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Sportversicherung? Unfallversicherung? Welche Versicherungen brauchen Hobby-Sportler und Profisportler wirklich?

Fotos: Sportunfall | px

Jeder Mensch sollte sich in seinem Leben ausreichend bewegen und genügend Sport treiben. Und natürlich benötigt man hierfür auch die passende Versicherung, um sich gegen Risiken beim Sport abzusichern. Der Versicherungsschutz umfasst dabei beispielsweise die Leistungen bei Unfällen, den Schutz vor persönlicher Haftung, die Zahlung von Arztrechnungen bei gebrochenen Knochen, Krankenrücktransporten aus dem Ausland und auch optional den Einkommensersatz, wenn man temporär arbeitsunfähig ist – und im schlimmsten Fall bei schweren Verletzungen auch dauerhafte Verdienstausfälle oder im Todesfall eine finanzielle Entschädigung für die Hinterbliebenen.
Denn: Wo gehobelt wird, fallen Späne. Und je nach Sportart und Professionalitätsgrad, wird halt etwas mehr gehobelt!

Was bedeutet das in Bezug auf Sport?
Sport ist sehr vielfältig und es gibt viele Sportarten mit unterschiedlichen körperlichen Aktivitäten. Bei sportlichen Aktivitäten sind Verletzungen vorprogrammiert, aber nicht alle Sportarten benötigen eine gesonderte Versicherung. Bei der Versicherung ist es außerdem sehr wichtig, dass zwischen einem Profisportler und einem Freizeitsportler unterschieden wird. Der Profisportler verdient mit der Sportart seine Brötchen und der Freizeitsportler macht es zum Vergnügen, in geringerem Umfang und verdient mit einem anderen Beruf seinen Unterhalt.

Versicherungen für Freizeitsportler
Bei Freizeitsportler sieht dies anders aus. Hier reicht in der Regel eine normale Krankenversicherung, um die Gesundheitsrisiken abzudecken. Wer allerdings viel für Wettkämpfe oder zum Training im Ausland unterwegs ist, sollte sich unbedingt eine Auslandskrankenversicherung für den Sport zulegen, denn diese deckt dann nicht nur die Behandlung vor Ort im Ausland, sondern meist auch den teuren Rücktransport aus dem Ausland, wenn man beispielsweise mit einem gebrochenen Bein nicht mit dem eigenen Auto zurückfahren kann.

Eine normale Haftpflichtversicherung beinhaltet heutzutage ebenfalls eine Versicherung für die meisten Sportarten. Nur Radsportler müssen sich ggf. eine private Haftpflichtversicherung zulegen und besonders riskante Sportarten wie Basejumping, Fallschirmspringen und Motorsport. Wenn man eine solche Sportart ausüben möchte, sollte man seinen Versicherungsvertrag prüfen, ob diese Risiken abgesichert sind oder bei seinem Versicherungsmakler nachfragen.

Neben der Haftpflichtversicherung ist die Unfallversicherung genauso wichtig. Achten Sie hierbei darauf, dass Sie auch bei eigenem Verschulden abgesichert sind.
Wichtig zu erwähnen: Alle Sportler sind bei einer Versicherung abgesichert, wenn die Verletzungen durch die Sportart eingetreten sind. Ein Unfall beim Aushelfen auf der Nachbarsbaustelle ist dabei natürlich nicht abgedeckt, auf wenn man sich dabei genau so gut auf die Nase legen kann, wie beim Rennradfahren.
Es gibt aber auch Beispiele, wo während des Sports ganz genau unterschieden wird, wie dieses Beispiel zeigt:

Beispiel A:
Ein Spieler hat sich bei einem Zweikampf das Bein gebrochen. In diesem Fall tritt der Versicherungsschutz in Kraft.

Beispiel B:
Ein Spieler begeht eine Tätlichkeit und verletzt seinen Gegner am Kopf. Der Gegner erleidet eine Gehirnerschütterung. In diesem Fall tritt die Haftpflichtversicherung nicht in Kraft, da die Verletzung nicht auf die Sportart zurückzuführen ist.

Grundsätzlich gilt, daß man als Hobbysportler bei den klassischen Sportarten über die regulären Versicherungsanbieter und deren günstigen Standardtarife abgesichert werden kann. Allerdings sollte man beim Versicherungsvergleich die korrekten Angaben machen. So wird beispielsweise auf der Seite von Haftpflichtversicherungsvergleich.info unter den Spezialfiltern gezielt nach Fußball, Basketball, Reiten, Surfen, Segeln, Motorboot fahren, Kite Sport und Drohnen fliegen als besondere Risiken gefragt.

Sportversicherungen: Versicherung für Profisportler
Um ihre finanzielle Stabilität zu schützen und die komplexen Bedürfnisse ihrer persönlichen Eigentums- und Unfallrisiken zu berücksichtigen, ist es wichtig, dass Profisportler einen Versicherungsmakler konsultieren, der auf das Verständnis und die Beseitigung der Schwachstellen spezialisiert ist, die mit beträchtlichem Vermögen einhergehen.

Beispiel:
Real Madrid hat 2012 die Beine von Ronaldo mit ca. 200 Millionen Euro versichern lassen. Hätte sich der Portugiese so schwer verletzt, dass er nie wieder Fußball spielen könnte, wäre diese Summe fällig gewesen. Solche Summen würden normale Versicherungsgesellschaften niemals anbieten können.

