollte.

Der Mizuno Wave Rider ist ein absoluter Klassiker, den die Japaner nun bereits in Modellgeneration 17 herausbringen, nach dem er 1998 erstmals der Läufergemeinde vorgestellt wurde. Wenn Ihr Euch für die Evolution des Mizuno Wave Rider interessiert, könnt Ihr hier übrigens die komplette Historie des Schuh´s nachlesen.

Gestern hatte der Wave Rider 17 dann seine Laufpremiere und ich war vom ersten Eindruck wirklich sehr überrascht. Selten hat sich ein Laufschuh schon beim ersten Anziehen, so passgenau und stabil angefühlt. Ein erster Hinweis, daß es nicht nur eine kurze Affäre wird, sondern der Wave Rider wohl noch länger mein Laufpartner werden wird.

Rein optisch gesehen habe ich mich für den Wave Rider 17 in der weiß-grünen Variante entschieden und bin froh, damit auch mal wieder einen dezenteren Schuh in der Laufabteilung meines Sportschuhschrankes zu haben. Bei mir sieht der Wave Rider auch nach den ersten 15 Testkilometern aus wie neu. Wenn man den Schuh hart ins Gelände schickt, kann er danach aber auch so aussehen.

Der Mizuno Wave Rider 17 ist ein neutraler Schuh und ist auf Straßenbelag ausgerichtet. Mit seinen 250 Gramm ist er angenehm leicht und bietet trotzdem alles, was einen vollwertigen Laufschuh ausmacht. Zum Vergleich: Der als Leichtgewichtsschuh klassifizierte Nike Free Run 5.0 bringt mit 225 Gramm nur spürbar weniger Gewicht auf die Waage.

Der Wave Rider ist ersklassig verarbeitet und hat eine feine Oberflächenstruktur und wie zu lesen ist, hat der Wave Rider 17 auch deutlich weniger Applikationen als das Vorgängermodell. Diese Reduktion auch im Design spricht mich schon einmal sehr an.
Das neue Dämpfungsmaterial SR Touch ist ein leichtes Dämpfungsmaterial, welches den Schock bestmöglich absorbiert und einen kraftvollen und schnellen Abdruck ermöglicht. Für die Zwischensohle wurde U4iC verwendet – ein neues Material das leichter und trotzdem strapazierfähiger ist. Abgerundet wird die Neuentwicklung durch die Mizuno NEW Smoothride Technologie. Die neue Smoothride Technologie verhindert Energieverluste durch zu flexible oder zu steife Schuhe.

Mizuno Wave Rider 17

Mizuno Wave Rider 17

Doch zurück zum Testlauf. Wie bei neuen Schuhen üblich ging es erst einmal vorsichtig mit einer 5er Pace los, um zu schauen ob alles passt und der Bewegungsablauf flüssig läuft. Doch wie schon beim ersten Anprobieren vermutet, passt der Mizuno Wave Rider 17 perfekt und bietet gerade im Vorfuß-Bereich etwas mehr Platz. Die neue Sohle bietet einen guten Grip und beim Fersenlauf dämpft der Schuh angenehm und bietet eine optimale Flexibilität zum abrollen. Schnell sind die ersten 3 Kilometer absolviert und der Wave Rider ist zum zuverlässigen Partner geworden – alles sitzt, alles rollt und das Fußgefühl ist angenehm leicht und luftig – die Intercool-Technologie wirkt also auch.

Für den restlichen Lauf geht es von der Schotter-Sand-Piste auf Asphalt und hier ziehe ich auch das Tempo etwas an. Der Wave Rider geht gut mit, ist aber im Vergleich zu anderen Laufschuhen relativ hart und bietet wenig Bodengefühl. Obwohl ich das Bodengefühl vermisse, daß ich an Merrell´s oder Nike Free schätze, zahlt sich die Sohlenkonstruktion des Wave Rider in einer höheren Gewschwindigkeit aus. Ich habe einfach das Gefühl, daß der Schuh zwar die Stöße gut abfedert, aber trotzdem wenig Laufenergie wegnimmt und das man insgesamt einen schnelleren Schritt machen kann oder man mit weniger Energieverlust durch die Auftritt-, Abroll- und Abstoßbewegung kommt.

Trotzdem ist die Schockabsorption ausreichend, um auch lange Läufe über Halbmarathon-Distanzen oder länger mit dem Schuh zu laufen, was ich mit Nike Free oder anderen Barfußschuhen gerade für Anfänger nicht empfehlen kann.

Mizuno Wave Rider 17

Mizuno Wave Rider 17

Und somit hat sich der Mizuno Wave Rider 17 schon nach dem ersten Testlauf und einer 15 Kilometer-Distanz oben auf meiner Laufschuhliste eingeordnet und wird mich jetzt öfter bei Straßenläufen über mittlere und längere Distanzen begleiten und auch bei Wettkämpfen über 10 Kilometer. Für kurze Trainingsläufe setze ich aber weiter auf Barfußschuhe, um den Fuß und den Laufapparat in seiner Stablisierungsfunktion stärker zu trainieren.

Der Mizuno Wave Rider 17 ist in verschiedenen Farbvarianten erhältlich und kostet offiziell 140€. Einige nicht ganz so beliebte Farbkombinationen sind bei einigen Händlern aber auch schon unter 100€ zu bekommen und sind damit ein „Strong Buy“, wie man in der Börsianersprache sagt. Mehr Infos zum Schuh und zu den verwendeten Technologien gibt es direkt bei Mizuno.

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Eine Antwort zu “Getestet: Mizuno Wave Rider 17”
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Was andere sagen:
  1. […] Laufschuhklassiker im Design- und Materialaspekt nur in wenigen Punkten von seinem Vorgänger, dem Wave Rider 17, der mich ziemlich begeistert […]



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