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Bogenschießen lernen – Mit diesen 5 Tipps steigst Du richtig in den Bogensport ein

Das Bogenschießen ist eine unglaublich faszinierende Sportart. Schließlich gibt es das Bogenschießen bereits nachweislich seit etwa 15.000 Jahren. Während der Einsatz von Pfeil und Bogen in der Vergangenheit natürlich hauptsächlich der Jagd galt, handelt es sich heute um eine Sportart, die seit 1972 auch bei Olympia vertreten ist.
Doch egal ob damals oder heute: Der Erfolg des Schützen hängt maßgeblich von der richtigen Technik ab. Falls du nun auch einmal das Bogenschießen probieren willst oder bisher kaum Erfahrungen hast, helfen dir die folgenden Tipps, um bald schon jedes Ziel zu treffen.

1. Das richtige Zuggewicht
Natürlich macht es Spaß, einen Pfeil unter hoher Spannenergie in sein Ziel zu befördern. Du solltest aber nicht vergessen, dass du bei einem hohen Zuggewicht auch viel Kraft aufbringen musst. Und das ist bei Anfängern aus zwei Gründen problematisch.

Eine hohe Kraftanstrengung heißt einerseits, sodass du bereits nach relativ wenigen Abschüssen ermüdest. Schließlich handelt es sich beim Bogenschießen um eine ungewöhnliche sportliche Betätigung, an die sich deine Muskulatur erst anpassen muss. Im Endeffekt sinkt damit auch der Trainingseffekt, da du im Laufe eines Trainings beispielsweise nur 50 und nicht 100 Abschüsse schaffst.

Andererseits lenkt dich ein hohes Zuggewicht aber auch von der richtigen Technik ab. Wenn du bereits beim zehnten Abschuss damit kämpfst, den Bogen überhaupt voll zu spannen, wirst du dich kaum noch auf eine entspannte Körperhaltung oder die anderen Tipps konzentrieren können. Im Endeffekt brauchst du dann ebenfalls länger, um die richtige Technik zu verinnerlichen.

Das richtige Zuggewicht sollte deshalb zu Beginn möglichst gering ausfallen. Sobald Du merkst, dass du die Technik langsam beherrschst, kannst du das Gewicht langsam steigern. Als Faustregel gilt dabei, dass Jugendliche maximal etwa 15 lbs, Frauen etwa 20 lbs und Männer rund 28 lbs zum Einstieg wählen sollen. Das lbs steht im Bogensport für das lateinische libra, daß bei uns in etwa mit dem Pfund gleichzusetzen ist. Ein Pfund (lbs) entspricht grob einem halben Kilogramm (kg).

2. Hilfe eines Bogensport-Trainers
Bei allen neuen Bewegungen haben Sportler das Problem, dass sie keine Vorstellung davon haben, wie die richtige Bewegung genau abläuft. Das schließt deine körpereigene Selbstwahrnehmung natürlich ein. Schließlich weisst du als Einsteiger nicht sicher, ob du gerade wirklich richtig stehst oder den Bogen korrekt spannst.
Hier kann dir ein Trainer dabei helfen, bereits vom ersten Abschuss an auf die richtigen Details zu achten. Zudem vermeidest Du hierdurch auch das Erlernen einer falschen Technik. Und das Umlernen dauert deutlich länger als das richtige Lernen. Versuche als0 gleich, durch das Feedback eines Trainers, die richtige Technik einzusetzen und zu verinnerlichen.

3. Die blanke Zielscheibe
Es ist immer gut, ein Ziel zu haben. Leider lenkt euch die Zielscheibe auch leicht von euch selbst ab. Schließlich konzentrierst du dich wohl vor allem auf die Zielscheibe, sobald du auf eine solche schießt. Am Anfang kann es deshalb hilfreich sein, auf Ziele ohne Auflagen zu schießen. Anschließend kannst du nur in die Richtung des Ziels schießen und dich voll auf den eigenen Körper konzentrieren. Mit der Zeit merkst du dann auch intuitiv, was du machen musst, um den Pfeil dahin zu bekommen, wo du ihn haben willst.

4. Kurze Distanzen wählen
Je weiter ein Pfeil fliegt, desto mehr spielen Störfaktoren eine Rolle. Schließlich zieht die Schwerkraft den Pfeil nach unten und auch der Wind kann zunehmend für eine abweichende Flugbahn sorgen. Daneben fällt es dir natürlich auch weit schwerer, ein weit entferntes Ziel zu treffen.

Wähle deshalb zu Beginn vor allem sehr kurze bis kurze Distanzen. Wenn du deine ersten Versuche nur über fünf bis zehn Meter machst, hast du viel mehr Erfolgserlebnisse und kannst dich voll auf die Technik konzentrieren. Einen weiteren netten Nebeneffekt hat das Ganze natürlich auch noch. So kannst du so deine Pfeile viel schnell wieder holen und in einem Training mehr Abschüsse schaffen, wovon ebenfalls dein Lernfortschritt profitiert.

