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Penis, Glied & Schwanz: Das solltest Du unbedingt wissen!

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Obwohl wir in einer vermeindlich aufgeklärten Zeit leben, wo sexuelles Material jederzeit durch Plattformen wie Pornhub und Co. verfügbar sind, habe ich das Gefühl, daß die meisten Männer mehr über Autos, Fußball und andere Sachen wissen, als über den Penis. Und daher gebe ich heute auch diesem Thema heute mal ein wenig Raum in meinem Blog.

Die wichtigsten Fakten zum Penis

Mit „Gemächt“ ist das Duo Hodensack und Penis gemeint. Das Wort „Gemächt“ leitet sich übrigens von einem althochdeutschen Begriff für „Kraft, Vermögen“ ab. Insbesondere der auch „Glied“ oder im erigierten Zustand „Phallus“ genannte Penis ist für den Mann nicht irgendein Körperteil wie Ohrläppchen, Bauchnabel oder Anus-Falte, sondern in der Regel hochgradig mit Gedanken von Unvollkommenheit oder Zufriedenheit kombiniert. Dies nicht zuletzt in Verbindung mit der Selbsteinschätzung sexueller Leistungsfähigkeit und Attraktivität. Zu dieser mentalen Bedeutung des Gliedes kommt die generelle physische Verletzlichkeit der exponiert in der Mittel des Körpers positionierten Kronjuwelen, die den Penis für jeden Mann so besonders macht. Nicht von ungefähr halten manche Männer ständig eine schützende Hand vorm Schritt. 

Lebenslang traumatisierend können „Schwanzlängevergleiche“ beim gemeinsamen Duschen nach der Schulsportstunde wirken. Ebenso traumatisierend wirkt mitleidiges Lächeln von LiebespartnerInnen beim ersten Treff mit nackten Tatsachen. Zudem sind Penisse im Schlaffzustand, wenn man einmal ganz ehrlich ist, selten von gleicher ästhetischer Schönheit wie wohlgeformte Nasen, pralle Oberarme oder Sixpacks. Der Penis im Wartezustand hat eher etwas von einer schrumpelige Wurst jenseits des Mindesthaltbarkeitdatums oder einem traurig baumelnden alten Gartenschläuchchen an sich. 

Der Penis ist abgesehen von emotionalen und ästhetischen Gesichtspunkten natürlich vor allem doppelter Funktionsträger: Er ist sowohl Ummantelung des Harnröhren-Endstückes als auch Freude oder Nachwuchs bringender Luststab. Im Folgenden erfahrt ihr die wichtigsten Fakten dieses immer noch manchmal wegen einer gewissen Schamhaftigkeit tabuisierten Männerteils. 

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Der Aufbau des Penis

Der Penis ist im erschlafften Zustand durchgängig ziemlich weichlich. Kein Wunder, denn – vielleicht zum Glück! – gibt es da keinen, in der Tierwelt weitverbreiteten Penisknochen, wie zum Beispiel bei Gorillas und Schimpansen, bei Hunden und Walrössern mit einem Weltrekord von 60 cm Durchschnittslänge. 

Der menschliche Penis teilt sich in die Abschnitte Peniswurzel (Radix penis), Penisschaft (Corpus penis) und Eichel (Glans penis). Die Peniswurzel ist praktisch das Verbindungsstück zwischen Becken und Penisschaft. Der Penisschaft ist das längste Stück im Glied, dafür hat die Verdickung am Penis-Ende, die Eichel, den größten Durchmesser. An der Spitze der Eichel befindet sich der Meatus urethrae externus, die Öffnung der Harnröhre, aus der uriniert und ejakuliert wird. 

In ihrer individuell variierender Form erinnert die Eichel häufig eher an den Pilzhut einer Stinkmorchel mit kleiner Öffnung an der Spitze als an die namensgebende Nussfrucht der Eiche. 

An der Eichelspitze sitzt ein kleines Hautbändchen, das Frenulum, das mit der Vorhaut (Präputium) verbunden ist. Dieses Endstück der überaus elastischen Penishaut bedeckt ganz oder teilweise die Eichel. In vielen Fällen endet die Vorhaut aber auch am Penisschaft und Eichel trennenden, leicht wulstigen Eichelrand (Corona glandis) und lässt so die Eichel unbedeckt. Diese Eichel-Nacktheit kann natürliche Gründe haben oder ist durch Beschneidungen verursacht worden. 

