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Die 7 beliebtesten Sportarten in Asien

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Nicht nur hierzulande sind die Menschen sportlich aktiv. Auch die Asiaten sind überaus sportbegeistert und es gibt dort eine riesige Auswahl verschiedenster Sportarten. Viele davon mit einem Hintergrund, der von Tradition und Kultur begleitet ist, was insbesondere bei den Kampfsportarten der Fall ist. Sieht man es streng, ist der Kampfsport keine reine Sportart, sondern hängt eher mit der Lebenseinstellung, Erziehung und Kultur zusammen.

Außer den auch hierzulande bekannten Aktivitäten wie Rugby, Polo, Cricket und Fußball zählen die im folgenden Beitrag aufgeführten Sportarten zu den beliebtesten in Asien.

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Die 7 beliebtesten Sportarten in Asien

Buzkashi

In Zentralasien gilt Buzkashi als traditionelles Spiel mit Reitern. Je nach Land wird das Reiterspiel auch Oglak Tartis oder Kok-boru genannt. Wenn das Spiel beginnt, wird ein totes Kalb oder eine tote Ziege auf das Spielfeld gelegt. Das Feld ist meist eine große, freie Steppe, sodass ausreichend Platz für das Spiel zur Verfügung steht.

Ziel des Reiterspiels ist, dass das leblose Tier vor den Preisrichtern abgelegt werden muss. Dafür müssen die Reiter im Vorfeld versuchen, das leblose Tier beim Galoppieren aufzunehmen. Anschließend muss derjenige, der das Tier bei sich hat, daran gehindert werden, die Preisrichter zu erreichen.

Das Prinzip hierbei: Jeder gegen jeden und alles ist gestattet. Aus diesem Grund sind die Reiter auch oftmals mit Kopfschutz und Schutzkleidung abgesichert, was jedoch keine Vorschrift ist.

Der Sieger wird mit hohem Ansehen gekürt und bekommt meist zusätzlich einen bemerkenswerten Preis wie zum Beispiel ein edles Pferd.

Kabaddi

Kabaddi ist von einem Hindi-Wort abgeleitet und bedeutet „den Atem anhalten“. Dieser Sport zählt zu den Mannschaftssportarten. Zwei Mannschaften spielen hier gegeneinander. Jede Mannschaft ist ausgestattet mit sieben Spielern und fünf Ersatzspielern.

Das Spielfeld ist in zwei Hälften geteilt und Ziel ist, den Gegner gefangen zu nehmen oder abzuschlagen. Dazu wird ein Angreifer einer Mannschaft in die Spielfeldhälfte der Gegner ausgesendet. Während sich der Raider dort aufhält, muss er durchgehend ohne einzuatmen Kabaddi sagen.

Seine Mannschaft erhält Punkte, wenn der Raider in seine Spielfeldhälfte zurückkehrt, ohne geatmet zu haben. Die Punkte entsprechen der Anzahl der herausgenommenen oder abgeschlagenen Spieler. Hat der Angreifer jedoch Luft holen müssen, bekommt die Punkte natürlich die andere Mannschaft.

Sepak Takraw

Bei Sepak Takraw handelt es sich um eine Ballsportart, welche in Asien ausgesprochen beliebt und auch weit verbreitet ist. Die Sportart wird mit einem geflochtenen Ball aus Rattan gespielt, weshalb sie übersetzt auch „Tritt den Rattan“ bedeutet. Der Ball wiegt ca. 180 Gramm, der Durchmesser beträgt 12 Zentimeter.

Im Großen und Ganzen handelt es sich hier um eine sehr dynamische Sportart, welche zudem mit viel Akrobatik glänzt. Der Ball kann bei dem Spiel eine Geschwindigkeit von mehr als 120 km/h erreichen. Alle Körperteile bis auf die Hände dürfen bei dem Ballsport eingesetzt werden (z. B. Schulter, Kopf, Knie oder Füße).

Meist befördert man mit den Füßen den Ball über das Netz, auch wenn einige Spieler ein Tuch als Kopfschutz tragen. Setzt ein Spieler seine Hände ein und berührt den Ball damit, zählt das als ein Aus. Dies gilt auch, wenn der Ball den Boden berührt. Die Sportart wird in Asien je nach Land unterschiedlich bezeichnet.

So wird sie in Indonesien Rago genannt, in Burma Ching loong, in Singapur Sepraga oder Sepak Raga, in Thailand einfach nur Takraw, in Laos nennt man den Ballsport Kator und auf den Philippinen wird die Sportart Sipa genannt.

Sepak Bola Api (Indonesian Fire Football)

Mit dieser Sportart wird in Indonesien für zahlreiche Studenten der Monat des Ramadan eingeläutet, was für sämtliche Muslime der Fastenmonat ist. Im Englischen heißt die Sportart Fireball Soccer und wird bislang nur in Indonesien zum Fastenmonat gespielt. Das Spiel hat überwiegend spirituelle Hintergründe, auch Rituale spielen dabei eine große Rolle.

