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Auch ein Güterzug hat guten Zug. Das lief im März 2026.

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Wer die Monatsberichte seit Jahresbeginn verfolgt hat, kennt ja die Schwierigkeiten, die ich bisher beim Start in die Laufsaison 2026 hatte. Vielleicht liegt nach dem Traumstart von 2025, wo ich es innerhalb von wenigen Wochen schaffte, mich auf Bestzeitform zu bringen, auch einfach etwas zu hoch. Oder liegt es daran, daß meine Saisonhöhepunkte für dieses Jahr eher im Herbst angesiedelt sind?

Jedenfalls ist es vor allem die Ernährung, die mir nach wie vor Schwierigkeiten bereitet und ich suche nun nach einem neuen Eintrittsmoment, um mich doch weiter an mein Marathon-Idealgewicht anzunähern. Denn auch wenn ich gerade nicht versuche neue Bestzeiten zu laufen, kostet mich meine Extramasse sicherlich mindestens 5 Minuten auf der Halbmarathondistanz. Bevor es also im September zu den World Athletics Road Running Championships Copenhagen 26 geht, wird das meine größte Aufgabe werden.

Abgesehen davon habe ich es im März aber wieder geschafft meinen Wechsel aus Lauftrainings und Krafttraining mit dem Peloton Guide ziemlich konsistenz durchzuziehen – war aber auch ganz froh, daß mir mein Trainer nach den harten Longruns im Februar zum Monatsbeginn im März einmal ein paar Entlastungsläufe gegönnt hat.

Und dann war ich ja auch schon unterwegs zum Flughafen für meinen alljährlichen Trip nach Los Angeles, wo ich meine Lauftrainings, Meetings und auch ein bisschen Erholung optimal kombinieren kann. Das Wetter meinte es in diesem Jahr sogar besonders gut mit uns. „Hitzewelle“ sagten die Amerikaner – aber ich hatte mit Frühling geplant und bekam dafür einen frühen Sommer – besser geht es nicht! Ich kann mich jedenfalls an keinen bisherigen LA-Trip erinnern, wo man sich nach dem Büro nochmal kurz für eine Stunde an den Strand legen konnte. Selbst bei meiner Kalifornien-Rundreise im Sommer 2024 war es nicht so schön wie jetzt.

Zusammengefasst ergibt das dann nicht nur jede Menge Meetings, sondern auch fast 100 Laufkilometer, die in den täglichen Morgenläufen erreicht wurden und eine frühsommerliche Ganzkörperbräune, die einen zurück im Berliner Büro in Erklärungsnot bringt: „Ja, das war wirklich eine Geschäftsreise und nein, ich war nicht nur am Strand!“.

Und obwohl es sicherlich schon mein zehnter Trip nach Los Angeles war, konnte ich wieder ein paar Entdeckungen machen als da wären. Beste Pancakes im „Back on the Beach Cafe“ in Santa Monica, Morgenwanderung auf dem Runyon Canyon, Lobster Roll und Frühstück bei „Malibu Farm“ am Malibu Beach Pier, Sonnenbaden am Paradise Cove Beach und natürlich Sushi im „Sugarfish“. Wie immer war die Zeit viel zu schnell vorbei, aber neben den Annehmlichkeiten eines Frühsommers in LA, bringt es auch immer einen riesigen Schritt vorwärts, wenn man sich mit seinen Kollegen auch mal persönlich Abstimmen kann.

Chicago Marathon Erfahrungen Bericht the bean 1

Auf dem Rückweg gab es dann bei einem kurzen Zwischenstopp in Chicago ein paar Flashbacks auf 2019, wo ich meine bisherige Marathonbestzeit und den vierten Stern meiner World Marathon Majors beim Chicago Marathon gelaufen war. Inzwischen habe ich ja sogar schon wieder vier Sterne vom zweiten Durchgang der Marathon Majors in der Tasche und werde irgendwann auch wieder in Chicago und Boston starten, um auch diese zweite Runde zu komplettieren. Aktuell schaue ich aber gerade mehr auf die European Marathon Classics und die SuperHalfs Serie. Denn bevor es zum Laufen wieder weit hinaus in die Welt geht muss ich aber erst einmal mein Meilenkonto bei Miles & More auffüllen – denn ohne Freiflüge würde meine weltweite Laufleidenschaft mein Reisebudget entgültig zum implodieren bringen. Zum Glück gibts ja seit einiger Zeit die neue, kostenlose Uptrip-App wo man seine Boardkarten von Flügen auch in Prämien umtauschen kann, zusätzlich zu den Meilen, die man ohnehin bekommt. Das dürfte dann mein Warten bis zum nächsten Freiflug etwas verkürzen. Aber zurück nach Berlin…