Der Penis kann sowohl mit Muskeln als auch mit Geschwollenen und Nervigkeiten aufwarten. Zwei Schwellkörper liegen an der Oberseite. Ein weiterer, die Harnröhre schützender Schwellkörper, führt an der Unterseite bis zur Eichel. Bei sexueller Erregung strömt Blut in diese drei Körper und bläht sie auf: Voila! Es gibt eine Erektion! Diese Ständer-Situation wird durch zwei Mini-Muskelstränge unterstützt. Kontraktionen dieser Muskeln pumpen Sperma Richtung Ausgang. 

Ebenfalls wesentlich für die Versteifungen sind die bei sexueller Reizung als Verbindungslinien von der hyper-empfindlichen Eichel zum Lustzentrum im Rückenmark dienenden Nervenstränge Nervus dorsalis penis und Nervus genitofemoralis. 

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Kleiner micro Penis oder großer, dicker, langer Penis – Was ist die häufigste Größe?

Nicht nur bei Jugendlichen sind Fragen wie „Wer hat den Längsten?“ oder „Ist mein Penis noch im Durchschnittsbereich?“ von manchmal erheblicher Bedeutung. Da hilft auf der einen Seite der Appell an den gesunden Menschenverstand, dass Phallus-Länge mit wahrer Menschlichkeit und Männlichkeit so wenig zu tun hat wie zum Beispiel die Körpergröße oder das Plus auf dem Girokonto. Auf der anderen Seite hilft auch ein Blick auf die Faktenlage. Die besagt nämlich, dass die Glied-Unterschiede ja im Grunde genommen immer nur wenige Zentimeter ausmachen. Und was sind schon Zentimeter vor der Größe des Weltalls?

Die durchschnittlichen Penislängen variieren leicht je nach Weltregion. Der in vielen südlichen Regionen häufige, so genannte “Fleischpenis“ (20 % des Welt-Penis-Bestandes) ist im Baumelzustand meist länger als seine nördlichen Gegenstücke. Dabei beachtet werden aber muss, dass der Fleischpenis im Unterschied zum im klimatisch kälteren Norden dominierenden Blutpenis im erigierten Zustand kaum an Länge zunimmt. Im Sex-Fall sind diese beiden Haupt-Varianten männlicher Standhaftigkeit in etwa gleich lang. 

Einige Durchschnittslängen von Penissen, die von der Wurzel bis zur Eichelspitze gemessen wurden: In Mitteleuropa ist ein durchschnittlicher Penis im Ruhezustand ungefähr neun Zentimeter lang. Ebenso der Umfang. Im erigierten Zustand sind es bei Länge und Umfang etwa 13 Zentimeter. Bis vier Zentimeter ruhend und sieben Zentimeter aktiv gelten Penisse nach Expertenmeinung als normal dimensioniert. Erst darunter („Mikropenis“) sind die Probleme beim Sexualverkehr so erheblich, dass sie – so zumindest einige Fachleute – auch mit ausgefeilter Technik nur bedingt ausgeglichen werden können. Ob das wirklich und für welche Anzahl der Männer stimmt, dürfte nicht unstrittig sein. 

Im Alter nimmt die Größe des Gliedes leider etwas ab. 

Erkrankungen und Verletzungen am Penis

Ein kürzerer Penis hat auf jeden Fall den Vorteil, eine geringere Angriffsfläche für physische Angriffe zu haben und beim Nackt-Laufen weniger verletzungsgefährdet zu sein. 

Eine besonders massive Verletzungs-Art ist der Penis-Bruch. Dabei handelt es sich mangels Penis-Knochen nicht um einen Bruch wie bei einem Arm- oder Beinbruch, sondern um das Einreißen von Teilen des Schwellkörpers. Vorangegangen ist einer solchen wahnsinnig schmerzhaften Ruptur eine Erektion. Durch übertrieben heftige mechanisches Bearbeiten des steifen Glieds beim Geschlechtsverkehr, bei der Masturbation oder auch beim unglücklichen Falle aus dem Bett, kann der Phallus abknicken. Es gibt meist ein knackendes Geräusch beim Einreißen des Schwellkörpers. Ärztliche Fürsorge und Zähnezusammenbeißen tun jetzt dringend not. Zum Glück sind Brüche der elastisch konstruierten Penisse selten.

Eine gar nicht so unhäufige Sonderheit sind warzenähnliche Pickel am Eichellrand. Diese, meist weißlichen, Hornzipfel (Papillae coronae glandis) sind ein Überbleibsel aus der Evolutionsgeschichte und gesundheitlich in der Regel unbedenklich. 

Meist ebenfalls kein großes Problem ist die Bildung von Smegma. Dabei handelt es sich um eine schleimige oder halb-körnige Talg-Substanz, die sich aus verschiedenen Absonderungen von Eichel und Vorhautdrüsen an der Eichel und unter der Vorhaut bildet. Durch unzureichende Intimpflege nicht beseitigtes Smegma entwickelt nicht nur unangenehme Käse-Gerüche, sondern kann auch zu Entzündungen führen. In etlichen Fällen von Peniskrebs gilt Smegma als möglicherweise mitursächlich. 

