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Laufen

Das Extrem wird normal

Laufen ist seit Jahrzehnten als Sportart etabliert und zieht Millionen Deutsche in seinen Bann. Doch wie in jeder anderen Sportart auch gilt hier das Motto höher schneller und weiter. Als neue Form des Laufens hat sich in den letzten Jahren das Trail Running etabliert. Die Strecken, die wir dabei zu bewältigen haben, sprengen alle bisher bekannten Grenzen. Vor allem die extremste Form, der Ultra Trail fordert uns bis auf das Äußerste. In Deutschland, Österreich und der Schweiz findet ihr zahlreiche Veranstaltungen, wie beispielsweise das Innsbruck Alpine Trailrun Festival, das auch der Fürther Extremsportler Marcel Höche schon erfolgreich absolviert hat.

Der Marathon wird zum Spaziergang

Seit die Menschen laufen, versuchen sie die Grenzen des Möglichen weiter nach vorne zu verschieben. In der Leichtathletik galt lange Zeit der Marathon als der längste reguläre Laufevent. Dessen beeindruckende Strecke von 42,195 Kilometern erfordert schließlich jede Menge Ausdauer und Geduld. Daher ist es nicht verwunderlich, dass dieser Begriff heute in den allgemeinen Sprachgebrauch übergegangen ist. Jede kräfteraubende Aktivität, die viel Zeit in Anspruch nimmt, wird heute als Marathon bezeichnet. Doch was ist die bisher längste bekannte Laufstrecke schon gegen einen Ultra Trail? Der führt oft über eine Strecke von mehreren hundert Kilometern und das abseits befestigter Wege und Straßen.

Ganzkörpertraining mit zahlreichen Überraschungen

Trail Running bedeutet übersetzt so viel wie das Laufen auf einem Pfad. Damit wird die Natur zur Spielwiese von uns Läufern. Sie bietet schließlich eine Unzahl an abwechslungsreichen Routen und das ist genau das, was Trail Runner suchen. Die Anstrengungen beim Trail Running sind mit jenen beim Joggen oder Laufen nicht vergleichbar. Die nicht befestigten Wege fordern den Körper in einem ganz anderen Ausmaß als gewohnt. Hier werden fast alle Muskelgruppen belastet, dementsprechend umfassend ist auch das Training. Es handelt sich dabei um ein Ganzkörpertraining, bei dem Kraft und Ausdauer gleichermaßen gefordert sind.

Wenn ihr es einmal probiert habt, werdet Ihr begeistert sein. Schließlich ist der Aufwand mit jenem vom Joggen durchaus vergleichbar. Sobald Ihr als Läufer die befestigte Straße verlässt und Euch in unbefestigtem Gelände bewegt, habt Ihr den ersten Schritt zum Trail Running gemacht. Die Vorteile haben sich mir sofort erschlossen. Plötzlich hat man beim Laufen jede Menge Abwechslung. Das betrifft nicht nur den Ausblick auf die Natur, sondern vor allem das Gelände. Dieses erfordert ein erhöhtes Maß an Aufmerksamkeit, denn sonst habt Ihr Euch schnell den Knöchel verstaucht.

Lauft Ihr durch unbekanntes Gelände, dann erwartet Euch hinter jeder Kurve eine neue Überraschung. Der Untergrund verändert sich ständig, das fordert den gesamten Bewegungsapparat und trainiert auch jene Muskeln, die beim Joggen sonst zu kurz zu kommen. So bleibt Ihr geistig immer wach und motiviert. Körper und Geist müssen im Einklang schwingen, um diese Herausforderung zu bewältigen. Der positive Nebeneffekt dabei ist, das die Entspannung nach dem Training mit voller Kraft einsetzt. Der Stress fällt sofort von Euch ab.

Vier Formen für jeden Geschmack

Wer jetzt Geschmack am Trail Running gefunden hat, findet sicher eine Möglichkeit diese Sportart für sich zu entdecken. Immerhin unterscheidet man vier verschiedene Kategorien, die sowohl für Anfänger, als auch für Fortgeschrittene das Richtige bieten.

Das Cross Running startet bei der eigenen Haustür und führt Euch von dort schnurstracks in die Natur. Das kann auch ein Anfänger sofort ausprobieren. Beim Cross Adventure hingegen geht es in die alpine Umgebung. Dabei werden alle natürlichen Hindernisse als Herausforderung gesehen, die es zu überwinden gilt. Wer das ausprobieren möchte, sollte zumindest ein fortgeschrittener Läufer sein.

Die ursprünglichste Form des Trail Running ist Cross Trail. Dabei handelt es sich um eine Mischung aus Cross Running und Cross Adventure. Ihr lauft dabei auf gepflegten Wegen in der Natur. Dazu benötigt es vorab ebenfalls keine umfangreiche Erfahrung. Cross Speed hingegen setzt auf Tempo. Hier könnt Ihr Euch mit anderen Läufern messen. Wer zuerst das Ziel erreicht, hat gewonnen.

Der Ultra Trail schafft neue Dimensionen

Die extremste Form des Trail Running ist allerdings der Ultra Trail, das ist eine Form des Cross Adventure. Diese haben eine Distanz, die je nach Kategorie von 24 Kilometern bis zu 210 Kilometern reicht. Alle Ultra Trails haben eines gemeinsam, sie benötigen eine exzellente Vorbereitung. Ich kann sie nur für sehr erfahrene Läufer empfehlen. Hier benötigt Ihr ein umfangreiches Grundlagen-, Ausdauer-, Kraft- und Koordinationstraining, sowie eine saubere Technik. Der Ultra Trail reiht sich ein in eine Reihe völlig verrückter Läufe, die weltweit über Berge, durch Wüsten und in den Dschungel führen. Trail Running hat das Laufen auf eine neue Ebene gehoben. Die zahlreichen Möglichkeiten, die diese Sportart bietet, macht sie für alle Anhänger des Laufens interessant.

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