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Langläufe bei wichtigen Leichtathletik-Events

Der Fußball hat Millionen von Fans, die die Spiele in Bundesliga, Champions League und allen anderen Wettbewerben mit Spannung im Stadion oder vor dem Fernseher verfolgen. Manche nutzen auch den 888sport Bonus, um Wetten auf ihren Lieblingsverein abzuschließen und von dessen Siegen sogar finanziell zu profitieren. Auch andere Mannschaftssportarten wie Handball oder Eishockey sind fester Bestandteil im Portfolio vieler Sportwetten-Anbieter.

Aber wusstet ihr, dass es sogar möglich ist, aufs Laufen zu wetten? Natürlich geht es dabei nicht um Volksläufe wie den SportScheck Stadtlauf Berlin oder die Adidas Runners City Night in der Hauptstadt.
Vielmehr geht es darum, seine Favoriten bei den großen Leichtathletik-Events der Saison zu bestimmen. Dazu gehört etwa die Diamond League – eine Serie von Meetings, die seit 2010 jedes Jahr stattfindet. Interessant sind die Wettbewerbe der Diamond League für die Athleten vor allem deshalb, weil sie attraktive Preisgelder gewinnen können.
Für jeden Sieg bei einem Meeting gibt es 10.000 US-Dollar, die Gesamtsieger in einer Disziplin können sich darüber hinaus über 50.000 Dollar freuen. Dafür müssen sie allerdings konstante Leistungen über die gesamte Saison bringen. Derzeit besteht die Diamond League aus 14 Meetings, die in aller Welt stattfinden.
Obwohl das Internationale Stadionfest (ISTAF) in Berlin Teil des Vorgängerformats Golden League war, gehört es leider nicht der Diamond League an. Stattdessen macht die Serie unter anderem zwei Mal in der Schweiz (Lausanne und Zürich), in Paris, Brüssel und Monaco Station.

Um den Gesamtsieger in einer Disziplin zu ermitteln, wird ein Punktesystem angewendet. Der Sieger eines Wettbewerbs bekommt demnach acht Punkte, der Zweitplatzierte sieben, der Dritte sechs und so weiter.
Der einzige Laufwettbewerb über eine längere Distanz, der im Rahmen der Diamond League stattfindet, ist der 5.000-Meter-Lauf. Leider gibt es weder einen 10.000-Meter-Lauf noch einen Marathon. Bei den Männern gewann dieses Jahr Joshua Cheptegei aus Uganda. Der holte schon 2017 die Silbermedaille über 10.000 Meter bei der Weltmeisterschaft in London und triumphierte 2018 bei den Commonwealth Games im australischen Gold Coast, als er sowohl über 5.000 als auch über 10.000 Meter Gold holte. Im März 2019 siegte er auch bei den Crosslauf-Weltmeisterschaften im dänischen Aarhus, wo er die zehn Kilometer in 31:40 Minuten hinter sich brachte.

Beim 5.000-Meter-Lauf der Frauen hat die Kenianerin Hellen Obiri bereits zum dritten Mal in Folge die Diamond League gewonnen. Obiri dominiert schon seit einigen Jahren die Mitteldistanzen und holte bei den Olympischen Spielen 2016 in Rio de Janeiro Silber über 5.000 Meter. Bei der WM in London ein Jahr später siegte sie über die gleiche Distanz, außerdem gewann sie 2018 bei den Commonwealth Games in Gold Coast. Wie Cheptegei war auch Obiri dieses Jahr bei den Crosslauf-Weltmeisterschaften in Aarhus erfolgreich und gewann die Einzelwertung über zehn Kilometer in 36:14 Minuten.

Das kommende Highlight für die Spitzen-Leichtathleten ist die Weltmeisterschaft, die vom 27. September bis zum 6. Oktober 2019 in Doha stattfindet. Dort stehen unter anderem der 5.000- und der 10.000-Meter-Lauf sowie der Marathon auf dem Programm. Im Vorfeld der WM wurde viel über die Hitze diskutiert, die in der katarischen Hauptstadt herrscht.
Aus diesem Grund wird der Innenraum vom Khalifa International Stadium stark heruntergekühlt werden. Der Marathon, der wegen seiner großen Distanz außerhalb des Stadions ausgetragen werden muss, startet erst um Mitternacht, um die hohen Temperaturen zu vermeiden. Bei der WM in London vor zwei Jahren gewann der Kenianer Geoffrey Kirui die 42,195 Kilometer in 2:08:27 Stunden, bei den Damen siegte Rose Chelimo aus Bahrain in 2:27:11 Stunden. Zwei deutsche Damen nahmen auch am WM-Marathon teil: Die aus Äthiopien stammende Fate Tola, die seit 2016 für Deutschland startet, belegte den 22. Platz, Katharina Steinruck aus Leipzig landete auf Rang 39.

Im nächsten Jahr sind die Olympischen Spiele in Tokio das große Ziel für die besten Leichtathleten der Welt. Derzeit wird in der japanischen Hauptstadt das Neue Nationalstadion errichtet, in dem zahlreiche olympische Wettbewerbe ausgetragen werden – darunter auch die Läufe über 5.000 und 10.000 Meter. Selbstverständlich wird auch der Marathon Teil des olympischen Programmes sein. Der startet und endet ebenfalls im Neuen Nationalstadion, der größte Teil der 42,195 Kilometer führt die Läufer jedoch durch die Gartenanlage des Kaiserpalastes von Tokio.

Der amtierende Olympiasieger im Marathon der Männer ist der Kenianer Eliud Kipchoge, der 2016 in Rio in 2:08:44 Stunden über die Ziellinie kam und auch auf der Medaille des Berlin-Marathon geehrt wurde. Mit seiner Zeit hatte er mehr als eine Minute Vorsprung vor dem Silbermedaillen-Gewinner Feyisa Lilesa aus Äthiopien. Bei den Frauen siegte vor drei Jahren in Rio Jemima Sumgong aus Kenia, und zwar in einer Zeit von 2:24:04 Stunden. Für Aufsehen sorgten bei diesem Rennen die deutschen Teilnehmerinnen Anna und Lisa Hahner. Die Zwillingsschwestern liefen – auf den Positionen 81 und 82 liegend – Hand in Hand über die Ziellinie, was ihnen in der Öffentlichkeit einige Kritik einbrachte. Es wurde ihnen vorgeworfen, den Lauf nicht ernst genug zu nehmen und als PR-Veranstaltung in eigener Sache zu missbrauchen. Aus diesem Grund durften die Hahner-Schwestern auch nicht am Frankfurt-Marathon 2016 teilnehmen.
Man darf gespannt sein, ob die Hahners auch in Tokio an den Start gehen – und wie sie ins Ziel kommen.

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