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Distanz verdoppelt, Mensch halbiert. Das lief im August 2026.

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Ja, es hat funktioniert! Das ist wohl die wichtigste Message beim Monatsrückblick auf den August. Im Japan-Urlaub im Juli war es mir entsprechend leicht gefallen, meine Ernährung und mein Schlafpensum wieder richtig einzupendeln. Die Frage war, wie sich diese Gewohnheiten nach dem Blick auf einen 1.500-E-Mails-Berg und den ganz normalen Alltagsstress durchhalten lassen würden.

Ich glaube man muss sich bei solchen Transformationsprozessen auch ein wenig in Geduld üben und sich der Realität stellen. Und die ist eben nicht das Instagram-Leben von Vollzeit-Fitnesscoaches, sondern die Realität, in der man Beruf, Familie und den Sport unter einen Hut bekommen muss. Es ist völlig ok, wenn es mal Tage gibt, an denen es nicht klappt. Das Wichtige ist, daß es überwiegend klappt. Und so habe ich jetzt einen Flow gefunden, wo die Mischung aus Verzicht und Genuss so eingestellt ist, daß ich meine Ziele erreiche und nicht gleich alles hinschmeisse, nur weil ich einmal beim Barbecue oder beim Nachtisch etwas großzügiger zulange.

Besonders stolz bin ich, daß ich mein Marathongewicht ganz ohne Wasserfasten erreicht habe. Also zum ersten Mal ohne die große Holzhammer-Methode, mit der ich in zwei Wochen zehn Kilogramm verliere, aber auch nicht richtig trainieren kann. Dafür habe ich es mit einer langfristigeren Ernährungsumstellung und einem üppigen Marathontrainingspensum probiert. Mehr als 10 Kilogramm Gewichtsverlust und eine deutliche Reduzierung des Körperfettanteils waren die Folge.

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Dabei habe ich auch wieder ein paar neue Dinge ausprobiert. Wahrscheinlich kann man es in mehrere Blöcke zusammenfassen, die ich jeweils auf meine Trainingspläne angepasst habe. An einem Entlastungstag habe ich durchaus mal das Frühstück weggelassen und intermittierendes Fasten praktiziert. Manche Mahlzeiten, meist das Frühstück oder Mittagessen habe ich auch mal durch Abnehmshakes oder veganes Proteinpulver ersetzt. Und beim Kochen habe ich gesunde Säfte aus dem Slow Juicer, gesunde Fertiggerichte von Every oder Marley Spoon Performance+ und selbst gekochte Gerichte kombiniert. Im September wird es also bestimmt auch wieder ein paar neue Artikel im Blog geben, da ich mich gerade sehr intensiv mit der Ernährung befasse. Im August habe ich zum Beispiel auch einmal etwas kritischer auf den Proteinhype geblickt. Von einigen Experten wird ja inbesondere das Whey Protein kritisch betrachtet (weshalb ich pflanzliches Vetain Protein verwende) und bestimmt hast Du Dich auch schon mal gefragt, was passiert, wenn man zuviel Protein konsumiert. Bald also mehr davon.

Insgesamt hat meine #roadtoberlin im August wirklich toll funktioniert und ich bin gespannt, wie sich der Körper in den letzten Wochen vor dem Berlin-Marathon weiter anpassen wird. Insbesondere beim Krafttraining und auch bei der Schlafdauer habe ich noch Verbesserungspotential.

Und was ist sonst noch so im August passiert? Nicht passiert ist schon mal die City Night Berlin. In meiner Urlaubsvorbereitung hatte ich wirklich vergessen mich rechtzeitig anzumelden und hatte dann etwas naiv gehofft, daß ich wenigstens für die 5km-Strecke noch einen Platz bekomme – hätte, hätte – das war also leider nichts mit meinem „Ich bin zurück aus dem Urlaub Willkommensrennen“.