Sepak Bola Api spielt man barfüßig und mit einer brennenden Kokosnuss. Hierzu befreit man die Nuss von der Schale und tränkt sie in Kerosin. Das bedeutet also, dass der Ball nicht nur brennt, sondern auch noch steinhart ist. Angsthasen haben bei diesem Spiel keine Chance. Bei der Vorbereitung des Spiels führt man aber auch einige Rituale durch.

Die Rituale haben wie die Sportart auch den Zweck, den Geist zu stärken und vor dem Feuer zu schützen. Für einige Menschen ist das Spiel überwiegend eine Mut- und Glaubensprobe. Bevor das Spiel startet, wird 24 Stunden vorher nicht geschlafen. Man betet regelmäßig und meidet Essen, welches mit Feuer zubereitet wird.

Gespielt wird über 90 Minuten, es gelten die gleichen Regeln wie bei einem regulären Fußballspiel. Der Bodengrund ist jedoch kein Rasen, denn dieser würde abbrennen.

Yak Racing

In Tibet ist das Yak Racing eine traditionelle Sportart, welche bei vielen Feiern mit Tradition stattfindet. So gibt es dort zum Beispiel das jährliche Shoton-Festival, welches sich im Normalfall in jedem August abspielt. Außerdem gibt es das tibetische Pferdefestival, bei dem das Yak Racing ein sehr unterhaltsamer Teil davon ist. Hier finden Zusammenkünfte statt und es werden traditionelle körperliche Spiele mit beliebten Liedern und Tänzen kombiniert.

Bei Yak Racing sprinten Wettkämpfer auf ihrem Yak (Rind mit langen Haaren) zum Rennstrecken-Ende. Über kurze Strecken können die Yaks, die zu den Büffeln gehören, unvermutet rasch laufen. Normalerweise erhält der Sieger traditionelle tibetische Schals (Khatag) sowie ein kleines Preisgeld.

Diese Sportart ist auch im Pamir in Pakistan, Kirgisistan und in Teilen Kasachstans sehr beliebt.

Bei traditionellen Festen in Tibet sind die Menschen prachtvoll gekleidet, um darin zu tanzen und zu singen. In Lhasa, der Hauptstadt Tibets, werden die Yak-Rennmeister groß gefeiert und die Yaks werden mit verzierten Sätteln und roten Blumen dekoriert.

Bokh Mongolian Wrestling

Bokh, was übersetzt „Haltbarkeit“ bedeutet, ist in der Mongolei ein Nationalsport. Es gab bereits 7000 vor Christus Darstellungen von mongolischen Wrestlern in Form von Höhlenmalereien. Auch in Volksmärchen gab es tapfere und mächtige Wrestler aus allen Provinzen, welche ihre Feinde besiegten.

Durch das Praktizieren von Bokh Wrestling durch die Mongolen verbreitete und entwickelte sich der Sport. Inzwischen gibt es 40 Basis-Techniken mit 600 Anpassungen und Variationen dieser Techniken, welche man auch als Tricks kennt.

Bokh wird von den Mongolen als Teil ihres Charakters geschätzt. Seit über zwei Jahrtausenden wird die physische und spirituelle Denkweise dessen, was ein echter Mongole bedeutet, verkörpert. Umfasst von dieser Ideologie sind Respekt, Geduld, Scharfsinn, Achtsamkeit und Schnelligkeit, Liebe und Frieden. Wrestling symbolisiert die Beweglichkeit, Belastbarkeit und Stärke der Mongolei. Bokh Wrestler sind in der mongolischen Bevölkerung hoch angesehen.

Qiang Huapao (Chinese Firework Catching)

Qiang Huapao ist ein ethnischer chinesischer Sport, bei dem Feuerwerkskörper gefangen werden. Man sagt, diese Sportart würde von den ethnischen Gemeinschaften der Zhuang und Dong stammen.

Üblicherweise findet das Qiang Huapao-Rennen am Feuerwerksfest statt, welches auf den dritten Tag des dritten Monats im chinesischen Mondkalender fällt.

Bei dem Wettbewerb wird das traditionelle Feuerwerk verwendet. Hierbei handelt es sich um Eisenringe, welche einen Durchmesser von ca. 5 Zentimeter aufweisen. Um den Ring wird rote Seide oder roter Stoff gewickelt. Dieser wird in einem Feuerwerkskörper platziert, der mit Schießpulver besetzt ist. Der Werfer entzündet die runden Ringe und schickt sie gen Himmel.

Sobald die Ringe wieder auf dem Boden landen, versuchen die Spieler, sie zu schnappen und sie im Korb des Gegnerteams zu versenken. Bei einem Treffer wird ein Punkt erzielt. Gewinner ist, wer nach einer gewissen Zeit die höchste Punktzahl erreicht hat. Die Feuerwerkskörper sind ziemlich klein, weshalb es guter Fähigkeiten bedarf, sie einzufangen und in den Korb zu werfen.

Das Fangen von Feuerwerkskörpern gilt als chinesische Variante für Football oder Soccer. Das Spielfeld ist 60 Meter lang und 50 Meter breit. Jede Seite bekommt acht Spieler geschickt. Ein ganzes Spiel geht 40 Minuten lang, aufgeteilt in 2 x 20 Minuten. Dazwischen gibt es eine Pause von 10 Minuten.

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