Es gibt diese Monate, bei denen ich mich rückblickend frage, wie das Erlebte eigentlich alles in gerade einmal 30 Tage hineingepasst hat. Der September war wieder so ein Monat. Also hol Dir lieber erst noch einen Kaffee, denn dieser Monatsrückblick könnte etwas länger dauern.
Mit einer Reise nach München startete ich in den September. Huawei hatte zur Premiere der nächsten Innovationen geladen und zeigte wieder einmal, daß Garmin, Polar und andere etablierte Sportuhrenmarken dagegen wirklich rückständig wirken. Ein paar Neuheiten davon werde ich Euch auch noch genauer vorstellen, aber die neue Huawei Watch D3 hat mich schon mal beeindruckt. Denn dort wurde eine aufblasbare Manschette zum Blutdruckmessen ganz unauffällig in das Uhrenarmband eingebaut. Damit könnt Ihr nun zu jeder Zeit medizinisch korrekt den Blutdruck messen – einfach über die Sportuhr.


Noch spannender war für mich aber das Dinner am Abend. Ich hatte die absolute Ehre und das Vergnügen an einem Tisch mit inspirierenden Athleten, unter anderem Jan Frodeno und Philipp Pflieger, zu sitzen. Wenn man gerade wieder in einer Wettkampfvorbereitung ist, gibt es wohl nichts besseres für das Mindset und als weiteren Trainingsansporn. Einen schönes Zitat habe ich dann auch noch von Jan Frodeno aufgeschnappt: „When you listen to your body whispering,
you never need to hear your body cry!“


Mal wieder etwas komplett anderes als Sport konnte ich dann bei Nebula entdecken. Wer meine Reisen bei Instagram verfolgt, dem ist meine Begeisterung für digitale Kunst sich nicht entgangen. Besonders die Ausstellungen von teamLab Borderless in Tokio und Kyoto haben micht regelrecht umgehauen. Ich kann es also kaum erwarten, daß hoffentlich bald das erste teamLab Borderless in Hamburg eröffnet. Und genau hier fügt sich Nebula als Bindeglied ein. Denn im Sanatorium in Beelitz-Heilstätten lohnt sich der Besuch nicht nur wegen der Medienkunst, sondern auch die Architektur dieses ehemaligen Lost Place hat seine ganz eigene Faszination.








Ein wenig überraschend quetschte sich dann auch noch ein Business Trip nach LA in meinen Trainingskalender. Sicherlich gibt es sinnvollere Aktionen in der Woche vor einem wichtigen Wettkampf. Aber in solchen Momenten muss man sich eben wieder verdeutlichen, daß das Laufen und Bloggen eben meine Hobbys sind, die sich meinem Beruf und der Familie unterordnen müssen. Auch wenn ein Langstreckenflug vor einem Wettkampf nicht ideal ist, bot sich durch diese Reise aber auch die tolle Gelegenheit die letzten Trainingseinheiten direkt an den Strandpromenaden von Manhattan Beach, Santa Monica und ähnlichen Traumkulissen zu laufen.
Leider habe ich ganz knapp die Eröffnung des neuen Lucas Museum of Narrative Art verpasst, in dem George Lucas und Mellody Hobson ihre Sammlungen zeigen. Aber auch mit meinen inzwischen zu Klassikern gewordenen LA-Routinen war diese Flucht aus dem Berliner Alltag ziemlich genial: Frühstück am Strand im Back on the Beach Café, Smoothies bei Erewhon, gebratener Reis mit Wagyū im CATCH LA, Salate bei Sweetgreen, Brunch mit Lobster Roll im Malibu Farm Pier Cafe und natürlich ein Double-Double bei In-N-Out.
Aber auch für den Kopf gab es viel neues Futter. Ich habe wieder viele neue Leute kennengelert und unbezahlbar viele Einblicke bekommen, insbesondere wie KI noch effizienter eingesetzt werden kann. Diese kompakte Mischung aus Morgenläufen, kompaktem Wissentransfer mit Meetingmarathons und aufregenden Orten in einer Traumkulisse sind immer wieder ein ungblaubliches Goodie in meinem Job. Und bald muss man ja scheinbar nicht mehr nach Kalifornien fahren, um mal mit einem fahrerlosen Waymo zu fahren – denn die ersten Schritte zum Launch in München haben schon begonnen.
















