Tja, wer hätte gedacht, daß die größte Herausforderung beim Schreiben eines Monatsrückblickes nicht der Überfluss an Geschehnissen sein würde, sodern die Abwesenheit von läuferischen Geschehnissen. Wenn im November nix los war, dann ist der Dezember noch nixer!
Ich hatte mich Ende November zunächst gefreut, als ich endlich meine Dauererkältung abgeschüttelt hatte und doch noch ein paar Kilometer beim HEAT24 laufen konnte. Aber das Laufglück währte leider nicht lange. Und während sich man bei einer Rolex freut, daß man eine Echte bekommt, würde ich der echten Grippe maximal 1 von 5 Sternen in der Bewertung geben. Die Geschwindigkeit, wie es einem die Lunge zerfetzt, sodass man nicht mal mehr an das Laufen denken will, ist schon erschreckend. Ebenso wie das Gespräch mit der Ärztin, die mir erklärte, daß das Laufverbot und der Husten mich sicherlich noch einige Wochen begleiten würde. Den Nikolauslauf hatte ich natürlich schon abgeschrieben – aber nicht mal den Silvesterlauf?
Auch wenn es in so einer Situation nicht viel zu lachen gibt, fühlte ich mich immerhin in meiner Läuferehre geschmeichelt, daß ich den Hinweis bekam, daß viele meiner Medikamente auf der Dopingliste stehen würden und das ja riskant für meine Marathons sein könnte. So schnell bin ich dann aber doch nicht und rein auf die Kraft von Heilwolle wollte ich mich auch nicht beschränken. Sollte ich in nächster Zeit irgendwo aufs Podium rennen, werde ich selbstverständlich die Ehrung nicht annehmen.
So eine längere Laufauszeit hilft aber auch beim Schärfen der Perspektive. Während ich im November und auch zu Beginn des Dezembers noch total gestresst war, daß ich alle Trainings und Laufpläne ruhen lassen muss, kam dann irgendwann der Blick auf das Große und Ganze – und wie unrelevant ein oder zwei Monate dabei sein.
Ich habe es dann sogar einmal nachgeschaut und bin selbst überrascht, wie viel ich schon gelaufen bin. Über meine Marathons und Wettkämpfe habe ich ja Buch geführt, aber die Strava-Historie zeigt dann doch mal das komplette Ausmaß. Schon über 27.000 Kilometer bin ich gelaufen, seit ich meine Läufe mit Strava erfasse und auch in diesem Jahr waren es trotz der Laufpause über 2.600km. Das ist fast die Strecke von Berlin nach Casablanca. Und wenn ich so weiterlaufe, erreiche ich also in ein paar Jahren die Strecke einer Erdumrundung, die bei knapp über 40.000 Kilometer liegt. Schaut man also auf die lange Zeit zurück die ich Laufe, also etwa seit 2011, mit dem ersten Berlin-Marathon in 2012 – was sind da bitte zwei Monate Laufpause. Seit ich es so sehe, kann ich auch wieder entspannter damit umgehen und freue mich auf den Neustart.

Neben der Krankheit war ich aber auch im Beruf ordentlich beschäftigt und hoffe, daß sich die Dinge im kommenden Jahr weiter einspielen, die wir in den letzten Jahren als zarte Pflänzchen angesäht haben und die im kommenden Jahr die ersten Blüten treiben werden. Und auch die Weihnachtsvorbereitungen gehen leichter von der Hand, wenn man die Zeit des Lauftrainings einspart.
Sogar ein bisschen Zeit zum Schreiben blieb an den Weihnachtsfeiertagen. Wer also auch schon die Werbung zum neuen Gravel Run Berlin gesehen hat, kann bei mir nun alles dazu nachlesen. Und meine neue Selbstanalysewelle findet einen neuen Scheitelpunkt, da nun der Ultrahuman Ring mit seinen Gesundheitsdaten auf das neue Ultrahuman Home System treffen, bei dem das Raumklima und andere Umweltfaktoren gemessen werden. Jetzt kann ich ein paar der Störfaktoren für die Schlafqualität ganz einfach überwachen und abstellen, bevor es ins Bett geht.

Und auch als Laufveteran entdeckt man immer wieder mal etwas Neues. Gerade an der Ferse habe ich bei einigen Laufschuhen aufgerubbelte Stellen. Wer hätte gedacht, daß man diese und andere Probleme einfach beheben und Laufschuhe einfach reparieren kann?
Und zu guter letzt hat es heute doch geklappt mit dem Silvesterlauf in Potsdam und ich bin rechtzeitig wieder gesund geworden. Nach einer so langen Pause war es ein entsprechender Kampf und deutlich langsamer als gewohnt. Aber dafür bin ich froh, daß ich wohl langsam wieder in das Lauftraining einsteigen und das Laufjahr doch noch mit einem Lauf beenden kann.


Sobald ich wieder richtig laufen kann, gibt es auch noch ein paar Testberichte zu neuen Laufschuhen und ein paar coolen Laufgadgets für Euch. Bis dahin möchte ich Euch für Eure treue und den Support danken. In Zeiten von KI und Social Media zweifelt man doch immer mal wieder am Sinn eines Laufblogs. Aber immer wieder bekomme ich das Feedback, wie meine Rennberichte und andere Ratgeber Euch helfen – und dafür bin ich super dankbar. Also habt einen tollen Start ins neue Jahr und wir sehen uns dann wie immer irgendwo beim Laufen!
Im Laufkalender für Berlin-Brandenburg 2026 habe ich meine ersten fest gebuchten Läufe schon mit einem Sternchen gekennzeichnet. Der offizielle Saisonstart soll für mich wieder der Frostwiesenlauf sein und dann schauen wir einfach mal, was außer dem Berlin-Marathon und den World Athletics Road Running Championships in Kopenhagen noch alles so auf meine Laufspeisekarte für 2026 kommt. Und schon vor dem Frostwiesenlauf sehen wir uns übrigens beim Eröffnungslauf des neuen Absolute Run Meilenweit Laufshops in Potsdam.
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Zuletzt habe ich übrigens auf September, Oktober und November zurückgeblickt. Und hier findest Du auch den Jahresrückblick 2024 und hier den Jahresrückblick 2025.
Arbeitszimmer pimpen mit Akkustikpaneelen.














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