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On Cloudsurfer 3 Test. Wie läuft sich die neue Dämpfung mit Surreal-Schaum?

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Weich gelandet, schwungvoll weiter: Der On Cloudsurfer 3 im Praxistest

Seit Oktober steht der neue On Cloudsurfer 3 exklusiv in ausgewählten Laufläden, während der breite Marktstart erst Anfang 2027 erfolgt. Ich konnte den mit komplett neuer Dämpfung generalüberholten On Cloudsurfer bereits vorab testen und habe in den vergangenen Wochen rund 130 Kilometer mit ihm gesammelt: auf Asphalt, Kopfsteinpflaster und den Schotterwegen am Stadtrand. Mein Eindruck vorweg: Dieses Update fällt deutlich größer aus, als die schlichte Aktualisierung der Versionsnummer vermuten lässt.

On Cloudsurfer 3: Vom straffen Vorgänger zum Komfortschuh

Mit dem On Cloudsurfer 2 bin auch viel unterwegs gewesen, aber der Vergleich zum ersten Cloudsurfer war einfach zu unspektakulär. Entsprechend neugierig war ich auf den Nachfolger, denn On hat praktisch jedes Bauteil angefasst: Mittelsohle, Sohlengeometrie, Obermaterial und Außensohle sind neu. Optisch bleibt er als Cloudsurfer erkennbar, die Plattform ist allerdings sichtbar in die Höhe gewachsen.

Surreal: Der erste Superschaum von On

Herzstück ist der Mittelsohlenschaum Surreal. Erstmals setzt On damit auf ein superkritisch aufgeschäumtes Material auf EVA-Basis, komplett im eigenen Haus entwickelt. Rund vier Jahre soll die Entwicklung gedauert haben. Laut On ist Surreal gegenüber dem bisher verwendeten Helion-Schaum 15 Prozent leichter und 15,5 Prozent weicher, die Reaktionsfreude soll sogar um 23,3 Prozent zulegen. Solche Laborwerte betrachte ich grundsätzlich mit einer Prise Skepsis. Auf der Straße ist der Fortschritt aber tatsächlich zu spüren, dazu gleich mehr.

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Achten statt Ovale: Die neue CloudTec Phase

Fast ebenso wichtig ist die überarbeitete Sohlengeometrie. Die markentypischen Aussparungen, bei On Clouds genannt, wurden per Computersimulation neu berechnet; Größe, Winkel und Form unterscheiden sich vom Vorgänger. Ins Auge sticht vor allem der Querschnitt, der nun eher einer Acht ähnelt als dem bisherigen Oval. Beim Abrollen geben die Elemente von der Ferse bis zum Vorfuß nacheinander nach, statt gleichzeitig zusammenzusacken. On beziffert den Effekt auf eine um 15,5 Prozent tiefere Kompression und ein knapp zehn Prozent sanfteres Abrollen. Genau so fühlt es sich unterwegs auch an. Netter Nebeneffekt: Das gelegentliche Quietschen der Sohle, das manche On-Modelle bei Nässe von sich geben, ist vollständig verschwunden.

Warp-Knit-Obermaterial: Satter Halt mit kleinen Abstrichen

Schon beim Reinschlüpfen fällt die üppige Polsterung an Zunge und Fersenkragen auf. Das neue Warp-Knit-Mesh umschließt den Mittelfuß straff, ohne zu drücken, während eine innenliegende, festere Fersenkappe die Ferse sicher in Position hält. Weit nach vorn reicht die Schnürung, was meinem eher schmalen Fuß entgegenkommt. Anfangs wirkte die Zehenbox etwas knapp, nach wenigen Läufen hatte sich das Material jedoch angepasst. Meine gewohnte On-Größe passt einwandfrei. Habt Ihr breitere Füße, solltet Ihr den Schuh vor dem Kauf im Laden testen oder auf die Wide-Variante warten, die On für Anfang 2027 angekündigt hat. Kleiner Minuspunkt: An den letzten warmen Septembertagen staute sich unter dem recht dicken Obermaterial ordentlich Wärme.

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Auf der Strecke: Erst entspannt, dann federnd

Bereits auf den ersten Metern fühlt sich der Cloudsurfer 3 deutlich weicher an als sein Vorgänger, ohne dass ich darin versinke. Richtig interessant wurde es nach etwa 20 bis 30 Kilometern: Sobald sich der Schaum eingelaufen hatte, kam ein Rebound zum Vorschein, den ich so von keinem anderen Trainingsschuh der Schweizer kenne. Die Landung bleibt gedämpft, der Übergang zum Abdruck geschmeidig, und ein Teil der Energie kommt merklich zurück.