Also Koffer zu, rein in den Flieger und ab nach Kopenhagen. Am Freitag Abend, kurz vor Mitternacht habe ich es endlich geschafft und erwache am Samstag morgen in einer Stadt, die sich für die World Athletics Road Running Championships ordentlich herausgeputzt hatte. Große Banner grüßten die Läufer und die 58.000 Starter waren natürlich auch schon in der Stadt unterwegs. Denn schon am Samstag wurden die Wettkämpfe über die Meile und die 5k ausgetragen, gefolgt vom Halbmarathon am Sonntag. Aber auch Abseits des Laufgeschehens nimmt einen diese Stadt regelrecht in den Arm und och frage mich warum es nicht auch bei uns ein bisschen mehr Kopenhagen sein kann. Es ist ordentlich und aufgeräumt, kein Müll liegt herum und die Elektroroller und Mieträder stehen in den vorgesehenen Parkzonen und nicht in den Parks oder sonstwie wild verstreut. Die Menschen machen sich offensichtlich Gedanken über ihr aussehen, bevor sie auf die Straße gehen. Auch bei der Architektur scheint es Regeln, guten Geschmack oder Beides zu geben. Kurzum – Menschen, Orte, Outfits, Essen – es ist einfach alles schöner in Kopenhagen. Aber zu meinem Lauf in Kopenhagen folgt auch noch ein ausführlicher Bericht – daher bleibe ich bei der Kurzfassung.






Denn während meiner Trainingsfortschritte hatte ich irgendwann bemerkt, daß ich mich langsam aber sicher einem „Bestzeit nicht ausgeschlossen“ Bereich angenähert hatte. Also alles andere von Leistungsniveaus, wo eine neue PB quasi gesetzt ist, aber eben so nah dran, daß es bei einem guten Tag auch klappen könnte. Also lief ich den Halbmarathon schnell an und versuchte eine Pace von unter 4:20 pro Minute zu laufen mit dem Ziel möglichst nah an die Zielzeit von 1:30h zu kommen – oder am besten auch eine Sekunde darunter. Bis Kilometer 12 gelang mir das auch ganz gut, obwohl ich mit dem Wind und wahrscheinlich auch mit der mangelnden mentalen Erholung zu kämpfen hatte. Es fühlte sich alles eher nach Arbeit an und nicht nach Spaß und der wirkliche Wille, sich mit aller Kraft in dieser Pace zu drücken, fehlte auch.

Und genau an so einem Kipppunkt wird es schwierig. Wenn man zu realisieren glaubt, daß es mit der neuen Bestzeit wohl nichts werden wird, und anstatt sich aufzurappeln und noch härter zu kämpfen, dann im Kopfkino gefangen ist. Also war ich für die nächsten Kilometer dann eher auf einer 4:30er Pace unterwegs – immer noch schnell, aber nicht schnell genug für eine Bestzeit. Was ich mit in den ersten 12 Kilometer erarbeitet hatte, wollte ich nicht einfach aufgeben, aber im Kopf dachte ich auch an den Berlin-Marathon am Folgewochenende. Sollte ich doch lieber langsam laufen und mich für Berlin schonen, wenn es sowieso keine Bestzeit werden würde? Egal was man denkt – wenn man über etwas anderes nachdenkt außer an den nächsten Schritt und daran in diesem Rennen abzuliefern, hat man schon verloren. Denn es braucht den kompletten Fokus für solch ein unterfangen.





