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BERLIN MILE wird neuer Pre-Event zum Berliner Halbmarathon

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Mit einem neuen, kurzen und emotionalen Laufformat kommt Bewegung in die Hauptstadt: Am 28. März 2026 feiert die Garmin BERLIN MILE ihre Premiere im Rahmen des Berliner Halbmarathon.

Was ist die BERLIN MILE Laufveranstaltung?

Die BERLIN MILE umfasst exakt 1,609 Kilometer und führt durch das Herz Berlins – vom Lustgarten am Berliner Dom bis hinter das Brandenburger Tor. Es handelt sich also um ein Rennen über die klassische Distanz von einer Meile und zwar genau auf der letzten Meile der Strecke des Berliner Halbmarathon. Man sprintet also am Tag vor dem Halbmarathon einmal über eine Meile bis zur Halbmarathon-Zielline, wenn man an der BERLIN MILE teilnimmt.

Für die BERLIN MILE gibt es erschiedene Teilnahme-Varianten. Die Family Mile, Fun Mile, Fast Mile, First Mile und Comeback Mile ermöglichen den Einstieg für alle Leistungsniveaus. Der wichtigste Unterschied zwischen den Rennvarianten ist aber, ob man mit Zeitnahme oder ohne Zeitnahme starten will. Denn das trennt die ambitionierten Läufer von denen, die den Lauf nur zum Spaß oder als lockeren Shakeout Run vor dem Wettkampf am nächsten Tag laufen.

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Termin, Strecke & Ablauf bei der BERLIN MILE

Gestartet wird am Samstag, den 28. März 2026, also am Tag vor dem Berliner Halbmarathon. Der Start erfolgt ab 14:00 Uhr und es gibt ein Zeitlimit von 30 Minuten in dem man die Meile absolviert haben muss.

Die Anmeldung startet immer im Juni des Vorjahres und erfolgt online über den SCC. Einen Startplatz für den Berliner Halbmarathon benötigt man nicht. Das Rennen ist zwar auf der gleichen Strecke, aber für alle offen – egal ob man nur bei der BERLIN MILE startet oder auch am nächsten Tag beim Halbmarathon. Die Startgebühren liegen bei 13,50€ für den Lauf ohne Zeitmessung und bei 16€ für den Lauf mit Zeitmessung. Jugendliche zahlen etwas weniger.

Im Ziel gibt es auch die Ausgabe für die Medaillen und online bekommt man auch eine Urkunde. Auch ein Fotopaket kann man schon bei der Anmeldung und sicher auch nachträglich für 9,99€ bei Sportograf bestellen.

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Fazit zur BERLIN MILE

Kurze Strecke, große Wirkung – die BERLIN MILE ist ein neues urbanes Highlight im Berliner Laufkalender und erlaubt es auf der „Kurzstrecke“ einmal richtig schnell über den Berliner Asphalt zu brettern oder eben auch ganz entspannt ein wenig Wettkampffeeling zu entdecken. Ob es für Wettkampfläufer, die am nächsten Tag den Halbmarathon laufen wollen eine gute Idee ist, sich am Tag vor dem langen Wettkampf in hohem Tempo die Beine vorzuwärmen, muss jeder selbst entscheiden.

Meine Erlebnisse, Ergebnisse und Erfahrungen von der ersten GARMIN BERLIN MILE

Ziemlich spontan hatte ich mich dann doch noch zur ersten Berlin Mile angemeldet – zu groß war einfach das Interesse, dieses neue Laufformat in Berlin einmal selbst zu erleben. Natürlich haderte ich etwas damit, ob es wirklich sinnvoll ist, am Tag vor dem Halbmarathon quasi ein „allout“ Format zu laufen, also etwas mit hoher Belastung für die Muskulatur. Natürlich kann man bei der Berlin Mile auch entspannt laufen und sogar ohne Zeitmessung – aber sein wir mal ehrlich – insgeheim wollen wir doch alle nur schön über den Asphalt ballern.

Die Anmeldung über den SCC läuft gewohnt reibungslos und wer sowieso beim Halbmarathon startet, muss auf der Halbmarathonmesse dann einfach nur noch das Zelt auf dem Außengelände (gleich neben den Bambini-Läufen) finden und bekommt dann in Windeseile seine Startnummer für die Berlin Mile.

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Gestartet wird zwischen Dom und Stadtschloss und damit hat man auch genügend Platz für die Vorbereitung. Wichtig zu beachten ist, daß es keine Gepäckaufbewahrung gibt. Man muss also seine Sachen mitnehmen – und ja, ich habe Läufer mit Rucksack auf der Strecke gesehen – oder man packt sich ein paar Wegwerfsachen ein, die man dann am Start liegen lässt.

Bei etwas mehr als 400 Startern für den Lauf mit Zeitmessung und rund 350 Startern für den Lauf ohne Zeitmessung geht es am Start dann auch entsprechend entspannt zu und schon bei der Wartezeit auf das Dixie kann man eine neue Bestzeit einfahren – ganz anders als die locker 20 Minuten plus, die man beim Halbmarathon für die Gewichtsoptimierung vor dem Rennstart einplanen muss.

Nach einer kleinen Erwärmung geht es dann auch schon los und eine 3er-Pace ist dann vielleicht etwas zu agressiv, wie ich merke. Aber so ist das eben, wenn das Adrenalin am Start reinkickt. Wer schon einmal 4 Runden beim Training auf der Laufbahn gelaufen ist, weiß dass eine Meile ganz schön lang sein kann und so hole ich nach 800 Metern auch die ersten Läufer ein, die den Adrenalinkick nicht unter Kontrolle bekommen haben. Aber jetzt, wo man das Brandenburger Tor schon sehen kann, lässt sich die Kraft auch noch besser einteilen und das Brennen in den Beinen besser ertragen. Auch heute sind die Straßenränder schon gut gefüllt und gerade hier im „Fast-Zielbereich“ gibt es ordentlichen Support vom Streckenrand. Also noch einmal die Pace erhöhen, ab durch das Brandenburger Tor und dann alles was noch in den Beinen ist, auf den letzten 300 Metern bis hin zum Zielbogen rausquetschen – und zack! Fertig!

Wahrscheinlich würde es Sinn machen, vorher ein paar Mal genau eine Meile zu laufen, um die Einteilung besser hinzubekommen, aber yes! – mit 6:02 als Zielzeit und Platz 6 meiner Altersklasse kann man Leben. Vorne wird natürlich entsprechend schneller gelaufen und eine 3er-Pace muss man schon mitbringen, um ganz vorne ins Ziel zu kommen. Dort gibt es dann auch die Medaillen. Noch schnell ein Selfie und dann trabe ich locker zurück zum Start, wo ich zum Glück auf noch meinen „Wegwerfhoodie“ wiederfinde und ab gehts nach Hause – die Beine ausruhen für den Halbmarathon.

Auch wenn man streiten kann, ob so ein Geballere vor dem Halbmarathon sinnvoll ist, macht es doch jede Menge Spaß einfach mal kurz und heftig in Richtung Ziel zu ballern und setzt irgendwie auch den Kopf schon richtig in Perspektive für den zweiten Zieleinlauf am Folgetag. Und durch das lockere Traben zurück zum Start hat man letztlich eine Trainingseiheit mit etwas Intensität und etwas entspanntem Beine ausschütteln, was vielleicht doch nicht so verkehrt ist – aber die Beurteilung überlasse ich den Sportmedizinern. Ich bin beim Halbmarathon jedenfalls mit 1:40:41h reingekommen. So schlimm kann es also nicht gewesen sein.

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