Die regelmäßige Beseitigung von Smegma stellt sich bei Vorhautverengung (Phimose) oft als Herausforderung dar. Unter Phimose wird der Zustand bezeichnet, bei dem die Vorhaut wegen unzureichender Elastizität nicht ganz oder nicht schmerzfrei hinter den Eichelrand geschoben werden kann. Dieses Phänomen ist bei Präpubertanten als Folge, meist als Folge einer Art vorübergehender Verklebung, durchaus üblich. Mindestens die Hälfte der deutschen Jungen im Vorschulalter haben eine, gegebenenfalls behandlungsbedürftige, Vorhautverengung. Bei den 14-jährigen sind es dann weniger als zehn Prozent, bei 17-jährigen bei ungefähr ein Prozent. Spätestens wenn beim Erwachsenen die Vorhaut bei Erektion nicht problemlos von der Eichel abgezogen werden kann und es deswegen unter anderem beim Geschlechtsverkehr zu Schmerzen kommt, ist der Gang zum Facharzt dringend angesagt. 

Sehr selten ist in Deutschland ist der lebensgefährliche Peniskrebs. 

Beschnittener Penis

Bei Phimose ist häufig die Entfernung der Vorhaut als medizinischer Eingriff üblich. Aber auch aus kulturellen, insbesondere religiösen, Gründen gehört die Beschneidung (Zirkumzion) der Vorhaut zu einer gängigen Mini-Operation. Mindestens ein Drittel der männlichen Weltbevölkerung laufen mit unbemützter Eichel durchs Leben. Die bekanntesten religiösen Beschneidungs-Praktiken werden von gläubigen Juden und Muslimen als Initiationsritus durchgeführt. Sind es im jüdischen Kulturkreis fast durchweg ganz kleine Babys,die beschnitten werden, lassen sich Muslime in einigen Regionen damit damit häufig etwas Zeit. So werden in der Türkei Jungen oft im Kindergarten- oder Grundschulalter beschnitten. Die für die Jungen eher unangenehme Prozedur ist in der Regel mit einen ausgelassenen Fest verbunden 

Beschneidungsmäßig einen Sonderfall in der westlichen Welt stellen die USA dar. Hier werden mehr als die Hälfte der neugeborenen Babys beschnitten. Argument: Die Zirkumsion senkt das Risiko für eine Reihe von möglichen Erkrankungen. 

Immer schön sauber halten!

Zur Vorbeugung von Entzündungen und zur Vorbeugung von Stinkgerüchen wird dringend zur regelmäßigen Penis-Reinigung empfohlen. Gerade im warm-gemütlichen Biotop in der Unterhose vermehren sich Keime prima. Am besten täglich einfach mit warmen Wasser und neutralem Waschgel sanft-gründlich abspülen. Dabei die Vorhaut nicht vergessen. 

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Der Penis in Kunst und Kultur

Zum sehr privaten Kulturbereich in Sachen Penis gehört das Intimpiercing von Eichel oder Penisschaft. Meist durch die Harnröhre gestochene Pirercings mit so klingenden Namen wie“ Prince Albert“ oder „Ampallang“ sollen die Freude beim Sex intensivieren. 

Im eher öffentlichen Kulturbereich gab und gibt es eine Vielzahl von Hinweisen auf den Penis. Dabei wurde der Phallus als Zeichen männlicher Macht, Kraft und Fruchtbarkeit oft grotesk überdimensioniert in Skulpturen dargestellt. So etwa bei steinzeitlichen Phallus-Kulten oder bei der Darstellung des griechischen Fruchtbarkeitgottes Priapos. Auf Priapos geht übrigens die Bezeichnung „Priapismus“ für das Krankheitsbild Dauererektion zurück. 

Allerdings entsprach und entspricht die Darstellung einer männlichen Riesengurke nicht immer dem Zeitgeschmack. Es ist zum Beispiel auffallend, dass bei Nackt-Statuen der Antike ebenso wie der Renaissance perfekt modellierten Männerkörpern wie Michelangelos David relativ kleine Gemächte zugeordnet sind. Diese der Größen-Realität durchaus entsprechenden Geschlechtsteile sind Ausdruck der Überzeugung, dass große Penisse bei realen Personen Symbol für Grobschlächtigkeit und Dummheit seien, normal kleine Penisse dagegen Sinnbilder für Charme, Ästhetik und Intelligenz. 

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