Auch wenn eine 1:33:52h keine schlechte Zeit ist, hatte ich das Gefühl das ich eigentlich schneller laufen könnte – nur eben nicht an diesem Tag. Daher endete dieses Rennen mit gemischten Gefühlen. Auf der einen Seite die Freude, daß ich überhaupt bei einem solchen Event dabei sein kann, wo die globale Laufelite sich duelliert. Auf der anderen Seite aber die Frustration, daß man nicht mehr von dem zeigen konnte, was man als aktuelles Leistungspotential in sich trägt.
Aber Schwamm drüber, ab nach Hause und bereitmachen für den Berlin-Marathon. Vor einiger Zeit habe ich das Soulhouse in Berlin-Grunewald entdeckt und war dort schon nun schon häufiger, um mir meine Marathonbeine wieder gerade biegen zu lassen. Mein Favorit ist übrigens die Deep Tissue Massage, bei der das Tiefengewebe ordentlich bearbeitet wird. Mit dieser Grundlage konnte ich auch nach diesem intensiven Wettkampf schon am Dienstag morgen wieder meine entspannten Runden über das Tempelhofer Feld drehen und die Beine ausschütteln.
Dazu dann noch etwas nacharbeiten mit der Theragun und etwas Entspannung für die von den Carbon-Schuhen angegriffenen Füße – gelobt sei mein Fussmassagegerät – und schon nach ein paar Tagen habe ich mich wieder entspannt gefühlt. Das Wichtigste war aber das Vertrauen in die Leistungsfähigkeit zu haben und keine unnötigen Last-Minute-Trainingseinheiten einzubauen. Entspannung, gute Ernährung, lockere Trainings – das ist der Weg zwischen zwei Wettkämpfen.

Und dann stand ich wieder da. Zum vierzehnten Mal in der großen Menge im Startblock D des Berlin-Marathon. Und noch nie zuvor bin ich so gut in den Startblock hineingerutscht. Weniger Meter vor mir das Starttor, neben mir die Kamerateams mit den Live-Schalten und ringsherum Gänsehautfeeling. Aber Strategie, Selbstkontrolle und Fokus sollen dieses Rennen bestimmen. Ich lasse mich also gerne anstecken von den Startemotionen und merke wie auch bei mir der Adrenalinpegel steigt. Dieses Rennen kann für mich aber nur funktionieren, wenn ich mich an den Plan halte. Und vielleicht hilft ja der Blick zurück auf Kopenhagen, wo es nicht ganz so ausgegangen ist, wie erhofft.
Aber jetzt ist meine Ausgangslage anders. Das ich zehn Kilometer und einen Halbmarathon recht schnell laufen kann, habe ich bewiesen. Aber mit dem Fokus auf mein Renntempo habe ich in diesem Jahr auch deutlich weniger an der Ausdauer gearbeitet und weniger und auch kürzere Longruns gemacht. Die Frage war also, wie lange ich ein ambitioniertes Tempo laufen kann, ohne komplett wegzubrechen? Schritt eins war ganz klar, sich zu Beginn nicht von den Emotionen mitreißen zu lassen und in einer 10km-Bestzeit-Pace vorne mitzuballern. Also Ruhe bewahren und erstmal die ersten 10km in 4:50er Pace entspannt wegarbeiten. Den Halbmarathon in Kopenhagen war ich mit 4:27/min als Durchschnittspace gelaufen – daher fühlten sich auch diese 4:50/min zu langsam an. Schon auf dem Weg zur 10km-Marke merkte ich, daß sich das alles wirklich ziemlich gut anfühlt, also erlaubte ich mich eine weitere kleine Tempoverschärfung auf 4:45min/km. Und vielleicht war es ja wirklich zum ersten mal, daß ich so kontrolliert und klug gelaufen bin. Denn ab Kilometer 30 melden sich dann doch so langsam die Beine, aber sie flüsterten mir zu – sie schrien nicht. Also ein Fünkchen Tempo herausnehmen, aber den Gesamtkurs beibehalten. Noch immer konnte ich die Pace dauerhaft unter 5er Pace halten und hatte den Rennverlauf gut im Griff.

