Mehr Eiweiß für weniger Appetit – Eiweißdiät?

In einer kürzlich im American Journal of Clinical Nutrition veröffentlichten Studie fanden US-amerikanische Wissenschaftler der University of Washington School of Medicine in Seattle, Washington und der Oregon Health and Science University in Portland, Oregon heraus, dass eine eiweißreiche Diät zu einem signifikanten Gewichtsverlust führt.

Die Gewichtsabnahme ist auf eine Zügelung des Appetits und einen Rückgang der spontanen Energiezufuhr zurückzuführen, berichtet heute Diplom-Oecotrophologin Ann-Margret Heyenga von der Gesellschaft für Ernährungsmedizin und Diätetik e.V. in Aachen. Die Forscher rekrutierten 19 gesunde, normalgewichtige Erwachsene, die insgesamt drei direkt aufeinanderfolgende Diätphasen durchliefen: Die erste Phase verlief zwei Wochen und bestand aus einer Kostform mit einem 15-prozentigen Eiweiß-, 35-prozentigen Fett- und einem 50-prozentigen Kohlenhydratanteil.
In der jeweils zweiten (zwei Wochen) und dritten (12 Wochen) Phase enthielten die Diäten einen Anteil von 30 Prozent Eiweiß, 20 Prozent Fett und wiederum 50 Prozent Kohlenhydrate. Während die Wissenschaftler in den ersten zwei Phasen die zu verzehrenden Portionsgrößen vorgaben, durften die Probanden in der dritten Diätphase nach Belieben essen.
Vor, zwischen und nach den drei Diätphasen überprüften die Forscher folgende Parameter: Körpergewicht, Kalorienzufuhr, Körperfettmasse, Appetitgefühl und die Konzentrationen von Insulin, Leptin und Ghrelin im Blutplasma. Während die Ausschüttung des gastrointestinalen Hormons Ghrelin das Hungergefühl verstärkt, überträgt das Proteohormon Leptin ein Sättigungssignal und wirkt appetithemmend.

Die amerikanischen Forscher kamen zu dem Ergebnis, dass in der zweiten Diätphase der Sättigungszustand bei allen Teilnehmern trotz gleichbleibender Plasma-Leptinwerte deutlich anstieg. Mit Beginn der letzten Diätphase beobachteten die Experten einen signifikanten Rückgang der spontanen Energieaufnahme, eine Abnahme von Körperfettmasse und des Körpergewichts bei allen Studienteilnehmern, trotz eines deutlichen Anstiegs von Plasma-Ghrelin beziehungsweise eines signifikanten Abfalls von Plasma-Leptin.

Die Experten schließen aus den Ergebnissen, dass der appetithemmende Effekt des Eiweißes den signifikanten Gewichtsverlust hervorruft. Bei einer Diät zur Gewichtsreduzierung ist es daher für Abnehmwillige sinnvoll, bei gleichbleibender Kohlenhydratzufuhr den Fettanteil zugunsten einer erhöhten Eiweißaufnahme zu verringern.

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