Besonders im Bereich Ernährung, Fitness und Schönheit werden wir tagtäglich mit etlichen Ratschlägen, Weisheiten und Ideen bombardiert. Zum einen fällt es schwer, hier den Überblick zu behalten, zum anderen sind darunter auch immer wieder einige Mythen, die sich hartnäckig halten. An dieser Stelle wollen wir in der nächsten Zeit mit so einigen dieser Fitness-Mythen aufräumen.
Ein Mythos, den man leider immer wieder hört, ist, dass wer schnell und viel schwitzt, nicht gut genug trainiert ist. Dies ist eindeutig falsch! Auf unserem Körper sind gut zwei Millionen Schweißdrüsen verteilt. Das Schwitzen ist keine schlechte Sache, sondern dient dazu den Körper zu kühlen.
Grundsätzlich ist es so, dass man auch diesen Kühlungsprozess trainieren kann. Das heißt, dass bei Menschen, die häufig Sport machen, die Kühlung und damit das Schwitzen sogar früher einsetzen kann als bei Untrainierten. Zudem ist die Menge an Schweiß und wie schnell jeder von uns schwitzt, genetisch festgelegt. Viel Schweiß heißt also nicht, dass man nicht fit ist.
Dass Berge seit jeher auf Menschen eine faszinierende Wirkung haben, muss wohl nicht extra erklärt werden. Doch es müssen ja nicht immer die heute so vielbesungenen Extremsportarten sein um die Berge für sich zu entdecken. Bergwandern hat sich inzwischen zu einer Art Trendsport gemausert, dessen Nutzen auch Mediziner bestätigen.
So zeigten sich positive Effekte bei Menschen mit Depression oder Burnout genauso wie für Übergewichtige oder Leute, die viel Stress im Beruf haben. Das gemächliche Besteigen eines Berges verbessert die Stoffwechselvorgänge im Körper, den Sauerstofftransport im Blut und fördert den Muskelaufbau. Ein guter Sport um abzunehmen oder etwas für seinen Kreislauf zu tun.
Durch die unterschiedlichen Bewegungen sind beim Bergwandern alle Muskelgruppen gefragt. Gleichzeitig tut es aber auch der Seele gut. Man entdeckt die Natur, ist von Stille umgeben und nimmt die Umgebung ganz anders war. Hier vergeht die Zeit eindeutig langsamer. Also, wer sich mal wieder etwas Gutes tun möchte, sollte vielleicht einen kleinen Trip in die Berge planen.
Nach den wunderschönen letzten Tagen, die viele sportlich genutzt haben, hält nun langsam der Herbst Einzug und mit ihm kommt die Erkältungszeit. Sport ist gut für die Gesundheit und das Immunsystem. Jedoch weist das Zentrum für Gesundheit der Deutschen Sporthochschule Köln auch darauf hin, dass zu intensiver Sport auch eine Belastung für das Immunsystem werden kann.
Sport führe dazu, dass die Anzahl der weißen Blutkörperchen im Körper steigt. Bei einer starken Belastung erhöhe sich der Wert stark und falle danach rasant wieder ab. Dabei käme es zu dem sogenannten Open-Window-Effekt. Zu diesem Zeitpunkt nach dem Sport könne das Immunsystem Viren und Bakterien nur schwer abwehren.
Besser sei hier ein eher moderates Training. Dabei steige die Zahl der weißen Blutkörperchen nicht so stark an, würde aber gleichzeitig auch nur langsam abfallen. Für das Immunsystem sei dies besser. Ein Tipp, den man sich wohl vor allem in der kalten Jahreszeiten beim Training ruhig zu Herzen nehmen kann.
In den letzten Jahren hat sich Klettersteigen in Europa zu einem echten Trendsport entwickelt. Inzwischen gibt es europaweit über 1.600 Klettersteige, für Einsteiger und Profis. Doch immer noch hält sich bei so manch einem hartnäckig die Einstellung, dass Klettersteigen nur etwas für Weicheier und Leute, die den Kontakt zum Berg scheuen, wäre.
Dies stimmt bei Weitem nicht, denn viele der Klettersteige, auch Via Ferrate (Eisenwege) genannt, führen über Steinwände, Felsvorsprünge und tiefe Schluchten, die Mut und Kraft benötigen. Selbst so manch ein Profi soll an einigen Stellen bereits der Mut und die Kraft verlassen haben.
Gesichert durch das Klettersteigset bewegt man sich über Eisenleitern, Eisenstifte und Stahlseilen den Fels entlang. Dabei gibt es nicht nur anspruchsvolle, sondern auch spektakuläre und landschaftlich wunderschöne Strecken. Anfänger beginnen natürlich mit nicht so ganz gewagten Klettersteigen. Ein Sport, den man ruhig einmal ausprobieren sollte, aber Vorsicht, die Suchtgefahr ist groß!
In immer mehr deutschen Städten schießen Fitnessstudios aus dem Boden, die sich auf Elektromyostimulation, kurz EMS, spezialisiert haben. In Berlin wäre dies beispielsweise Speed-Fit. Das Versprechen klingt traumhaft: Nur zweimal die Woche 15 Minuten Training und die Wunschfigur ist zum Greifen nahe.
Das Prinzip dahinter: Stromstöße stimulieren die Muskeln, also bringen sie sie dazu sich zusammenzuziehen. Sogar Spitzensportler setzen aktuell auf diese Trainingsmethode. Vor dem Training wird man mit Wasser besprüht, damit der Strom besser geleitet wird. Beim Training muss man sich dafür kaum bewegen und nur dazwischen wird es durch Übungen wie Kniebeugen ergänzt.
Gleichzeitig muss einem aber auch bewusst sein, dass dabei Strom durch den Körper fließt und viele berichten, dass dies höllisch brennen soll. Danach fühlt man sich nicht überanstrengt. Für so manch einen mag dies ein weiterer Vorteil sein, doch gleichzeitig gibt es auch viele, die gerade dieses Auspowern beim Sport so lieben. Im Großen und Ganzen kann man sagen, dass EMS eindeutig Geschmackssache ist. So manch einem mag der Strom im Körper nicht so viel zusetzen, andere wiederum bleiben dann doch lieber bei Jogging und Co. Was meint ihr?