Was ist vor Freude über die gute Rennsteuerung außer Augen verlor, war die Gesamtzeit. Ich wusste ja, daß ich richtig gut unterwegs war und ein deutliches Puffer zu meinem eigentlichen „unter 3:30h wäre schön“ Ziel hatte. Denn zu meiner Überraschung war ich gar nicht so weit von einer Qualifikationszeit für den Boston-Marathon entfernt. Als ich es bei Kilometer 40 dann endlich bemerkte und die Beine in die Hand nahm, war es aber schon zu spät um wirklich noch die 101 Sekunden herauszulaufen. Und diese Sekundendifferenzen hören sich immer nach „mal kurz ein bisschen schneller laufen“ an. Aber hundert Sekunden bedeuten auf 10km Distanz jeden Kilometer zehn Sekunden schneller zu laufen. Und das muss man auch erstmal schaffen.






Aber mit keiner Sekunde war ich irgendwie traurig deswegen. Ich wollte einen schnellen und soliden Marathon laufen und habe es so viel besser geschafft als ich erwartet hatte. Und diese 03:21:41h markieren meinen drittschnellsten Berlin-Marathon aller Zeiten und auch den schnellsten Marathon der letzten Jahre. Denn meine anderen Rekordzeiten in Berlin, bin ich 2019 und 2021 gelaufen.

Die wichtigste Erkenntnis aus den letzten Wochen ist aber, daß ich scheinbar ein neues Trainingsystem gefunden habe, mit dem ich noch schneller als sonst in neue Leistungsstufen vordringen kann. Denn auch wenn die Strava Leistungsprognosen mit Vorsicht zu genießen sind, habe ich meine Marathonzielzeit von Mitte Juli bis jetzt um mehr als 30 Minuten verbessert und liege laut Strava jetzt bei einer möglichen Zielzeit von 3:16:44h.
Jetzt lasse ich die ganzen Erlebnisse aber erst einmal etwas sacken und schaue im Oktober mal zurück, was die wirklichen Hebel waren, die in diesem Jahr zu so guten Fortschritten geführt haben. Denn wenn ich das wiederholen kann, sind auch wirklich wieder neue Bestzeiten drin. Übrigens habe ich auch wieder ein paar neue Statistikseiten gefunden, wo ihr Eure Ergebnisse nachsehen könnt. Für Trailrunner ist das UTMB-Portal interessant und für Marathonläufer finde ich Marathonview ganz spannend als Überblick und MyRace als Tool mit richtig guten Rennanalysen.

