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Hanf: Anbau, Verwendung & Legalisierung

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Hanf ist ein Lebensmittel, welches eine sehr hohe Dichte an Nährstoffen aufweist. Es wird deshalb auch als „Superfood“ bezeichnet. Damit ist nicht der Hanf gemeint, welches auch als Marihuana bekannt ist. Stattdessen ist der sogenannte Nutzhanf gemeint. Nutzhanf weist keinerlei berauschende Wirkstoffe auf, sondern ist ein leckeres und gesundes Naturprodukt. 

Hanf war bereits in der Vergangenheit als wichtiges Nahrungsmittel bekannt. Im 18. Jahrhundert etwa galt es in Amerika als strafbar, wenn ein Bauer keinen Hanf anbauen wollte. Sogar Steuern konnten mit der Pflanze bezahlt werden. Wer sich zu Zeiten des Zweiten Weltkrieges dem Anbau von Hanf widmete, wurde sogar vom Kriegsdienst befreit. 

Woran lag das? Aus Hanf wurden viele Produkte hergestellt, etwa ein schmerzstillendes Heilmittel, Kleidung oder Stoffe, Schiffstaue, Seile, Papier, Farben, Lacke und noch viele weitere Dinge. Es ist eine sehr vielseitige Pflanze, die sehr viele Verwendungsmöglichkeiten hat. 

Daneben wächst Hanf auch sehr gut. Die Pflanze ist sehr genügsam und wächst auf so gut wie allen Böden. Sie benötigt außerdem nur sehr wenig Dünger. Für Schädlinge oder Krankheiten ist die Pflanze so gut wie immun.  Außerdem verbessert Hanf auch den Boden, auf dem es wächst. Struktur sowie Fruchtbarkeit des Bodens werden deutlich verbessert. 
Grundsätzlich konnte aus Hanf alles das hergestellt werden, wofür sonst eigentlich Erdöl benötigt wird. Hanf war für damalige Verhältnisse sehr viel leichter zu bekommen als Erdöl. Auch Holzzellulose konnte Hanf ersetzen. 
Das ist nicht überall gut angekommen. Große Konzerne wollten in den 1930er Jahren Geld mit Erdöl verdienen und auch Papiermagnaten erhofften sich hohe Gewinne mit dem Verkauf von Wäldern. Da passte der so einfach von jedem anzubauende Hanf nicht ins Bild. 

Es entstand daher ein großer Feldzug gegen Hanf. Hanf war plötzlich für alles verantwortlich – Drogensucht, Unmoral, Mord oder Autounfälle. Mit Hanf war der perfekte Schuldige gefunden. Es wurde allerdings nicht von der Pflanze „Hanf“ gesprochen, sondern von „Marihuana“. 

Hanf war für die Menschen damals zu positiv. Es handelte sich um eine hilfreiche Pflanze, die wie beschrieben einfach anzubauen war und viele Anwendungsmöglichkeiten hatte. Daher wurde der Phantasiename „Marihuana“ kreiert. Die Gesellschaft sollte so gegen Hanf aufgewiegelt werden, ohne das eigentlich zu merken. 
Das Hanf und Marihuana damals also ein und dasselbe war, war den Menschen gar nicht bekannt. Daher haben sie die Diffamierung der Pflanze unterstützt, die sogar in einem Verbot von Hanf gipfelte. Den Menschen war einfach nicht bewusst, dass das Verbot von Marihuana einem Verbot von Hanf gleichkam. 

Im Jahr 1961 wurde Hanf bzw. Marihuana schließlich weltweit als gleichgestellt mit Drogen angesehen. Dabei ist die Nutzpflanze Hanf völlig harmlos und hat mit Drogen so gar nichts zu tun. In Deutschland wurde der Anbau von Hanf im Jahr 1982 komplett verboten. Erlaubt wurde der Anbau erst 15 Jahre später, allerdings unter strengen Auflagen. 
Es gibt sie daher wieder in deutschen Läden – Hanfprodukte. Allerdings meistens nur in Spezialgeschäften oder Naturkostläden. Es gibt Hanfmilch, Hanfbutter, Hanfbier, Hanföl, Hanfkekse, Hanftee, Hanfkosmetika, Hanfschokolade und noch vieles mehr.  Dabei haben alle diese Produkte eines gemeinsam, sie weisen keine berauschende Wirkung auf, da die nötigen Inhaltstoffe in der Nutzpflanze Hanf nicht vorhanden sind. 

