Zentrales Unfallregister für Tauchunfälle notwendig?
Tauchen wird immer ein interessanter Sport bleiben: die einmalige Unterwasserwelt, wunderschöne Korallenbänke und ein wenig Abenteuerlust, vielleicht etwas Neues zu entdecken, lassen den Kreis der Taucher stetig wachsen. Wenn das Wasser auch keine Balken hat, muss das Tauchen trotzdem keine unwägbaren Risiken bergen:
Grundvoraussetzungen dafür sind der richtige Umgang und die Übung mit dem Tauchgerät sowie die für das Tauchen erforderliche gesundheitliche Fitness.
Taucher oft durch zunehmenden technischen Aufwand überfordert
Panik bei unvorhergesehenen oder nicht eingeübten Zwischenfällen, Verletzungen an scharfen Kanten oder ein an Land banaler Schnupfen können jedoch zu Gefahren für die Gesundheit führen. Der Arzt und Geschäftsführer der Tauchunfall-Assistance aqua med in Bremen, Marco Röschmann, berichtete anlässlich eines Workshops für Notärzte und im notärztlichen Bereich tätige Mediziner in Freiburg über neue Erkenntnisse zu Notfällen unter Wasser. „Die Ursachen von Notfällen unter Wasser bleiben oft im Dunkeln. Wenn die einen tödlichen Tauchunfall untersuchende Staatsanwaltschaft keinen Anhalt für ein Fremdverschulden hat, werden keine weiteren Ermittlungen über die tatsächlichen Umstände der Erkrankung oder des Todes unter Wasser durchgeführt“, bedauert Marco Röschmann.
Ärzten fällt auf, dass die Taucher zunehmend überfordert sind. „Der technische Aufwand, der getrieben wird, ist oft immens und wird nicht immer beherrscht. Selbst eine gründliche ärztliche Untersuchung vor dem Tauchen schließt nicht aus, dass der Taucher übergewichtig und schlecht trainiert ist. Hinzu kommen die ganz normalen gesundheitlichen Risiken, wie zum Beispiel ein plötzlicher Hustenreiz, ein Schnupfen oder gar eine Herzattacke“, so Röschmann. Mehr…

