Radsport

Indoor-Cycling und Outdoor-Biken im Vergleich– wo liegen die Unterschiede?

Radfahren – es gehört zu den beliebtesten Freizeit- und Sportaktivitäten in Deutschland. Nicht nur, weil zahlreiche Muskelgruppen trainiert und eine gute Ausdauer gefördert werden. Darüber hinaus ist die Sportart gleich auf zweierlei Weise möglich. Auch, wenn nicht beide Varianten von jedem Sportler favorisiert werden, so ermöglichen Outdoor- und Indoor-Biken regelmäßige Sporteinheiten bei jedem Wetter.
Um herauszufinden, wo die Unterschiede zwischen den Radsportvarianten liegen, gibt es im Folgenden die individuellen Vor- sowie Nachteile und die drei größten Unterschiede.

Vorteile beim Outdoor-Biken
Wer sich mit dem Bike draußen sportlich betätigt, hat einen riesen Bonus – und zwar die Erkundung beeindruckender Landschaften und Strecken.

Einer der größten Vorteile beim Outdoor-Biken ist die Zeit an der frischen Luft in der Natur. Egal, ob die Route durch die heimische Umgebung führt oder ein besonderer Rundweg am Wochenende anvisiert wird, die Entdeckung und Erkundung ungewöhnlicher, beeindruckender Orte spricht ganz klar für das Outdoor-Fahrradfahren. Weitere Vorteile sind:

  • Fortschritte sind direkt am eigenen Leib erlebbar
  • Immer wieder neue Herausforderungen durch unterschiedlich schwierige Strecken
  • Messbare Leistungssteigerung
  • Perfekt, um gutes Wetter voll auszunutzen
  • Spaß an der Bewegung durch wachsende Motivation
  • Kühler Fahrtwind sorgt für besseren Trainingserfolg
  • Training und Ausfahrten sind in der Gruppe gemeinsam mit anderen erlebbar

Tipp: Radsport-Anfänger finden hier 10 typische Fehler, die es beim Radfahren zu vermeiden gilt.

Cannondale Caad 9 Ultegra SL
Cannondale Caad 9 Ultegra SL

Unterscheidungsmerkmal 1: Der Preis
Bevor es zu den Vorteilen beim Indoor-Cycling geht, folgt der erste Unterschied zwischen den Radsportvarianten. Denn es bestehen Preisunterschiede zwischen dem Fahrrad für die Straße und dem Modell für die eigenen vier Wände. Während ein gutes und hochwertiges Rennrad mit Preisen von 600 bis hin zu 8.500 Euro schon teilweise mehr kostet als ein gebrauchter Kleinwagen, reichen die Anschaffungskosten für einen hochqualitativen Fahrradheimtrainer ebenfalls bis an die 6.000 Euro-Grenze.
Allerdings gibt es auch einige Geräte, die schon unter 100 Euro zu haben sind. Es kommt dabei immer auf die gewünschten Funktionalitäten sowie Ausstattungen an. Im Gegensatz zum Outdoor-Bike spielen beim Hometrainer oder Ergometer allerdings technische Details eine übergeordnete Rolle, weshalb es sich bei diesem lohnt, ein paar mehr Euros für bessere Technik und Qualität auszugeben.
Eine tolle Hybridlösung stellen sogenannte Rollentrainer dar. Dabei wird das Rennrad Zuhause in das Trainingsgerät eingespannt und so kann ein echtes Rennradgefühl auch Zuhause simuliert werden. Nach der Wintersaison spannt man dann einfach wieder das normale Laufrad in das Fahrrad ein und kann somit wieder ganz normal damit auf der Straße fahren.

Tipp: Wer aktuell noch kein Outdoor-Bike zur Verfügung hat, schaut mal beim Jubiläumsverkauf 25 Jahre RADhaus vorbei. Hier gibt es hochwertige City-, Trekking- und Mountainbikes zum charmanten Preis-Leistungsverhältnis. Auch E-Bikes, Einzelteile und Zubehör für die Fahrräder sind im Shop in einer großen Vielfalt zu haben. Wer nach Bekleidung oder Helmen sucht, wird ebenfalls fündig. Das familiengeführte Experten-Unternehmen hat alles im Angebot, was Hobby- und Profi-Radsportler brauchen und aktuell dank Jubiläumsverkauf sogar zu günstig reduzierten Preisen.