Mehr Erfolg, mehr Risiko
Typische Versicherungsprogramme bieten keinen angemessenen Schutz für Profisportler. Sie fallen aus dem Muster, da sie eine stärkere öffentliche Bekanntheit erreichen, ihr Einkommen erhöhen, zusätzliche Immobilien erwerben oder Vermögenswerte an Familienangehörige schenken. Weiterhin stellen sie Assistenten und andere Angestellte ein, um sie bei der Bewältigung ihres wachsenden Lebensstils zu unterstützen.
Jeder dieser Umstände kann die Versicherungsbedürfnisse auf unvorhergesehene Weise ändern und die Sportlerin nach einem Unfall, Diebstahl oder Gerichtsverfahren einem erheblichen Wertverlust aussetzen. Diesem Risiko kann nur durch ein maßgeschneidertes umfassendes persönliches Risikomanagementprogramm begegnet werden, das den außergewöhnlichen Charakter ihrer Immobilien und Vermögenswerte berücksichtigt.

Optimale Abdeckung durch die Sportversicherung
Wenn das Einkommen steigt, kaufen Profisportler mit hoher Wahrscheinlichkeit hochwertige Vermögenswerte – Häuser mit Luxusausttattung, aufwändige Pools und Landschaftsgestaltung oder eigene Kinos oder Fitnessstudios. Diese Vermögenswerte sind oft so ausgeprägt, dass Standard-Versicherungspolicen bei Verlust wahrscheinlich keinen angemessenen Schutz bieten.
Darüber hinaus sind Profisportler, wie andere in der Öffentlichkeit, eher Ziel von Identitätsdiebstahl, Entführung – oder Erpressungssituationen und Stalking. Standardversicherer verfügen oftmals nicht über das Fachwissen oder die Fähigkeit, Athleten, die sich gegen diese ungewöhnlichen Risiken schützen wollen, Deckung und Anleitung zu bieten.
Es gibt viele private Versicherer, die die Notwendigkeit einer erweiterten, spezialisierten Deckung anerkennen und erweiterte Richtlinien bieten, um den für diese einzigartigen Vermögenswerte und Lebensstilverbindlichkeiten erforderlichen Schutz bieten können. Sie umfassen häufig zusätzliche Dienste wie den Zugriff auf persönliche Sicherheitsberater oder Hintergrundscreenings für Mitarbeiter.

Umfassende Beratung notwendig
Die vielfältigen Güter und Vermögen derer, die durch den Sport zu Vermögen gekommen sind, erzeugen typischerweise unglaubliche Komplexitäten, die beim Versicherungsschutz mit großer Vorsicht zu behandeln sind. Eine eingehende und gründliche Konsultation mit einem Versicherungsmakler ist unerlässlich, um sicherzustellen, dass spezielle Situationen angemessen berücksichtigt werden.

Beispiel:
Zum Beispiel ist es nicht ungewöhnlich, dass Profisportler Autos oder sogar Häuser für Familienmitglieder kaufen. Diese Großzügigkeit ist bewundernswert, aber es ist wichtig, sich über die Eigentümerstruktur klar zu werden. Je mehr Vermögenswerte unter dem Namen des Athleten sind, desto höher ist das Haftungsrisiko. Wenn er oder sie der Besitzer der Wohnung auf dem Papier ist, aber nicht der Hauptbewohner ist, kann dies Auswirkungen auf die Versicherung haben.

Um ein umfassendes Verständnis des Lebensstils und des Risikoprofils jedes Kunden zu erlangen, beginnt eine private Versicherungs jede neue Kundenbeziehung mit einer vertraulichen, umfassenden persönlichen Risikomanagement-Beratung. Sie analysieren das aktuelle Versicherungsprogramm unter Berücksichtigung der gegenwärtigen Umstände und der zukünftigen Pläne. Anschließend erstellen und liefern sie ganzheitliche Empfehlungen für ein explizit für den Kunden konzipiertes Versicherungsprogramm. Wenn sich die Karriere eines Profisportlers entwickelt oder umstellt, ändern sich auch automatisch seine Versicherungsbedürfnisse. Versicherer für Profisportler verwalten das Versicherungsprogramm jedes ihrer Kunden durch laufende Serviceleistungen, regelmäßige Überprüfungen, persönliche Beratung und Beratung im Schadenfall proaktiv.

Der Schutz der Eigenschaften, Vermögenswerte und Lebensstile von Personen mit Wohlstand und Ruhm erfordert hochentwickelte Fachkenntnisse, maßgeschneiderte Lösungen, strikte Privatsphäre und außergewöhnlichen Service, der nur durch eine vertrauensvolle Beraterbeziehung mit einem qualifizierten Versicherungsbroker erreicht werden kann.

Versicherungsschutz für Sportvereine
Besonders absichern müssen sich übrigens auch Sportvereine, denn nicht nur der klassische Sportunfall für Vereinsmitglieder und muttrainierende Nichtmitglieder muss geregelt sein, sondern auch eine Diebstahlversicherung macht Sinn. Darüber hinaus können die Sportgeräte und die Sportanlage gegen Diebstahl, Brände, Hochwasser oder Beschädigungen abgesichert werden. Das größte Risiko entsteht für Vereine aber durch Personenschäden, wenn klassische Sportverletzungen wie Zerrungen, Prellungen, Brüche und der absolute Klassiker, der Kreuzbandriss eintreten.

Das sind die gefährlichsten Sportarten
Betreibt man eine dieser gefährlichsten Sportarten, sollte man sich unbedingt mit einer gesonderten Versicherung absichern:

1. Wingsuit-Fliegen
2. Big-Wave-Surfing
3. Motorsport
4. Drachenfliegen
5. Eistauchen
6. Reitsport
7. Freiklettern
8. Ski Alpin

Wir Läufer und Triathleten haben es da in unserem Sport doch noch relativ sicher. Also einfach weitermachen!

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