Interessant finde ich aber einige Entwicklungen in der Laufszene, die auf die Wildwüchse des Laufbooms reagieren. Auch in Berlin ist wieder aufgefallen wie sehr die Influencer Bubble auf Konfrontationskurs zur historischen Laufszene steht. Während viele klassische Laufsportler jahrelang mühsam trainieren und in den Lotterien auf einen Startplatz hoffen, scheinen Sponsoren wie Zalando und andere Co-Sponsoren geradezu mit Startplätzen um sich zu werfen und diese in der Influencer-Szene großzügig zu verteilen – häufig wohl auch recht kurzfristig. Natürlich gibt es auch richtig gut trainierte Influencer, die den Laufsport wirklich ernst nehmen. Zunehmend treffen wir auf den Laufstrecken aber auch auf unzureichend vorbereitete Läufer, bei denen man das Gefühl hat, daß die Bilder wichtiger sind als die sportlichen Aspekte. Grundsätzlich bin ich ein sehr liberaler Mensch – jeder soll so leben, wie er oder sie es für richtig hält. Häufig fehlen neben den sportlichen Grundlagen aber auch die Benimmregeln im Marathon und der Respekt vor anderen Läufern. Wenn die Kameracrews der Influencer die Strecke blockieren, Sponsoren die erste Startreihe mit ihren eigenen Influencern vollstellen und damit alle anderen Starter ausbremsen – alles Phänomene wo der Social Media Content den eigentlichen, sportlichen Gedanken eines Wettkampfes sabotiert. Am bekanntesten ist wahrscheinlich der Influencer Matthew Choi, der Laufinfluencer der sich in New York von einem Kamerateam auf einem Fahrrad auf der vollen Marathonstrecke begleiten liess und nun lebenslang für den New York Marathon gesperrt ist. Bei allen Ironman Events sind sämtliche Kameras inklusive Smartglasses nun verboten, hauptsächlich aber weil es auf der Fahrradstrecke immer wieder zu Unfällen kam, weil Athleten an ihren GoPros herumfummelten, anstatt auf die Strecke zu achten. Es gibt hier einen ganz guten Beitrag, der die Argumente für und gegen ein Kameraverbot im Marathonsport darlegt. Ich fände es schön, wenn die großen Rennen nicht zu einer reinen Fototapete verkommen und wir wieder zum Motto „When in a race, race!“ zurückkommen. Aber das ist leider unrealistisch. Vielleicht kann ja ein wachsameres Auge der Streckenposten helfen und ein paar Disqualifikationen, sollte es durch Content-Produktionen wirklich zu unsportlichen Situationen kommen.
Ebenfalls interessant sind die neuen Regeln der NYRR für Cheering Points, also der New York Road Runners, die den New York Marathon organisieren. Es ging ja bereits ein Aufschrei durch die deutsche Running Crew Community, aber dabei werden oft die Fakten verdreht. Bereits im letzten Jahr hatte ich mich ja auch schon kritisch zu Marken geäußert, die massiv vom Hype um den Berlin-Marathon profitieren ohne einen Cent als Sponsor in die Veranstaltung zu investieren. Man könnte einerseits sagen, daß diese Marken das Marathonwochenende spektakulärer machen und damit den Marathon als Gesamtpaket attraktiver machen. Man könnte aber auch sagen, daß sie sich einfach am Hype, den der Veranstalter und die offiziellen Sponsoren erzeugen bedienen – und zwar kostenlos. Bei kleinen Marken und Run Clubs ist das ein anderes Thema auf das ich noch zurückkomme. Aber warum soll adidas weiter als Sponsor investieren, wenn viele Hauptwettbewerber dann einfach auf der Welle mitsurfen? Es kostet nach Schätzungen etwa 7 Millionen Euro den Berlin-Marathon zu veranstalten, wobei große Teile des Budgets direkt von den Sponsoren kommen. Brechen die Weg, müssen die Kosten auf die Teilnehmer umgelegt werden oder es gibt keinen Marathon mehr. Soweit wird es nie kommen, aber die Eskalation des „Mitsurfens“ ist schon beachtenswert. Nach Analysen von Marathonweekend fanden zum Berlin-Maratzhon 165 events statt, die mehr als 320.000 Views in Social Media erzeugt haben. Die größte Reichweite haben dabei New Balance, HOKA, adidas, PUMA und Nike erzeugt. In den Top 5 der sichtbarsten Sportmarken trifft also ein Hauptsponsor auf vier große, globale Sportmarken, die versuchen dem Hauptsponsor die Butter vom Brot zu nehmen.
Bei Side-Events die einfach irgendwo in der Stadt während des Berlin-Marathons stattfinden, kann man sicherlich den Weg gehen, daß es das Marathonwochenende einfach noch krasser macht, wenn all diese Events in Berlin stattfinden. Problematisch wird es aber, wenn die Anzahl der Marken die Cheering Points als Werbefläche direkt am Streckenrand verwenden, immer größer wird. Und hier kommen auch die Running Crews ins Spiel. Denn fast alle Crews haben Sponsoring-Projekte am Start und produzieren auf, neben und abseits des Marathons Sichtbarkeit für die Partner. Und häufig sind diese Partner direkte Wettbewerber der Sponsoren. Es ist also mehr als konsequent, wenn der NYC Marathon diesen Wildwuchs unterbinden will. Witziger Weise ist New Balance der Sponsor in New York, der wohl auch keine Lust hat, Millionen zu zahlen, damit dann andere Marken ihre eigene Party am Straßenrand feiern. Jedenfalls geht es bei den neuen Regeln nicht darum, daß keine anderen Marken Cheering Points haben dürfen oder darum Running Crews zu vertreiben. Es geht darum, daß Marken die keine Sponsoren sind, nicht auf Schildern promoted werden sollen oder auch keine Sampling oder sonstigen Aktionen auf der Strecke durchführen sollen. Im letzten Jahr gab es wohl eine Marke, die kostenlose Getränke an die Läufer verteilt hat und quasi eine eigene Erfrischungsstation aufgebaut hat. Das der Getränkesponsor Gatorade das gerne nicht sehen würde, finde ich nachvollziehbar. Und wenn es den Running Crews so sehr, um die Community und die Laufliebe geht, wie immer behauptet wird – warum geht dann der Cheering Point nur mit Marketing für eine andere Brand?
Ich bin jedenfalls gespannt, wie sich der Laufhype, gerade der um die großen Laufevents weiter aufheizen wird. Grundsätzlich finde ich es aber gut, wenn die Veranstalter sich nicht alles gefallen lassen und wir neben Community, Social Media und Marketing auch wieder mehr auf den sportlichen Gedanken achten. Denn Fairness im Sport findet nicht nur auf der Laufstrecke statt, sondern auch daneben.