Vorteile vom Indoor-Cycling
Wer gerne bei Wind und Wetter sportlich aktiv ist, der ist mit einem Indoor-Cycle perfekt beraten.
Einer der größten Vorteile beim Indoor-Bike ist die Wetter- und Umgebungsunabhängigkeit. Sportler können das Gerät zu jeder Tages- und Nachtzeit benutzen. Außerdem spielt es dabei keine Rolle, ob es gerade regnet, stürmt oder schneit. Das Bike steht im Wohn-, Sport- oder Arbeitszimmer immer nach Belieben zur Verfügung. Weitere Vorteile sind:

  • Heimtrainer ist im Fitnessstudio oder Zuhause nutzbar
  • Training ist im ganzen Jahr kompromisslos möglich
  • Werte zur eigenen Fitness und Leistung stehen übersichtlich digital zur Verfügung
  • Leichtere Fokussierung auf ein Ziel und dessen Erreichung
  • Motivation durch facettenreiche Anzeigen auf dem Display
  • Angenehme Privatsphäre im Eigenheim
  • Relativ wartungsarm bis wartungsfrei – je nach Gerätqualität
  • Beschäftigungen wie Fernsehen sind nebenbei möglich

Tipp: Wer gerade nach einem Heimtrainer oder Ergometer auf der Suche ist, findet hier ein paar Tipps, um beim Kauf eines Gerätes keine Fehler zu machen.

Unterscheidungsmerkmal 2: Das Training
Grundsätzlich unterscheidet sich das Training der beiden Radsportvarianten vor allem hinsichtlich der Effektivität. Geschuldet ist das den natürlichen Elementen, die beim Sport in den eigenen vier Wänden fehlen. Wer beispielsweise outdoor mit dem Bike unterwegs ist, der muss sich nicht nur der Strecke an sich, sondern auch folgenden Faktoren stellen:

  • Hindernissen und Überraschungen
  • Wind und Wetter
  • Ausdauer und Geschwindigkeit

Der Fahrtwind sorgt dafür, dass ein Plus an Kraft aufgewendet werden muss. Das fehlt natürlich beim Training zuhause komplett. Zudem ist es nötig den eigenen Körper durchweg auf dem Bike zu stabilisieren. Dadurch stehen beim Radsport draußen ganz andere Muskelgruppen intensiv unter Spannung als es der Fall beim Heimtraining ist. Hinzu kommt die Tatsache, dass die Körperhaltung auf dem Ergometer häufig etwas entspannter ist als auf dem Outdoor-Bike.

Tipp: Wer noch mehr über Krafttraining im Radsport, Beintraining und spezifische Tipps zum Muskeltraining erfahren will, der schaut hier mal rein.

Nachteile von Outdoor- und Indoor-Bike

Outdoor-Bike Indoor-Bike
* Abhängig vom Wetter
* Wartungsintensivhoher Verschleiß
* Genauer Kalorienverbrauch nicht immer deutlich (variiert durch Strecke, Anstrengung und Geschwindigkeit)
* Keine Fortbewegung und Kilometerangaben
* Vergleichsweise niedrigerer Trainingserfolg durch fehlende Elemente (Anstrengung fällt leichter)
* Keine frische Luft
* Fehlende Abwechslung

Zudem benötigt eine Outdoor-Tour immer eine gewisse Vorbereitung. Zunächst müssen Sportler die Route planen, anschließend wird Proviant zusammengepackt und auch alle wichtigen Utensilien wie Flickzeug und Wechselkleidung dürfen bei langen Touren nicht fehlen. Beim Heimtrainer legen Sportler sofort los. Getränke und Snacks sind schließlich stets griffbereit und danach geht es direkt unter die heimische Dusche.

Unterscheidungsmerkmal 3: Die Sicherheit
Zu guter Letzt geht es um einen sehr wichtigen Unterschied zwischen Outdoor-Sport mit dem Bike und dem Indoor-Training auf dem Ergometer. Sportler setzen sich bei den unterschiedlichen Radsportvarianten diversen Gefahren aus, woraus ein verschieden hohes Verletzungspotential entsteht.
Generell ist das Risiko, sich beim Outdoor-Sport zu verletzen um ein Vielfaches höher. Gründe dafür sind folgende Faktoren:

  • Unvorhergesehene Überraschungen auf der Strecke führen zu Unfällen
  • Zu intensives Training führt zu starker körperlicher Belastung
  • Schwierige Tourenabschnitte und plötzliche Wetterveränderungen führen zu Stürzen
  • Andere Verkehrsteilnehmer und unachtsame Mitfahrer können Unfälle verursachen
  • Materialdefekte, wie Reifenplatzer können zu Stürzen führen

Beim Heimtraining sind diese Gefahren nicht realistisch. Außer das zu intensive Training, welches im Zweifelsfall auch zuhause Schwierigkeiten verursachen kann, wenn der Körper überfordert ist.

Hinweis: Um das Radfahren auf den Straßen und Wegen in Berlin grundsätzlich sicherer zu machen, setzt sich der Volksentscheid Fahrrad seit 2015 intensiv dafür ein. Die bundesweite Vernetzung im Rahmen der Initiative könnte für Fahrrad-Freunde langfristig positive Auswirkungen auf die innerstädtischen Radwegenetze haben.

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