Denn nach einer jetlaggigen Woche im Büro und dem ersten Temperaturschock beim Morgenlauf auf dem Tempelhofer Feld, war auch schon fast das erste richtige Rennwochenende der Saison erreicht. Doch zunächst stand als Krönung meiner „Rückkehr-Woche“ noch ein Abstecher bei der Wild West Soirée von Marina Hoermanseder. Knapp 300 Gäste waren geladen, um die neue Kollektion zu feiern, die sie für AboutYou entworfen hatte. Höchste Zeit also, um einzusehen, daß die Jeans zurück sind und sich in ein ebensolches Outfit zu werfen und ein bisschen den Wochenausklang zu feiern.

Kurzfristig hatte ich mich entschieden, am nächsrten Tag dann doch noch bei der neuen Garmin Berlin Mile zu starten und den kleinen Sprint über die Ziellinie als Warm-Up für den Berliner-Halbmarathon zu nutzen. Wie nicht anders erwartet, war das Event erstklassig organisiert und da es deutlich kleiner ausfällt als der Halbmarathon, verliefen die Startvorbereitungen entsprechend entspannt. Zum ersten Mal hatte ich die Oakley Meta Vanguard Sportbrille mit eingebauter Kamera bei einem Rennen dabei und bin wirklich begeistert von den Videos – insbesondere weil man mit einem Overlay auch seine Daten von der Garmin Fenix 8 auf das Video legen kann und somit auch die aktuelle Pace und andere Daten sehen kann. Das hat schon leichte Fomel-1 Vibes.

Nach 6:02min war ich dann im Ziel – die wohl am schnellsten verdiente Medaille meiner Karriere! Und obwohl ich gerade nicht in meiner größten Sprintverfassung bin, hat diese Zeit für einen Platz 6 in meiner Altersklasse gereicht. Wer bei der Berlin Mile ganz vorne mit dabei sein will, muss aber schon eine 3er-Pace laufen oder eben noch schneller.

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Die doch recht ansehnliche Performance war dann auch hilfreich für das mentale Setup für den Berliner Halbmarathon am Sonntag. Denn eine wirklich stabile Performance hatte ich in meinen Trainingsläufen noch nicht erreicht – zu stark unterschieden sich die Leistungen bisher von der Tagesform. „Über eine 1:45h würde ich mich freuen“ war meine Idee für das Rennen, aber bei solchen „Halb&Halb“ Rennen, bleibt ja bekanntlich alles offen. Was ich damit meine sind Rennen, bei denen man schon weiss, daß es keine Bestzeit werden kann, weil man nicht genügend trainiert hat. Es macht also nur bedingt Sinn, sich komplett zu quälen und leerzuquetschen, was das weitere Training verlangsamen würde. Aber sich über die Strecke zu schlawienern, möchte man auch nicht. Daher eben Halb auf Performance gerichtet, aber auch Halb mit der Offenheit, es entspannter angehen zu lassen.

Ich hatte für das Rennwochenende auch zum ersten Mal in dieser Saison die schnellen Schuhe herausgeholt und fühlte mich wirklich entspannt im Startblock. Die Grundlage war da – alles kann, nichts muss. Also ab auf die Strecke und die Beine fühlten sich richtig gut an und ich brauchte bis zum dritten Kilometer, um mich etwas einzubremsen – leicht unter 5er Pace war ok, aber eine 4:30er Pace würde mich spätestens im letzten Drittel abschießen. Mal von kleinen Euphorieausbrüchen abgesehen, arbeitete ich mich so solide weiter vor, Kilometer für Kilometer. Die Laufbedingungen waren einfach perfekt – echtes Bestzeitwetter!

Im letzen Drittel war ich dann froh, daß ich mir ein paar Reserven gelassen hatte. Die neue Extra-Schleife vom Roten Rathaus bis zum Straußberger Platz fühlt sich einfach ewig an und die langen, langweiligen Geraden sind auch mental eine Herausforderung, wenn die Beine langsam brennen. Aber irgendwann war dann auch die Einbiegung in Richtung Unter den Linden und hin zum Ziel erreicht. Noch einmal zusammenreißen und dann ist es geschafft!