World Athletics Road Running Championship 2026 copenhagen half marathon

Vielleicht war es ja sogar besser so. Denn der Fokus liegt im Training gerade voll auf dem Feinschliff für den die World Athletics Road Running Championships Copenhagen 26 und den Berlin-Marathon, der nur eine Woche später stattfindet. Ich habe so tolle Erinnerungen an die European Running Championships vom letzten Jahr, daß ich in Kopenhagen unbedingt eine halbwegs vernünftige Zeit hinlegen will.

Mit knapp 275 Laufkilometern im August haben sicherlich auch die Beine das Signal verstanden, welche Anpassungsleistung von mir gefordert wird. Beim ersten 30er Longrun durften dann die neuen SC Rebel v1 von New Balance zeigen, was in ihnen steckt. Inzwischen mein aktueller Lieblingsschuh für das Training und sogar ein Back-Up Kandidat für die Marathons.


Richtig gefordert wurden Mensch und Schuh beim Mauerweglauf. Der Berliner Sommer hatte sich pünktlich zum Laufklassiker zu einem Revival entschieden und so waren auch „Die Unverwüstlichen“ in diesem Jahr etwas weniger unverwüstlich als sonst. Selbst die guten Läufer der Staffel hatten bei Temperaturen jenseits der 30 Grad ordentlich zu kämpfen und meine Vorfreude über den späten Abendeinsatz war leider auch unbegründet. Ich hatte gehofft, daß ich leichtere Bedingungen haben würde, aber 29 Grad und 41% Luftfeuchtigkeit begleiteten auch noch meinen Start um 20:30 Uhr. Die ersten 20 Kilometer konnte ich vom Flutlicht meiner neuen Petzl Lauflampe begleitet, noch ganz solide abspulen. Doch dann begann der Kampf und bis zu meinem Wechselpunkt nach 35km Laufstrecke, hangelte ich mich von Verpflegungspunkt zu Verpflegungspunkt. Einzig die Aussicht auf ein paar Becher Cola konnten die Motivation dann noch hochhalten. Aber auch diese Trainingseinheit hat letztlich auf meine Formverbesserung eingezahlt und ich hoffe, daß wir im kommenden Jahr wieder etwas mildere Bedingungen zum Mauerweglauf bekommen.


Wie es so laufen kann, wenn es denn läuft, zeigte mir die Berliner Generalprobe. Immerhin auch schon zum neunten Mal ging es zum Tempotest auf den Rundkurs in Steglitz. Zum ersten Mal durfte der neue, runderneuerte SC Elite V6 von New Balance mit auf die Rennsstrecke und zeigen, ob er sich als Rennschuh für den Berlin-Marathon qualifiziert. Und es fühlte sich überraschend angenehm an, mit einer Pace von um die 4:30min/km auf die Strecke zu gehen. Ich war dann aber doch etwas verunsichert und von meiner eigenen Leistung überrascht, sodass ich auf der ersten Runde immer wieder etwas Geschwindigkeit herausnahm. Schließlich ist ein Halbmarathon jetzt auch keine Kurzstrecke, die man mal schnell durchballern kann. Überpacen am Anfang bedeutet großes Leiden am Ende. Aber was soll ich sagen? War gut, blieb gut, tat gut – nach 1:37:21h und Platz 36 übers Ziel zu kommen und mit dem Gefühl, daß da vielleicht sogar noch mehr gehen würde. Und genau das soll die Generalprobe machen. Zeigen was geht und woran man arbeiten kann.

Für mich hat es nach den tollen Fortschritten beim Wettkampfgewicht und den vielen Longruns gezeigt, daß ich es anscheinend doch recht kurzfristig geschafft habe, mich wieder in die Region von richtig guten Wettkampfzeiten vorzuarbeiten. Auch wenn wir alle wissen, daß den Berechnungen nur bedingt zu glauben ist, zeigen sie doch in die gewünschte Richtung. Laut Garmin liege ich also aktuell auf Kurs für einen 3:33h Marathon und Strava sieht mich sogar nach 3:26h im Ziel. Mit Beidem wäre ich höchst zufrieden – also auf in den Feinschliff, damit es dann auch so geschieht.