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Der Anbau und die Verwendung von Hanf

Ob es sich beim Hanf um eine Kulturpflanze handelt, die klassischerweise landwirtschaftlich angebaut wird, oder um eine Pflanze nach dem Betäubungsmittelgesetz, bestimmt sich vor allem durch den THC-Gehalt in der Pflanze. 

Hanf ist eine einjährige Pflanze. Es handelt sich ursprünglich um eine zweihäusige Pflanze, bei der es männliche und weibliche Pflanzen gibt. Die männlichen Pflanzen sind für die Bestäubung der weiblichen Pflanzen zuständig. Diese bilden dann die Samen. Wenn sie nicht bestäubt werden, werden Blütenstände gebildet, die samenlos sind.  Es gibt auch Hermaphrodite-Hanfplanzen, die männliche und weibliche Blüten haben. 
Beim Anbau bevorzugt die Pflanze mittelschwere Böden. Diese sollten über eine gute Wasserversorgung verfügen, Staunässe sollte allerdings vermieden werden. Der Boden sollte idealerweise einen pH-Wert zwischen 6 und 7,5 aufweisen. 

Beim Anbau von Hanf empfiehlt sich eine Anbaupause von drei Jahren. Es ist sehr anspruchslos und robust. Hanf ist daher besonders gut für den Bioanbau geeignet.  Weiterverwendet werden können die Fasern vom Hanf, die Samen oder die weiblichen Blütenstände, die nicht befruchtet worden. Je nach dem gewünschten Endprodukt unterscheidet sich die Anbautechnik vom Hanf. 

Am Anfang des Anbaus steht das Saatgut. Vor dem Einpflanzen sollte festgelegt werden, wofür das Hanf angebaut werden soll: Samen, Fasern, Öl oder Lebensmittel. Die Hanfsorte wird ebenfalls danach ausgewählt, genauso wie der Zeitpunkt für das Aussäen der Saat.  Im Frühling werden die Stecklinge in das Feld eingepflanzt. Hanf ist frostempfindlich, daher sollte er nicht früher als April oder Mai eingepflanzt werden. Wichtig ist, dass die Temperaturen nachts nicht mehr unter 0°C fallen, das ist schädlich für den Hanf. 

Wichtig ist es beim Anbau, dass der Boden ständig frei von Unkraut gehalten wird. Dafür kann das Unkraut entweder durch Hacken entfernt werden oder die Pflanzen werden direkt mit Folien abgedeckt. Hanf schlägt sehr tiefe Wurzeln. Auch bei Trockenheit kann die Pflanze sich daher gut mit Wasser aus tieferen Bodenschichten versorgen. Ein Nachteil davon ist allerdings, dass so auch schädliche Stoffe aufgenommen werden können. Dies kann der Fall sein, wenn der Boden noch nicht lange genug bewirtschaftet wurde.

Die Blütenstände werden meistens Ende Juni gebildet. Im Gewächshaus ist es leicht möglich, durch Abdunklung und Lichtwechsel mehrere Ernten im Jahr zu ermöglichen.  Die Ernte der Hanfplanze erfolgt schließlich im Herbst. Die Blüten sind dann reif und können geerntet werden. 

Für einen Abbau der Hanffaser werden möglichst viele lange Stengel angestrebt. Denn die Fasern befinden sich im Stengel.  Nach dem Reifen der Hanfplanze müssen die Stengel noch zwei bis drei Wochen auf dem Feld bleiben , aber herausgeschnitten aus der Pflanze. Ein regelmäßiges Wenden ist nötig. So werden die Stengel den Elementen gleichmäßig und von allen Seiten ausgesetzt. Das in den Fasern enthaltene Pektin wird in dieser Phase abgebaut. Dadurch löst sich das Filament von der Schäbe – den verholzten Teilen. Das Erntegut kann dann in Ballen gepresst und eingelagert werden. 
Die Faser vom Hanf hat eine gute Qualität und vielfältige Einsatzmöglichkeiten, etwa für Seile, Schnur, Papier, Kleider oder Isolierung.