5. Konzentriert trainieren
Im Laufe des Trainings wirst du dich immer weiter verbessern. Dabei spielt aber nicht nur die Anzahl der Abschüsse eine wichtige Rolle, sondern auch deren Qualität. Versuche also nicht Abschüsse am Fließband zu produzieren. Dabei ist die Gefahr viel zu groß, dass du dir eine falsche Technik angewöhnst, die später nur schwer zu beseitigen ist. Nehme dir stattdessen für jeden Abschuss Zeit und gehe diesen fokussiert an. Das Bogenschießen gilt nicht ohne Grund auch als ein mentaler Sport, bei dem es auf Konzentration und Selbstbeherrschung ankommt.

All diese Tipps werden euch natürlich nicht von heute auf morgen zu einem olympischen Sportschützen machen, für den perfektes Treffen von Zielscheiben auf 70 Meter Distanz bei Seitenwind kein Problem ist. Sie erlauben es euch aber die Grundlagen zu legen, auf die ihr später selbst weiter aufbauen könnt.

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5 Kommentare

  • Antworten Christian Wiebrock 23. Mai 2022 um 19:07

    Hallo, ist ja ganz niedlich die Frau mit dem Bogen! Aber so wie sie ihren Bogen hält und keinen Armschutz trägt?!?! Warum nicht das Bild mit einer technisch ordentlich aufgestellten Schützin? Falls ich mich irre, korrigiere mich gern. Ich beginne demnächst die Leitung einer Bogensportsparte und muss noch viel lernen! grüßeChristian

    • Antworten Daniel 24. Mai 2022 um 07:02

      Hey Christian, woher nehmen, wenn nicht stehlen? Es gibt leider nicht unbegrenzt Bildquellen und daher muss man aus dem wählen, was verfügbar ist, um so einen Beitrag zu illustrieren. Da ich den Blog als Hobby betreibe, kann ich auch nicht unbegrenzt selbst Photo-Shootings organisieren. LG, Daniel

  • Antworten Luisa 15. Juli 2022 um 16:55

    Das Bild ist aus mehrfacher Hinsicht unglücklich. Es sieht gut aus und da hört es auf. Realistische Abbildung eines Trainings? Nö! Der Armschutz den Christian erwähnt ist völlig richtig, der fehlt. Gerade bei Anfängern spielt er eine wichtige Rolle. Leider hört es da nicht auf. Die Haltung sollte ein Anfänger nicht erwarten. Die Aufmachung? Bei mir im Club dürfte so niemand schießen. Die Haare sind unmöglich. So sieht die typische Bogenschützin vielleicht in fiktiven Werken aus, nicht auf dem Schießplatz. Köcher? Überbewertet?

    Der Artikel ist im Aufbau fragwürdig. Was oben genannt wird wird mit dem Besuch eines Clubs / Kurses obsolet, wenn dieser etwas taugt. In einem guten Club wird geschaut, welche Ausrüstung überhaupt passend ist und diese gestellt. Linkshand oder Rechtshand? Ein Anfänger wäre schwerlich ohne gute Beratung in der Lage, ein geeignetes Setup zu kaufen. Handelt es sich nicht um einen Komplettbogen, wäre der Aufbau ebenfalls fraglich. Für den Einsatz im privaten Rahmen ist der Artikel zu flach. Wichtige Aspekte wie Sicherheit, nötige Voraussetzungen und auch dann tiefergehende Informationen zu einem geeigneten Setting fehlen komplett. Wen soll er ansprechen?

    Die Aussage zur Distanz und der höheren Frequenz ist mit Blick auf den Punkt Trainer besonders skurril. Gibt es Vereine, die keinen Wert auf Sicherheit legen? Dies mag im Einzeltraining realistisch sein, in einem Verein ist es üblich, Pfeile in der Gruppe zu holen. Schießt jemand auf 70 Meter, müssen alle warten bis auch diese Person ihre Pfeile geholt hat. Es ist nicht üblich zu schießen, während andere auf der Anlage Pfeile holen. Ein Pfeil kann viele Meter daneben gehen! Der Anfänger wird dann also nicht mehr schießen sondern länger warten, da der Weg besonders kurz ist.

    • Antworten Daniel 20. Juli 2022 um 17:35

      Danke fürs das Feedback. Das mit dem Bild hatte ich ja schon erläutert. Ich schaue mir dann demnächst den Artikel auch nochmal hinsichtlich Deiner anderen Punkte an und sehe, wo ich was ergänzen kann. Danke auf jeden Fall, daß Du Dir die Zeit genommen hast. LG, Daniel

  • Antworten Michael 16. August 2022 um 12:33

    Sehr schöner Beitrag und vor allem informativ. Die Konzentration ist sehr wichtig, und vor allem die Schussposition zu halten ist am Anfang nicht leicht. Ich musste mit dem Zittern kämpfen, aber mit viel Übung klappt das auch. Ich wünsche jedem Anfänger gutes Gelingen und immer schön ins Gold!

    Viele Grüße

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