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Im Blog gab es auch wieder eine ganze Reihe von Neuigkeiten. Allem voran hat wohl Jemand 2026 zum Jahr der neuen Laufevents in Berlin erklärt und ich habe die Mail nicht bekommen. Nach Pace Race, Gravel Run, BLN10K und dem KRAFT10TAUSEND, hat uns der SCC Berlin recht spontan den APEX 120 Berlin beschert und wessen Herz für Treppenläufe schlägt, kommt bald im Olympiastadion beim Altimate Run Berlin voll auf seine Kosten.

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Nicht ganz überraschend schwappt auch gerade die große Welle der Herbstneuheiten bei Laufeschuhen in den Markt. Rechtzeitig, um bei den großen Herbstmarathons auf den Strecken dieser Welt zu glänzen. Für Natural Running Freunde gibt es mit dem Altra Torin 9 ein schönes, neues Trainingstool und für dynamische, aber trotzdem noch komfortable Trainingsläufe schickt Mizuno die absolute Legende in einem richtig coolen Jubiläumsdesign auf die Reise. Aber keine Sorge, den neuen Mizuno Wave Rider 30 gibt es auch in dezenteren Farben. Auch wenn ich kein Freund der verfrühten Ranglisten bin, muss ich wohl wenigstens mal meine Prognose für die 20 besten Laufschuhe 2026 anpassen.

Im September wird es dann ganz schön wild. Während ich also meinen Feinschliff für die Wettkämpfe herstelle und mich im Office ein paar neuen, größeren Aufgaben stelle, wird wohl auch der Flughafen mein zweites Wohnzimmer.

In München werde ich mir eine neue, spannende Sportuhr von Huawei ansehen. Ich bin gespannt was bitte die „Kipchoge Sportuhr“ vom Jahresbeginn noch übertrumpfen soll? Aber genau deswegen werde ich ja vor Ort sein, um das herauszufinden.

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Weiter geht es quasi zum Abschlusstraining nach Los Angeles und von dort direkt zum Wettkampf in Kopenhagen. Dann schnell die Beine regenerieren und der Berlin-Marathon Nummer 14 in Folge wartet auf mich. Eigentlich ja Nummer 16, weil ich die Marathonstrecke 2020 während Corona allein gelaufen bin und und noch einmal im November 2023 als Qualifikation für den New York City Marathon in 2024. Aber logisch, zähle ich offiziell nur die regulären Marathons.

Und wenn alles gut läuft, setze ich meine Tradition fort und belohne mich Ende September mit einem Ausflug auf das Oktoberfest, um den wettkampf- und diät-geschundenen Körper mit Gerstensaft, Riesenrad und deftigem Essen zu belohnen. Und vielleicht mache ich ja noch einen Kurzausflug in die Berge – soll ich nochmal nach Warth-Schröcken? Meine Zustiegschuhe habe ich ja schon eingelaufen.

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Und wer sich fragt, wie ich das alles immer so mache, dem lege ich hier meine Tipps nahe, mit denen man nicht nur bei Laufreisen sparen kann. Und wenn jemand Jemanden kennt, der mir noch einen Startplatz für den Santa Monica Classic besorgen kann, dann warten ewiger Ruhm und Ehre auf Dich. Denn leider ist dieses tolle Rennen, daß wunderbar passend in meine Zeit in Los Angeles hineinpasst, schon ausverkauft.

Wie immer nehme ich Dich bei Instagram mit auf meine Abenteuer und damit Du nichts verpasst, lass Dich am besten sofort per E-Mail informieren oder via Google, sobald es neue Beiträge gibt, hole Dir die Updates per Feed in den Browser, die kostenlose App oder folge mir bei Facebook, TikTok oder Instagram. Und wie es gerade in meinem Training läuft, siehst Du immer bei Strava.

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Zuletzt habe ich übrigens auf den Mai, Juni und Juli zurückgeblickt. Und hier findest Du auch den Jahresrückblick 2024 und hier den Jahresrückblick 2025.

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