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Genau jetzt waren die Erfahrungen vom Vortag von der Berlin Mile sehr hilfreich. Denn wie lang auch 1600 Meter sein können, wenn man zu früh zu den Endspurt beginnt, hatte ich noch gut im Kopf. Und dann konnte ich langsam das Brandenburger Tor sehen, also einen Gang hochschalten in Richtung 4:30er Pace und den letzen Kilometer bis zum Brandenburger Tor durchdrücken und dann Feuer frei und ab zum Endspurt über die Ziellinie. Wie genau ich jetzt die 1:40:41h aus meinen Beinen gequetscht habe, kann ich auch nicht erklären. Vielleicht waren es wirklich die perfekten Wetterbedingungen und der Umstand, daß ich wirklich ein Wettkampfläufer bin und dann deutlich andere Leistungen abrufen kann, als im Training. Absolut bestens gelaunt, liess ich mir also meine 45er-Medaille für den 45ten Berliner Halbmarathon umhängen – für mich war es der bisher zehnte Start beim Halbmarathon in Berlin.

Und damit erklärt sich auch der Titel dieser Rückschau. „Auch ein Güterzug hat guten Zug“ heisst, daß natürlich das Gewicht eine Rolle für Rennen und die Performance spielt. Aber Performance kommt vor allem vom Training und der optimalen Balance aus Belastung und Erholung. Mit Ernährung und Körpergewicht kann man Leistung die schon vorhanden ist, weiter verbessern. Aber leicht und schlank sein allein, macht eben auch nicht schnell. Vielleicht bin ich also inzwischen selbst ein Beispiel für das, was ich zu Beginn meiner Rennkarriere lernen musste, wenn ich ältere oder etwas kräftigere Läufer in den vorderen Startreihen gesehen habe – schließe nie vom Äußeren eines Läufers auf dessen Performance!

Damit kommen wir auch zu den News aus meinem Laufblog und dem Ausblick. Wer viel reist und viel läuft, hat weniger Zeit zum schreiben. Dafür ist aber endlich mein überarbeiterer Bericht zum Berliner Straßenlauf fertig geworden, einem meiner Klassiker in der Marathonvorbereitung. Für alle, die sich bei „Übergangswetter“ schwer mit dem Laufoutfit tun, gibt es nun einen Guide zum richtigen Layering und Tennisfreunde bekommen jetzt auch endlich einen Carbon-Schuh, in Form des neuen Wilson Rush Tour 5.

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Ob ich im April noch spontan ein paar Highlights vom Laufkalender mitnehme habe ich noch nicht final entschieden. Mit dem Spreewald-Marathon, dem Potsdamer Haveluferlauf, dem Potsdamer Drittelmarathon und dem S25 Berlin gibt es ja einige tolle Optionen für die vierte Medaille der Saison 2026. Aber zunächst geht es für mich im April auf die FIBO nach Köln, wo ich mich ein wenig nach Neuheiten im Bereich Fitness umsehen werde. Und jetzt, wo die ISPO als zweite große Sportmesse in Deutschland ihren Umzug von München nach Amsterdam vollzieht, scheint die FIBO sich weiter für andere Sportarten ausserhalb der klassischen Gym- und Fitnessbubble zu öffnen. Ich bin also schon sehr gespannt.
Außerdem darf ich auch in diesem Jahr wieder beim Hurom Retreat mitwirken und mich auf Sardinien mit den neuesten Slow Juicern beschäftigen und bringe sicherlich wieder einige tolle, neue Slow Juicer Rezepte mit – nicht nur für den Hurom H400. Und wenn es eben passt, verdiene ich mit zwischendurch auch noch eine kleine Medaille.

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Leider habe ich nun auch die Gewissheit, daß ich im Sommer nicht in Los Angeles bei der Fußball-Weltmeisterschaft arbeiten werde. Nach meinem Einsatz bei der Europameisterschaft, hätte das das Highlight meiner bisherigen Einsätze als Volunteer im Sport werden sollen – aber dann vielleicht ein anderes Mal.

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Zuletzt habe ich übrigens auf den Dezember, Januar und Februar zurückgeblickt. Und hier findest Du auch den Jahresrückblick 2024 und hier den Jahresrückblick 2025.

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