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Mit Genuss zum Wohlfühlgewicht

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Wer abnehmen möchte, muss verzichten lernen. Dieses Motto hält sich seit Jahrzehnten hartnäckig und ist in unseren Köpfen verankert. Doch eine neue Studie widerlegt diese Annahme. Sie weist nach, dass genussvolles Essen das Abnehmen unterstützen kann.

Essen, was dir schmeckt

Diese Methode widerspricht auf den ersten Blick allen bisher bekannten Vorgaben, doch dieses kontraintuitive Abnehmen erklärt sich bei genauerem Hinsehen nachvollziehbar. Es basiert darauf, dass wir, wenn wir essen, was uns schmeckt, langsamer und bewusster essen. Damit nehmen wir am Ende weniger Nahrung zu uns, weil durch das langsamere Tempo beim Essen, das Sättigungsgefühl „rascher“ eintritt.

Das ist auch als „Himbeer-Prinzip“ bekannt. Dabei essen wir nur noch, was uns schmeckt, dies jedoch in ausreichendem Maße. Entwickelt wurde dieses Prinzip von der Neurowissenschaftlerin Dana Small. Sie reagierte damit auf die Diagnose Prädiabetes und hatte mit ihrer ungewöhnlichen Therapie Erfolg. Die führende US-Expertin animierte in der Folge zahlreiche andere Wissenschaftler, das Phänomen zu untersuchen.

Genuss reduziert die Menge

Ihr Motto „Wer isst, was ihm schmeckt, ist bewusst und weniger“ zeigte erstmals auf, dass wir so eher auf hochverarbeitete Lebensmittel wie Fast Food verzichten. Diese bremsen das Sättigungsgefühl und führen so dazu, dass Betroffene ohne Genuss immer mehr essen. Nicht umsonst gilt diese Form von Lebensmitteln als am schädlichsten. Sie stoppen die Ausschüttung von Dopamin im Körper.

Der Kampf gegen die überflüssigen Pfunde wird zumeist mit Diäten geführt. Doch diese scheitern nicht nur an der Disziplin, sondern auch am mangelnden Genuss. Verbote und Entbehrungen widersprechen der menschlichen Natur. Deshalb führen sie selten zum Erfolg.

Maß und Selbstkontrolle sind in Beruf und Freizeit selbstverständlich

Die Versuchung, zu Fast Food zu greifen, ist groß. In einer hektischen Arbeitswelt nehmen sich die meisten von uns kaum noch Zeit für ein genussvolles Essen. Dabei finden sich Maß und Selbstkontrolle bei der Arbeit ebenso wie in der Freizeit. Beim Spielen gilt es, Ruhe und den Überblick zu bewahren. Die besten Online Casinos in Österreich und ihre Spiele bringen nur dann Erfolg, wenn die Spieler, ein entsprechendes Mindset aufweisen. Im Beruf sind Selbstbeherrschung und eine logische Herangehensweise ebenso erforderlich, um seinen Job gut zu erledigen. Lediglich bei der Ernährung verzichten wir gerne auf das, was wir ohnehin wissen. Doch diese Verhaltensweise lässt sich über genussvolles Essen austricksen.

Dana Small hat sich diesem Thema in ihrer neuesten wissenschaftlichen Arbeit neuerlich gewidmet. Sie nennt ihre Arbeit, die sie gemeinsam mit ihrem Co-Autor Justin Sung verfasst hat, dem Thema: Verteidigung des Vergnügens.

Hochverarbeitete Lebensmittel bedienen Prozesse im Gehirn

Darin widmet sie sich auch den Belohnungswegen im menschlichen Gehirn. Zwei davon sind für unser Verhalten verantwortlich. Der erste wird durch Geschmack, Aroma und Textur aktiviert. Der Zweite reagiert auf Kalorien und Fett. Er funktioniert unabhängig davon, ob uns das Essen schmeckt oder nicht. Die ungesunden, hochverarbeiteten Lebensmittel „stürzen“ sich fast ausschließlich auf den zweiten Weg. Das macht uns Lust auf mehr, obwohl uns dies nicht guttut. Hochverarbeitete Lebensmittel bedienen in ihrer Zusammensetzung jene Prozesse im Körper. Daneben schüren sie das Bedürfnis, immer ungesunde Lebensmittel zu essen, die Sensibilität für Geschmack geht verloren. Doch wir können aktiv dagegen arbeiten.

Grundsätzlich unterscheidet die Wissenschaft drei Arten von Hunger. Neben dem klassischen Magenknurren, das wir körperlich spüren, kennen wir alle noch weitere Beispiele. Das Gefühl, keinen Hunger zu haben, aber etwas essen zu wollen, ist ebenso eine Tatsache, wie jener Hunger, der von den Darmbakterien gesteuert wird. Sie produzieren Substanzen, die Appetit entstehen lassen.

Medikamentöser Schutzschild

Doch all dieses Wissen reicht nicht aus, damit du tatsächlich abnimmst. Schließlich versucht Studien zufolge, jeder zweite von uns, zumindest ein paar Kilos zu verlieren. Doch diesem Wunsch stehen nicht nur die Art der Lebensmittel, sondern auch die Menge, die wir zu uns nehmen, entgegen. Dies trifft Menschen mit Adipositas besonders hart.

Ein möglicher Ansatz sind die neuen Abnehm-Medikamente. Diese verhindern, dass der von Dana Small beschriebene zweite Belohnungsweg im Gehirn aktiviert wird. Die Folge davon ist der Gewichtsverlust, denn die Größen der Portionen schrumpfen. Gleichzeitig bekommen die Patienten mehr Lust auf Genuss und damit mehr Qualität. Die Medikamente wirken also wie ein Schutzschild und normalisieren die körpereigene Kommunikation zwischen Gehirn und Darm.

Wie lässt sich der Zugang fördern?

Doch der Zugang zu genussvollen Lebensmitteln ist auch eine Frage des Einkommens. Nicht umsonst weisen Studien seit Langem nach, dass hochverarbeitete Lebensmittel hauptsächlich bei einkommensschwachen Familien auf der Tagesordnung stehen. Wie können wir dieses Problem lösen? Schließlich haben Familien weder Zeit noch Geld, um für mehrere Familienmitglieder unterschiedlich einzukaufen und zu kochen. Das gilt sinngemäß auch für den Zugang zu den teuren Abnehm-Medikamenten.

Manche Experten fordern ein Eingreifen des Staates. Mögliche Unterstützungsmaßnahmen wären finanzielle Unterstützungen für gesunde Ernährung, ebenso wie eine seit Jahren diskutierte Zuckersteuer. Doch mehr Geld für ungesunde Lebensmittel dürfte jenen von uns nicht helfen, die sich gesunde Ernährung nicht leisten können oder wollen.

Aufklärung, Steuersenkungen auf gesunde Lebensmittel und eine bessere Verfügbarkeit frischer und hochwertiger Produkte sind Bausteine auf dem Weg zu einer gesünderen und genussvolleren Ernährung. Die Wissenschaftlerin Dana Small hat aufgezeigt, dass es bessere Wege gibt, um Gewicht zu verlieren und gesünder zu leben. Die Folgeschäden von Fast Food tragen schließlich nicht nur die Betroffenen, sondern auch die Gesellschaft über das Gesundheitssystem. Wir alle sind daher gefordert, uns Gedanken zum Thema zu machen.

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