Und damit sind wir auch schon beim Ausblick auf den Oktober angekommen. Wie ihr vielleicht schon gesehen habt, gönne ich mir erst einmal eine kleine Auszeit in München, wo ich beim Oktoberfest auch einmal über andere Sachen nachdenke, als über das Laufen. Und dann geht es ab zum Laufen nach Mallorca, wo ich mir die Medaille für den Palma Marathon einsammeln will und die letzte Sonnenenergie tanke, bevor es in Berlin entgültig ungemütliches Laufwetter wird. Und vielleicht melde ich mich ja doch noch zu ein paar regionalen Läufen an. Mit dem Teltowkanal Halbmarathon und dem Lauf in die Tropen gäbe es da noch ein paar interessante Optionen auf dem Laufkalender 2026.
Und dann wirft ja auch der Black Friday ganz langsam seine Schatten voraus. Bevor es richtig losgeht, werde ich meine Liste mit den besten Sport & Fitness Angeboten zum Black Friday 2026 aktualisieren. Als Expertentipp empfehle ich aber, sich schon jetzt einen Wunschzettel bei Amazon anzulegen und die Preise etwas zu beobachten. Es soll ja schon vorgekommen sein, daß die Preise vor dem Black Friday erst steigen, damit sie dann um so stärker fallen können. Dabei sind manche Produkte schon jetzt günstiger, wenn man sie mit einem Influencer Gutschein kauft und so Extrarabatte freischaltet.
Wie immer nehme ich Dich bei Instagram mit auf meine Abenteuer und damit Du nichts verpasst, lass Dich am besten sofort per E-Mail informieren oder via Google, sobald es neue Beiträge gibt, hole Dir die Updates per Feed in den Browser, die kostenlose App oder folge mir bei Facebook, TikTok oder Instagram. Und wie es gerade in meinem Training läuft, siehst Du immer bei Strava.
Wenn Dir meine Laufberichte gefallen, kannst Du mir einen Kaffee ausgeben. Danke!
Zuletzt habe ich übrigens auf den Juni, Juli und August zurückgeblickt. Und hier findest Du auch den Jahresrückblick 2024 und hier den Jahresrückblick 2025.













Keine Kommentare