Lockere Dauerläufe und lange Sonntagsrunden über 25 Kilometer hat er mühelos geschluckt. Selbst gegen Ende langer Einheiten fühlten sich meine Beine frischer an als gewohnt. Zieht Ihr das Tempo an, macht der Schuh bereitwillig mit, drängt Euch aber nie nach vorn. Für Intervalle greife ich trotzdem zu einem leichteren Modell; der Cloudsurfer 3 bleibt klar ein Begleiter für die ruhigen Kilometer. Positiv überrascht hat mich die Stabilität: Trotz höherer Plattform sorgt die relativ breite Basis für sicheren Stand, auch in engen Kurven oder auf unebenen Wegen.

Spannend fand ich den direkten Vergleich mit dem Cloudmonster 3, der ebenfalls bei mir im Einsatz ist. Der Cloudsurfer rollt runder ab und federt lebendiger, während der Monster beim Abdruck direkter und klassischer wirkt. Dessen Obermaterial ist luftiger, der Surfer umhüllt den Fuß dafür mit mehr Polster.

Außensohle: Griffig bei Schmuddelwetter

Drei großflächige Gummipads decken die wichtigsten Kontaktzonen ab. Bei einem verregneten Lauf über nasses Kopfsteinpflaster hatte ich zu keinem Zeitpunkt das Gefühl wegzurutschen. Auch auf festen Wald- und Feldwegen macht die Sohle eine gute Figur, für echte Trails ist sie allerdings nicht gedacht. Auf losem Untergrund beißt das Profil zudem besser zu als beim Cloudsurfer 2. Nach rund 130 Kilometern zeigen sich nur minimale Abriebspuren, die Mittelsohle wirkt unverändert frisch.

Die Schattenseiten des On Cloudsurfer 3

Ganz ohne Kritik kommt der Neue nicht davon. Mit etwa 285 Gramm im Herrenmodell (Damen: rund 245 Gramm) hat er gegenüber dem Vorgänger leicht zugelegt, was mir im Alltag allerdings kaum auffällt.

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On Cloudsurfer 3 kaufen

Den neuen On Cloudsufer 3 gibt es für 170€ bei ausgewählten Sporthändlern. Bei uns in Potsdam ist er zum Beispiel bei Meilenweit zu bekommen. Danit ist der Preis gegenüber Version 2 übrigens stabil geblieben. Und ehrlich gesagt, muss man ja inzwischen froh sein, wenn man überhaupt einen modernen Laufschuh unter 200€ findet. Daher kann man mit dem neuen Cloudsurfer nichts verkehrt machen. Ab 2027 gibt es den Schuh dann auch ganz offiziell online. Wer nicht warten will, kann sich ja inzwischen an den wirklich guten Angeboten für den Cloudsurfer 2 erfreuen.

Mein Fazit: Ein echter Generationssprung

Unterm Strich ist On mit dem Cloudsurfer 3 ein großer Wurf gelungen. Der Surreal-Schaum verbindet weiche Landungen mit einer Spritzigkeit, die ich bei den bisherigen Alltagstrainern der Marke vermisst habe. Passform, Grip und Verarbeitung überzeugen, die Kritikpunkte bleiben überschaubar. Sucht Ihr einen komfortablen Partner für entspannte Dauerläufe, lange Einheiten und alles dazwischen, lohnt sich der Gang in den Laufladen. Bei mir hat er sich schon jetzt einen Stammplatz im Schuhregal erlaufen.

On Cloudsurfer 3: Die Eckdaten im Schnellüberblick

Einsatzbereich: neutraler Trainingsschuh für lockere und lange Läufe auf Straße und festen Wegen
Gewicht: ca. 285 g (Herren), ca. 245 g (Damen)
Sprengung: 8 mm
Mittelsohle: Surreal Superfoam mit CloudTec Phase
Obermaterial: Warp-Knit-Mesh
Passform: fällt normal aus, Wide-Variante ab Anfang 2027
Preis: 170 Euro (UVP)
Verfügbarkeit: seit Oktober 2026 im spezialisierten Fachhandel, online ab Anfang 2027
Plus: weich und dennoch reaktiv, sicherer Halt, starker Grip bei Nässe, robust
Minus: leicht gestiegenes Gewicht, schmutzanfällig, warm an heißen Tagen

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