„Time flies when you’re having fun!“ ist ja so ein typischer Kalenderspruch, den man bestimmt auch irgendwo als Wandtattoo bestellen kann. In meinem Fall kann man wohl das „having fun“ auch zur Hälfte durch ein „when you are busy“ ersetzen. Jedenfalls ist es schon ein bisschen erschreckend, daß ich mit diesem Mai-Monatsrückblick in den Juni hinüberflutsche, der dann auch das Ende der ersten Hälfte diesen Jahres besiegelt. Was eigentlich passiert ist und wie ich nach zwei Mal blinzeln bei der Silvesterparty plötzlich hier im Fast-Juni aufgewacht bin, kann ich mir ja dann im Dezember in meinem Jahresrückblick durchlesen.
Auch wenn ich in diesem Jahr weniger laufe und keine großen Frühlingsmarathons auf dem Zettel hatte, waren die letzten Monate ein ziemlicher Moshpit aus Arbeit, Training und nervigem Alltagsgedöns. Nach den letzten Jahren, wo ich es mit der Anzahl an jährlichen Marathons vielleicht ein bisschen übertrieben habe, war das zwar genauso geplant. Aber ein bisschen neidisch Blicke ich schon auf die anderen in meiner Trainingsgruppe, die fleissig ihre Longruns herunterspulen, während ich so ein bisschen random vor mich hin trainiere. Insbesondere dieser Ausblick auf ein konkretes Ziel fehlt mir gerade als Motivationsanker. Aber nicht mehr lange und dann wird mein Coach mich wohl auch in die Zange nehmen und das Programm mit Blick auf die World Athletics Road Running Championships Copenhagen verschärfen. Aber das man sich nach richtigen Longruns sehnt, ist ein deutliches Zeichen, daß man schon lange keinen mehr gelaufen ist. Denn Spaß sind diese ewigen Läufe ja erst, wenn man sie geschafft hat.


Vielleicht hat auch meine Reise zum Monatsbeginn die Erinnerungen an den London-Marathon 2025 wieder erweckt und den damit verbundenen Abschluss der ersten Dekade meiner Jagd nach Mediallen aus der World Marathon Majors Serie. Ein Morgenlauf, immer an der Themse entlang, bis zum Battersea Park ist jedenfalls Pflicht für mich, wenn ich in London bin. Genauso, wie es das Frühstück bei Ole & Steen geworden ist.

Aber auch sonst hat sich der Trip gelohnt. Unter anderem durfte ich das UK Office von Red Bull besuchen, daß einfach so genial ist. Wenn Ihr die verrückten Stunts und Sportrekorde der Red Bull Athleten kennt, dann könnt ihr Euch ungefähr vorstellen, wie es dort aussieht. Überall stehen coole Andenken herum, von signierten Skateboards bis zu Motocross-Maschinen und wenn jemand einen Meeting-Raum in Form einer Halfpipe hat, dann ist es eben Red Bull. Richtig begeistert haben mich aber auch Danielle „Dani“ Rowe, die ehemalige Rennradfahrerin und Olympiasiegerin und Ben Foster, der ehemalige Torwart von Manchester United, der jetzt einen Fußballpodcast hostet. Deren Blick auf Motivation, Training und Mindset ist einfach auf einem anderen Level. Wenn Dani erzählt, daß die auf einer Geschäftsreise morgens um 4 ins Gym geht, um ihren 3h-Longrun zu machen, bevor der richtige Arbeitstag als Moderatorin losgeht, dann ist das schon krass. Aber wer so herangeht, mit der „tue es ganz oder garnicht“ Attitude, der kommt dann eben auch nach 3:07:43h beim ersten Marathon inst Ziel. Ihr versteht, warum ich so einen inneren Druck verspüre, wieder härter und struktuierter zu trainieren.