Soll Hanföl hergestellt werden, werden dafür die Samen der Pflanze benötigt. Diese werden nach dem Ernten ausgepresst. Es handelt sich um kein ätherisches Öl, sodass keine psychoaktiven Wirkstoffe enthalten sind. Die Ernte wird mittels Mähdreschern durchgeführt. Diese müssen leicht modifiziert werden, so dass nur die oberen Teile der Pflanze abgeerntet werden. Dabei ist der Drusch recht anspruchsvoll, da die Fasern sich um die Trommeln wickeln könnten. Dadurch kann die Maschine verstopft werden. Auch Hanfstroh zu häckseln ist aus diesen Gründen sehr schwierig. 
Im Bioanbau können bis zu 1000 kg Samen pro Hektar gewonnen werden.  Nach dem Drusch können ebenfalls die Stengel für die Weiterverarbeitung zu Fasern genutzt werden. Die Qualität ist hier allerdings geringer als beim reinen Faseranbau. Für die Ölproduktion müssen die Pflanzen später geerntet werden.

Ebenfalls produziert werden können die Blüten vom Hanf. Diese Produktion ist sehr viel anspruchsvoller als die Produktion von Fasern oder Samen. Für die Blüten können nur die weiblichen Pflanzen verwendet werden. Sie müssen dafür in Form von „Weihnachtsbäumen“ kultiviert werden. 
Es dürfen nur weibliche Pflanzen gepflanzt werden. Nur so kann für eine große Anzahl an unbefruchteten Blüten gesorgt werden. Würden ebenfalls männliche Pflanzen eingepflanzt, so würden diese die weiblichen Blüten bestäuben. Deshalb dürfen sich auch keine anderen Hanffelder in der Nähe befinden. Es werden pro Quadratmeter nur ein oder zwei Pflanzen angepflanzt. Dadurch ist die Pflanzung sehr anfällig für Schnecken oder Beikräuter. Eine stetige Unkrautbekämpfung muss daher durchgeführt werden. 

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Die Nutzung von Hanf als Lebensmittel

Hanf als Nahrungsmittel hat viele positive Eigenschaften. Vor allem die Samen vom Hanf, die Hanfnüsschen, wurden bereits in der Antike als Nahrungsmittel genutzt. 
Sie enthalten eine große Menge an Vitaminen. In ihnen findet sich vor allem eine große Menge von Vitamin B2. Bisher wurde davon ausgegangen, dass dieses Vitamin am häufigsten in Fleisch und Milchprodukten auftritt. In Hanf ist es allerdings in deutlich größeren Mengen vorhanden. 
Das Vitamin ist beispielsweise wichtig für den Aufbau von Muskeln, für die Augen oder die Schilddrüse. Aber auch auf die Hauptpflege wirkt es sich positiv aus. 

In Hanfsamen ist außerdem Protein enthalten und zwar in großer Menge. Der Mensch kann sich mit diesem Protein körpereigenes Eiweiß aufbauen. Hanf ist somit eines der wenigen Lebensmittel, welches dies ermöglicht. 

Im Hanf befinden sich auch die beiden Aminosäuren Methionin und Cystein. Diese sind für die Entgiftung von Zellen zuständig und helfen dem Körper bei der Produktion von Enzymen. Hanf ist auch reich an Aminosäuren wie Isoleucin, Valin und Leucin. Diese sind für das Wachstum von Muskeln nötig sowie für deren Reparatur. 

Das im Hanf enthaltene Protein ähnelt zudem dem Menschenprotein. Die Hanfproteine bestehen zu 60 % aus einem Eiweiß (Edestin). Dieses ist sehr leicht verdaulich. Die restlichen 40 % sind Albuminen. Sowohl Albumin als auch Edestin sind den menschlichen Proteinen sehr ähnlich. 
Das hat den Vorteil, dass dieses Protein schnell aufgenommen wird. Im Körper kann es zudem leicht in Immunglobuline umgewandelt werden. Diese spielen eine große Rolle bei der Abwehr von Infektionen. 

Hanf enthält außerdem Omega-3-Fettsäuren. Viele Menschen haben ein ungünstiges Verhältnis von Fettsäuren im Körper. Das liegt an dem reichhaltigen Konsum von Fleisch und Milch und dem Verzehr von industriellen Ölen. Dadurch haben die meisten Menschen zu viele Omega-6-Fettsäuren und zu wenig Omega-3-Fettsäuren im Körper. 
Empfehlenswert ist ein Verhältnis von 4:1. Oft besteht aber ein Verhältnis von 20 zu 1 oder sogar 50 zu 1. Auch dabei kann Hanf also helfen, da der Anteil von Omega-3-Fettsäuren durch den Verzehr von Hanf erhöht wird. 
Wenn die beiden Fettsäuren in einem derartig ungünstigen Verhältnis sind, so werden dadurch entzündliche Prozesse im Körper verstärkt. Die chronischen Entzündungen führen zu den unterschiedlichsten Beschwerden, wie etwa Herz-Kreislaufproblemen oder Gelenkentzündungen. 
Hanf hat ein sehr gutes Verhältnis der beiden Fettsäuren (3,75 zu 1) und ist daher der perfekte Bestandteil für eine Ernährungsweise, die Entzündungen hemmen soll. 

