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Das Nestlé-Ernährungsstudio – Ein Blick hinter die Fassade

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So langsam scheint es zum Glück bei vielen Verbrauchern anzukommen, dass etliche der großen Lebensmittelkonzerne bei all ihrer schön klingenden Werbung nicht vorrangig um die Verbesserung der Ernährungsgewohnheiten der Menschen, sondern um die Maximierung des Verkaufsvolumens und des Unternehmensgewinns besorgt sind.

Sie locken uns mit Wellness- oder Bio-Produkten und versprechen dadurch ein gesünderes Leben, doch in Wirklichkeit steckt hinter vielen der wohlklingenden Namen häufig nur wieder ein unnatürliches Laborprodukt, das mit Inhaltsstoffen zubereitet ist, die im Verdacht stehen oder sogar nachweislich krank und dick machen.

Besonders kritisch ist das Beispiel des Lebensmittelkonzerns Nestlé, der online ein Ernährungsstudio (unter http://ernaehrungsstudio.nestle.de) anbietet und gerade kräftig dafür die Werbe- und PR-Trommel rührt. Dort soll man sich zu gesunder Ernährung und Lebensweise oder zu Sport informieren und auch für die Kinder gibt es einen eigenen Bereich unter Nutrikid.de

Sicher ist es eine lobenswerte Initiative des Unternehmens, so massiv in den Aufbau und die Vermarktung eines Portals zur Aufklärung über Ernährung zu investieren. Doch scheinbar ist Nestlé bei der Produktion der eigenen Lebensmittel nicht ganz so ehrgeizig, wie bei der Ernährungsberatung im Internet.

Viele Lebensmittel des Konzerns enthalten Fette, Zucker oder andere Zusatzstoffe, deren Kosum in höheren Dosen von Ernährungsexperten als kritisch angesehen wird. Die Organisation Foodwatch berichtet von einer Maggi Tütensuppe (Maggi gehört auch zum Nestlé Konzern). Hier ein Zitat aus der Kompaktinfo von Foodwatch:
„Die Tütensuppe warb: „Ohne Zusatzstoff Geschmacksverstärker“. Sie enthielt jedoch glutamathaltigen Hefeextrakt, der als Geschmacksverstärker eingesetzt wird, aber nicht als solcher gekennzeichnet werden muss.“ Dieses Produkt wurde dann im September letzen Jahres aus dem Sortiment genommen.

Und auch das Produkt Fitness Fruits steht wegen des hohen Zuckergehalts von 35% in der Kritik. Auch die auf der Packung verwendete typische Portionsangabe von 40 Gramm pro Mahlzeit, halten viele Kritiker für unpassend, da die Verbraucher in der Regel größere Mengen zu einer Mahlzeit verzehren. Insofern würden sich die Nährwertangaben auf eine Portionsgröße beziehen, die so in der Realität nur von den wenigsten Verbrauchern konsumiert wird.

Aber auch in anderen Bereichen, hat es Nestlé geschafft, sich prominente Kritiker auf den Plan zu rufen. Zu nennen wäre dann noch der Einsatz von genmanipultierten Zutaten (laut Greenpeace) , auch in Babynahrung, die Wasser-Politik des Konzerns in den ärmeren Ländern und und und. Dort kaufen sie laut AG Friedensforschung gezielt Wasserquellen auf und jeder, der dort an Wasser will, muss zahlen. Für die armen Länder, in denen frisches Wasser ohnehin schon Mangelware ist, ruinös.

Anfang diesen Jahres wurde von Greenpeace herausgefunden, daß Nestlé in Kit-Kat Palmöle verwendet, die von einem Hersteller stammen, der auch Urwälder roden lässt. Hier ein Video einer Protestaktion von Greenpeace bei der Hauptversammlung des Unternehmens.

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Es wird Zeit, dass wir alle beim Lebensmittel-Kauf mehr die Augen auf machen und uns mit dem auseinandersetzen, was wir essen. Die Chemie im Essen ist nämlich ein Hauptproblem, warum vielen das Abnehmen so schwer fällt. Also, lieber selber und frisch kochen und auf die Fertigprodukte verzichten!

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