Kein Wunder also, daß ich mich dann doch noch spontan für den Wings for Life World Run angemeldet habe. Ein bisschen Wettkampf-Feeling Schnuppern – und etwas Gutes tut man ja auch damit. Nach meinen Teilnahmen bei den Flagship Runs in Poznan und München und meinem Einzellauf mit der Wings for Life App, war ich in diesem Jahr zum ersten Mal bei einem Community Run dabei. Dabei läuft man dann zusammen auf einem organisierten Kurs, in meinem Fall über das Tempelhofer Feld, und nutzt aber trotzdem das individuelle Tracking über die App. Es ist also ein App-Run und Community-Run zugleich. Und in meinem Rennbericht erzähle ich auch wie es ganz genau war, bei Wings for Life Berlin. Mit einer Platzierung auf Rang 54 der Männer und einer Distanz von 26.93 km bin ich richtig zufrieden.
Und auch beim Firmenlauf in Berlin lief es deutlich besser als erwartet. Wie immer hat es zunächst ein wenig gedauert, bis ich mich aus dem Startgewusel herausgearbeitet hatte. Aber dann war ich selbst überrascht, daß ich die Pace von um die 4:20m/km gut halten und über die nächsten Kilometer sogar noch weiter steigern konnte. Natürlich ging das alles auch schon mal mit einer Durchschnittspace von 4min, aber dieses Jahr ist eben kein normales Jahr für mich. Und das ich trotz so vieler geschwänzter Intervall- und Tempotrainings in den letzten Monaten, trotzdem auf Platz 18 meine Altersklasse lande und nach 21:02min die Ziellinie wiedersehe, macht mich richtig stolz. Denn es zeigt eben, wie wichtig es ist, sich mit dem richtigen Standard zu vergleichen. Und der Standard bin nicht ich, in Jahren wo ich fokussierter trainiert habe und mir mehr Zeit für die Regeneration nehmen konnte, sondern es sind die anderen Männer in meiner Altersklasse. Und über die, die erst gar nicht mehr bei Wettkämpfen antreten, müssen wir nicht reden.

Und da es mich jetzt interessiert hat, habe ich mal ChatGTP gefragt und erschreckende Resultate bekommen. Denn demnach laufen die meisten Männer ab 50 überhaupt nicht. Und wenn, dann haben sie schon mit der Marke von 30min per Kilometer Herausforderungen. Mit meiner Zielzeit gehöre ich also zu etwa 1% der Männer meiner Altersklasse, die diese Fähigkeit haben. Und selbst wenn man die Nichtläufer herausrechnet, bleibt noch immer ein Platz irgendwo in den Top 10%.
Versteht mich an dieser Stelle bitte nicht falsch. Es geht nicht darum mich über andere zu stellen, andere schlecht zu reden oder meine eigene Großartigkeit zu präsentieren. Es geht mir darum aufzuzeigen, wie sehr man von falschen Vergleichen in die Irre geleitet wird. Wenn ich mich also mit Eliteläufern oder meiner Bestform von vor Jahren vergleiche, sehen also selbst richtig gute Leistungen, die nur das Top 1% schaffen, nur mittelmäßig aus. Also Augen auf bei Vergleichen!


Im Mai wurde aber nicht nur gelaufen. Und dass ich Zeit habe, Tennis zu spielen und mir ganz in Ruhe den neuen Wilson Blade v10 anzusehen, liegt wahrscheinlich auch nur daran, daß ich eben gerade keine ewigen Longruns machen muss. Und da ich endlich eine neue, tolle Tennislocation bei mir in der Gegend gefunden habe, wo man auch spontan spielen kann, wird es nun auch wieder häufiger Tennisneuigkeiten geben. Denn Wilson hat in der neuen Roland Garros 2026 Kollektion auch einen richtig spannenden neuen Ball, den ich unbedingt noch ausprobieren will.

Wie schön Brandenburg ist und das mein Umzug nach Potsdam eine der besten Entscheidungen meines Lebens war, merke ich gerade nicht nur bei meinen Morgenläufen durch die bezaubernden Park- und Seenlandschaften. Auch aus der anderen Richtung, also vom Wasser aus in Richtung Ufer, wird einem bewusst, welch ein Privileg es ist, hier Leben zu dürfen. Und wenn man dann mit dem Boot am Besuchersteg des Italieners festmacht und nach Pasta und Rosé in die nächste Bucht zum Baden fährt, dann hat man plötzlich dieses Lago Maggiore Urlaubsfeeling direkt vor der Haustür.