Hanf enthält außerdem Gamma-Linolensäure. GLA ist ansonsten nur in wenigen Ölen enthalten. Es ist allgemein knapp. Auch diese Fettsäure wirkt sich sehr positiv auf Entzündungen im Körper aus und sorgt für eine gesunde Balance der Hormone. Durch GLA wird außerdem das Hautbild verbessert, das Haar wird voller und die Nägel fester. 

Durch GLA wird auch der Stoffwechsel im Körper angekurbelt. Eingelagertes Fett wird effektiver für die Gewinnung von Energie eingesetzt und dadurch auch schneller abgebaut. Auch an der ordnungsmäßen Funktion von der Natrium-Kalium-Pumpe ist GLA entscheidend beteiligt. Diese versorgt den Körper mit Nährstoffen und sorgt gleichzeitig dafür, dass giftige Abfallprodukte aus den Zellen entfernt werden. Hanf sorgt somit auch für eine Entgiftung des gesamten Organismus.

Hanföl & Hanfproteine

Hanf kann auch als Hanföl in der Küche genutzt werden. Mit nur 20 Gramm des Öles kann der Tagesbedarf an essentiellen Fettsäuren gedeckt werden. Es ist allerdings nur geeignet zum Dünsten oder Dämpfen, nicht zum Braten oder Frittieren. Das Öl kann am besten einfach über die fertigen Speisen gegeben werden. Es passt sehr gut in die Rohkostküche. 

Hanfproteine können in Getränke gemischt werden. Es wird oft von Sportlern eingenommen, meistens zweimal täglich und mindestens 30 Minuten vor dem Training. Es ist auch perfekt dazu geeignet, Brotrezepturen zu verfeinern. Auch Backwaren kann das Hanfprotein ein nussiges Aroma verleihen.

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Hanf als Nahrungsergänzungsmittel mit CBD-Öl und CBG

In den letzten Jahren sind die positiven Wirkungen von Cannabidiol und Cannabigerol immer bekannter geworden. Durch moderne Verfahren ist es möglich geworden diese Substanzen aus dem Hanf zu gewinnen und gleichzeitig die berauschende Wirkung zu vermeiden. Auch ich habe schon ausführlich über die CBD-Öl Erfahrungen berichtet und verwende es inzwischen regelmäßig. Für mich als Sportler sind vor allem die Effekte bei der Regeneration interessant, da CBD-Öl den Schlaf verbessern kann, aber auch als Inhaltsstoff von Cremes für die Massage nach Wettkämpfen und harten Trainingseinheiten verwendet werden kann. Gerade für die Waden ist es eine echte Wohltat.

Eines der bekanntesten Unternehmen in diesem Bereich ist Alpinols. Das Team hat bereits mehr als 25 Jahre Erfahrung in der biologischen Landwirtschaft und auch schon mehr als 15 Jahre Erfahrung im Hanfanbau. Daher kann man dem CBD-Öl von Alpinols aus schweizer Produktion auch ganz besonders vertrauen.

Neben den klassischen CBD-Ölen zur oralen Einnahme finde ich das CBD Sport-Gel besonders interessant. Aber auch auf die Haut kann CBD eine sehr positive Wirkung haben, weshalb die Beauty-Produkte von Alpinols auch sehr beliebt sind. Falls Ihr es selbst einmal ausprobieren wollt, bekommt Ihr mit dem Alpinols Gutscheincode „HAPPY20“ übrigens 20% Rabatt auf Eure Bestellung!

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Fazit: Hanf ist gesünder, als viele denken
Hanf ist auch heute immer noch negativ behaftet. Dabei hat der Nutzhanf mit Marihuana nicht das Geringste gemein. Er weist keinerlei berauschende Wirkung auf und ist stattdessen sehr gesund. Vom Hanf können viele unterschiedliche Produkte gewonnen werden, dabei ist der Anbau sehr einfach. Es handelt sich also eigentlich um eine sehr gewinnträchtige Nutzpflanze, die auch immer stärker angebaut wird. 












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