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Tegernseelauf: Mit den adidas Runners auf Wandertag zur bergigen Strecke

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Fotos: Sportfotograf

Über die adidas Runners habe ich Euch ja schon häufiger berichtet – nicht zuletzt weil ich fasziniert bin, was für eine weltumspannende Laufcommunity sich aus der kleinen Truppe von #boostberlin inzwischen etabliert hat. Als Berliner komme ich natürlich häufiger in den Genuss an den aufregenden Aktionen der adidas Runners teilzunehmen oder einfach nur die Trainingsangebote in der Runbase oder dem Playground in meinen Trainingsplan einzubauen.
Schon seit längerem gibt es bei den adidas Runners aber die sogenannten Wandertage, bei denen sich die adidas Runner Crews verschiedener Locations zu Wettkämpfen gegenseitig besuchen und häufig auch gleich mit Couchsurfing für die Unterbringung sorgen. Ganz soweit habe ich es nicht getrieben, aber die Kombination aus einem Halbmarathon im bezaubernden Naturambiente am Tegernsee und dem anschließendem Besuch des Münchner Oktoberfestes klang doch nach einem perfekten Formtest für den Berlin-Marathon.

Also stieg ich am Samstag nach meinem Morgentraining in den Flieger nach München und freundlicher Weise waren die Piloten von air Berlin sogar Willens, diesen Flug durchzuführen. In München ging es dann aber direkt vom Flughafen ins Hotel, denn es war mittlerweile schon spät geworden und ich wollte auch ein wenig Kraft sparen für den Doppelwettkampf am nächsten Tag.

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Am Sonntag ging es dann gleich früh um 7 Uhr zum Hauptbahnhof, wo wir uns noch schnell mit einem gesunden Frühstück bei Dean & David versorgten, bevor es mit dem Zug auf die etwa 60 Minuten lange Fahrt zum Tegernsee ging. Überraschender Weise befand sich der Start- und Zielbereich direkt bei der Bahnstation und im Camp der adidas Runners wuselte es schon kräftig. Natürlich waren viele adidas Runners aus München am Start, aber auch Berlin, Frankfurt, Zürich und Barcelona konnte ich an den Crew-Shirts erkennen. Unser kleines Bloggergrüppchen machte sich dann auch fertig für den Start und tarnte sich mit Shirts der adidas Runners Munich, bevor wir uns unter die große Läufergemeinde mischten, die sich für den Event aufwärmten. Während die Mädels, Julia, Roxi, Elena und Sophia sich für die 10 Kilometer angemeldet hatten, starteten Culli und ich über die Halbmarathondistanz.

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Schon im Startblock war es wie ein kleines Klassentreffen, denn viele der süddeutschen Läufer, die ich sonst nur bei Instagram oder über ihre Blogs kenne, so wie Cindy oder auch Flo, standen nun plötzlich unter den anderen Läufern mit an der Startlinie und auch Katharina Hoffmann, die Mitgründerin des Run Pack und Teammanagerin der Berliner adidas Runners.

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Dann ging es endlich auf die Strecke und auf einen längeren Abschnitt aus leicht hügeligem, aber aalglatten Asphalt. Für mich war der Einstieg in das Rennen immer noch schwierig, denn eine Woche vor dem Berlin-Marathon war zwar ein ambitioniertes Training ok, aber ein komplettes Leerbrennen der Reserven musste ich auch verhindern, um rechtzeitig fit für den Marathon zu werden. Immer wieder wurde ich unbemerkt schneller, bremste ab, wurde wieder scheller, bis ich mich schließlich hinter einen langsameren Läufer klemmte und diesen als Bremse benutzte. Nach 5 Kilometern drehten dann die 10km Läufer in einem U-Turn und liefen über den Straßenrand wieder zum Startpunkt zurück, während es für die Läufer dann langsam näher an das Seeufer ging und auf etwas sandigere Wege.

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Über den gesamten Lauf hatte man immer wieder den See im Blick und konnte zum anderen Ufer hinübersehen oder am Wegesrand weidende Kühe und Schafe beobachten. Für mich als Großstadtmenschen eine sehr schöne, entspannende Laufumgebung. Auch die Stimmung an der Strecke war sehr gut. In den kleinen Ortschaften standen viele Besucher am Rand und feuerten an – zwar etwas verhalten, aber so ist das wahrscheinlich am Tegernsee üblich. Im letzten Drittel der Halbmarathondistanz gab es dann auch noch eine echte Bergprüfung für mich. Hügelchen scherzen die Bergläufer, aber wenn man bedenkt, daß der gesamte Berlin-Marathon gerade einmal 55 Höhenmeter hat, ist klar das mich ein Anstieg der sich über eine längere Phase hinzieht schon herausfordert. Aber bekanntlich liebe ich Challenges und war um so glücklicher als ich dann endlich den Cheering Point der adidas Runners auf dem höchsten Punkt erreicht hatte. Dann gab es auch kein Halten mehr und ich nahm meine bündelte meine Restenergie in die letzten 1500m des Rennens, die mit einem abschüssigen Zieleinlauf endeten, wo ich die Ziellinie mit einer Raketengeschwindigkeit in 2:56er Pace überquerte. Mit meiner Gesamtzeit von 1:45:36 war ich dann auch richtig zufrieden, denn das war ein gutes Vorzeichen für den Berlin-Marathon.

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Die anderen warteten schon im Zielbereich, aber ich hüpfte erst einmal in den gut gekühlten See und machte mich ein wenig frisch. Der Gedanke daran mit meinen halbmarathonisierten Rennklamotten eine Stunde zurück nach München zu fahren, war mir doch nicht so angenehm und außerdem war es die Gelegenheit mal den urigen Naturburschen zu geben – ich dachte das wäre in Bayern so üblich.

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Nach einer Verschnaufpause in München trafen wir uns dann alle zünftig im Trachtenoutfit auf dem Oktoberfest, wo wir auch noch Bea trafen. Outfittechnisch waren die Mädels in ihren bezaubernden Trachten klar im Vorteil und hatten wir Jungs jede Menge zu tun, angetrunkene Spontanverliebte abzuwehren, die sich unbedingt mit auf die Fotos schummeln wollten. Dann ging es in den Marstall, wo eine deftige Brotzeit zum Kalorienausgleich einlud. Und die erste Maß war nach dem anstrengenden Renntag eine gelungene Belohnung.

Ob es leider oder zum Glück heißen muss, habe ich noch nicht final entschieden – jedenfalls ging es für mich dann in voller Tracht direkt vom Oktoberfest zum letzten Flieger – was mich die lustigste Phase im Festzelt verpassen ließ, aber auch einige Kopfschmerzen am nächsten Tag. Insgesamt war ich aber doch froh wieder Zuhause zu sein und ohne Kopfweh in den nächsten Tag zu starten, denn meinen traditionellen Oktoberfestbesuch zum Eröffnungswochenende hatte ich letztmalig 2014 und seitdem sind merkwürdiger Weise meine Zeiten beim Berlin-Marathon, der immer genau eine Woche danach stattfindet, deutlich besser geworden.

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Mir hat das mit Sport, Reisen und Genießen vollgepackte Wochenende richtig Spaß gemacht und besonders habe ich mich gefreut, so viele neue Leute kennenzulernen und auch, daß ich meinen Rennhorizont wieder etwas erweitern konnte. Wenn Ihr also Lust habt, auch mal in einer anderen Stadt an den Start zu gehen, dann schließt Euch mit den adidas Runners kurz und seid bei einem der nächsten Wandertage auch mal mit dabei!

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