Schon vor ein paar Jahren hat sich Rainald Grebe vom Songtext seiner berühmten Brandenburg-Hymne distanziert. Und obwohl ich ein großer Fan des Songs bin, kommt man zu der Erkenntnis, daß es dieses Brandenburg, daß dort beschrieben wird nicht mehr gibt – und vielleicht sogar niemals gab. Lustig bleibt es deswegen trotzdem.
Ansonsten habe ich im Mai vieles von der Inspiration vom Hurom-Retreat aus Sardinien mitgenommen und arbeite an einem klareren Kompass für die nächsten Jahre. Und bis ich die Antworten auf meine neuen Lebensfragen gefunden habe, zeige ich jetzt häufiger gesunde Alternativen für Sportsupplements. Denn vom Recovery Drink nach dem Lauf bis zum Wettkampfbooster aus Rote Bete, kann man so viel aus Gemüse und Obst herausholen und muss nicht in den industriellen Chemiebaukasten greifen, um seine Sportperformance zu unterstützen. Sogar mit einfachen Dingen, wie einer festen Wasserroutine, kann man seine Leistungen verbessern und im Sommer für einen gesunden Wasserhaushalt sorgen. Wenn man dann mit einem Water Purifier noch das Mikroplastik und andere Schadstoffe filtert – umso besser.

An dieser Stelle nochmal schnell der Hinweis, daß die große Family & Friends Aktion bei Hurom am 31. Mai endet. Wenn Du also selbst noch schell mit einem Premium-Juicer wie dem Hurom H80-ST oder einem soliden Allrounder, wie dem Hurom H400 mit der gesunden Ernährung starten willst, dann entscheide Dich schnell. Denn nur noch jetzt sind viele Geräte im Hurom Shop bis zu 30% reduziert und mit dem Hurom Code ACEVENT20 bekommst Du nochmal 20% Rabatt obendrauf. So günstig bekommst Du wahrscheinlich nie wieder solch ein Gerät. Aber eben nur bis morgen. Danach gelten wieder die normalen Preise und auch der Rabatt geht auf 10% zurück. Also sorry, wenn ich stresse. Aber ich habe jetzt schon mehrfach Leute getroffen, die solche Aktionen verpasst und dann zum Vollpreis im Shop bestellt haben.
Mit einem Geburtstagsständchen endete dann auch der Mai. Und da ich eine Insta360 Kamera bekommen habe, wird es jetzt wohl auch bei Instagram wieder mehr Content geben. Denn ein Gadget-Freak muss tun, was ein Gadgetfreak tun muss.

Den witzigen Späti-Half Halbmarathon werde ich leider verpassen, aber dafür habe ich im Juni ein Wettkampftriple geplant und werde endlich mal wieder beim Potsdamer Schlösserlauf starten. Schweren Herzens musste ich dafür den ersten Usedom Beach Marathon sausen lassen, aber Zuhause läuft es sich eben am Schönsten. Danach kommt dann die Erstausgabe des Pace Race, auf das ich mich, mal abgesehen von der Startzeit um 13:00 Uhr richtig freue. Aber Intervalle braten in der Mittagshitze auf dem Tempelhofer Feld könnte spaßig werden. Und auch zur ersten Ausgabe des BLN10K geht es dann wieder auf das Tempelhofer Feld. Ich bin gespannt, was Saucony dort alles an den Start bringt.

Und ab dem 11. Juni beginnt ja auch wieder der Fußball-Wahnsinn mit der WM. Schon jetzt haben die großen Sportmarken krasse Ankündigungen gemacht und wir werden wohl eine „Superbowlisierung“ der WM erleben – also mehr Entertainment, Stars, Musik und Influencer – und ein bisschen „Fußball meets Coachella“. Und denkt daran, Euch mit dem Deutschland Trikot 2026 einzudecken. Denn das ist das letzte Deutschlandtrikot, bevor der DFB und die Nationalmannschaft zu Nike wechseln. Und so richtig kann ich mir ein Deutschlandtrikot mit dem Swoosh drauf noch nicht vorstellen. Für mich ist das einfach für immer mit den drei Streifen verbunden. Also schwelgen wir noch einmal in Erinnerungen an eine mehr als 70-jährige Partnerschaft von adidas und unserem Team.
Wie immer nehme ich Dich bei Instagram mit auf meine Abenteuer und damit Du nichts verpasst, lass Dich am besten sofort per E-Mail informieren oder via Google News, sobald es neue Beiträge gibt, hole Dir die Updates per Feed in den Browser, die kostenlose App oder folge mir bei Facebook, TikTok oder Instagram. Und wie es gerade in meinem Training läuft, siehst Du immer bei Strava.
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Zuletzt habe ich übrigens auf den Februar, März und April zurückgeblickt. Und hier findest Du auch den Jahresrückblick 2024 und hier den Jahresrückblick 2025.














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